Nudelverein macht Boulder-Rave

Person am Klettern, Nudelverein macht Boulder-Rave

Was passiert, wenn man ein paar Freunde nimmt und jeden Mittwochabend bouldern geht? Ein Instant Noodles Verein natürlich! Zum einjährigen Jubiläum des nicht ganz so seriösen Vereins haben ein Freund und ich ein Boulder-Rave organisiert.

«Ou shit mer müesste ja mou no en MV mache», das sind die Worte unseres Präsidenten Hannes als er realisiert, dass ein richtiger Verein tatsächlich Vereinsachen machen muss. Ein Satz welcher in dem Vereinsland Schweiz wohl immer wieder fällt, ist bei uns nichts verwunderliches. Vor etwa einem Jahr haben wir den «Verein der Instant-Noodles Liebhaber*innen» offiziell gegründet. Damit verbunden sind eben auch solche Mitgliederversammlungen. Also haben wir kurzerhand einen Termin für eine MV beschlossen. Da wir aber MVs meistens langweilig und unkreativ finden, wollten wir diesen Event etwas spezieller machen. Um zu verstehen was jetzt VDINL mit einem Boulder-Rave zu tun hat, gehen wir nochmals ein Jahr zurück.

Am 27.06.2023 ist es amtlich, der VDINL ist gegründet. Was als ein Inside-Joke gestartet hat, ist bis zur effektiven Gründung eskaliert. Die Mitglieder, ursprünglich eine Freundesgruppe welche sich jeden Mittwoch zum Bouldern trifft, erweitert sich mit den Monaten immer mehr, auf momentan 50 Personen. Ziemlich viel für einen Witz, muss ich sagen. Da dieser Verein durch diese Freundesgruppe beim Bouldern entstanden ist, dachten wir, es macht auch nur Sinn, ihn dementsprechend zu feiern.

Damit nun aber der Boulder-Rave Realität wird, muss noch einiges geschehen. Allen voran ein Boulder-Gym bei dem wir das ganze durchführen dürfen. Zum Glück arbeitet Hannes für das Momentum in Olten und somit war das ziemlich schnell geklärt. In unserer Erfahrung waren die «Boulder-Raves» an denen wir bisher waren mehr Bouldern als Raven, also viel zu hell und nicht wirklich laute Musik. Damit unser Event besser wird, fehlt also noch das Licht, der Ton und die Musik bzw. der DJ sowie wo was stehen soll:

Eine kurze Skizze des unteren Stockwerks wie wir uns das vor dem Event vorgestellt hatten.

Licht
Die meisten Lampen welche wir gebraucht haben, konnten wir von der FHGR ausleihen. Dabei haben wir zwei Pavotubes hinter das DJ-Pult bzw. die Bar gestellt. Diese waren im HUE-Cycle Modus eingestellt für etwas Farbigkeit. Die zwei Theaterlichter waren auf die Dyno-Challenge sowie auf den VDINL-Schriftzug gerichtet. Das Herzstück unserer Beleuchtung sind die zwei Derbys, eine beim Eingang zum Boulderbereich und die andere mit Seilen mittendrin hängend. Die Derbys haben wir uns selbst angeschafft und sind Cluster Derbys mit Strobelights. Das coole an diesen ist, dass sie einen Musikmodus haben, bei dem sie selbst auf die Musik ihr Licht anpassen. Somit braucht man niemanden, der zum Licht schaut.
Die Nebelmaschiene der Garage 8 half auch sehr stark dabei, einen coolen Look mit dem Licht zu erzeugen.

Ton
Damit die Musik auch richtig schallert, haben wir die zwei Boxen aus dem JBL EON 208P zusammen mit einer Musikbox eines Mitglieds und den Boxen aus der Boulderhalle an ein Interface angeschlossen. Über die Boxen der Boulderhalle haben wir vor allem den Bass laufen lassen. Die anderen Boxen sorgten dafür, dass im Boulderbereich ein optimales Hörerlebnis erschaffen wurde.

Musik/DJ
Ohne gute Musik bringt leider auch das beste Setup nichts. Für die Musik habe ich mir in der Woche davor das DJen beigebracht und eine Playlist an Songs für den ganzen Abend, also von 7 Uhr Abends bis 3 Uhr in der Nacht, zusammengestellt. Die Musik habe ich über SoundCloud organisiert und dann in Serato DJ Lite eingespeist. Mit dem ausgeliehenen DJ Pioneer DDJ-400 habe ich dann anschliessend die Songs gemischt.

Nach all der Vorbereitung durfte dann das Bouldern und Raven beginnen:

(eli)

Dafür dass wir so einen Event zum ersten Mal organisiert haben ist es ziemlich gut gelaufen. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir alle Teilnehmer kannten und so weniger Probleme entstanden. Bei der Logistik bin ich aber nicht ganz zufrieden. Das Hinbringen ist Problemlos abgelaufen, beim zurückbringen am Morgen danach hätten wir uns aber früher um ein Auto kümmern müssen. Eine Person hätte dabei auch nicht geschadet. Auch beim Kabelmanagement können wir noch etwas lernen, zum Beispiel das richtige Klebeband kaufen. So hätten wir bereits früher mit dem Aufbau starten können.

Bar

Auch die Bar hätten wir besser organisieren müssen, zwar hatten wir genügend Getränke für den ganzen Abend, jedoch war nicht immer jemand da um sie auszuschenken. Dadurch haben wir den Überblick verloren wie viele Getränke wir verkauft haben. Sowie es momentan aussieht haben wir das Geld schon eingenommen, wir wissen nur nicht für welche Getränke. Ein nächstes Mal werden wir kurze Schichten planen.

Entsorgung

Etwas was wir definitiv früher hätten anschauen müssen ist die Getränkeentsorgung. Die Teilnehmenden wussten nicht wo die leeren Getränke hätten hinmüssen. Das gab für uns im Nachhinein viel unnötigen Aufwand beim Aufräumen.

DJ

Beim DJen kann man es nicht allen recht machen, das habe ich jetzt gelernt. Von den Meisten habe ich aber gutes Feedback zurückbekommen. Mitten in der Vorbereitung musste ich den Musik-Streaming-Anbieter wechseln, da TIDAL mit den Preisen stark hochgegangen ist. Ausserdem habe ich festgestellt, dass beim Streaming der Songs es vorkommen kann, dass Songs nicht richtig oder gar nicht laden was zu einigen blöden Momenten geführt hat. Auch bei den Übergängen kann ich noch einiges Lernen, grundsätzlich habe ich gemerkt je simpler desto besser. Es ist um Welten besser wenn es simpel ist als wenn man es merkt, dass etwas nicht funktioniert hat.