Niemals stillstehen. Meine Bewerbung.
Von allen Teilbereichen, die unser vielseitiges Studium umfasst, ist der Videoschnitt meine Lieblingsdisziplin. Meine berufliche Zukunft sehe ich in der Filmproduktion. Deshalb war der Auftrag, ein Bewerbungsvideo zu erstellen, eine ideale Gelegenheit, mein bisheriges Können zu zeigen und gleichzeitig etwas Neues dazuzulernen.
Das Bewerbungsvideo entstand im Rahmen des Moduls Schreiben und Sprechen. Für dieses Digezz-Projekt habe ich das Colour Grading des Videos nochmals komplett überarbeitet.
Mithilfe zahlreicher YouTube-Videos, Internetrecherchen und Forenbeiträge konnte ich mein Wissen über Colour Grading in DaVinci Resolve erweitern. Ich verstehe nun, was ein oder mehrere CSTs (Color Space Transforms) bewirken, kenne die Unterschiede zwischen verschiedenen Nodes und weiss, weshalb deren Reihenfolge entscheidend ist. Zudem habe ich mir einen Überblick über wichtige Funktionen und Werkzeuge für das Grading verschafft.
Dabei war es mir wichtig, nicht einfach wahllos an Reglern zu drehen und zu experimentieren, sondern gezielt Werkzeuge einzusetzen und zu verstehen, welche Wirkung sie haben und warum sie diese erzeugen. So kann ich Entscheidungen bewusster treffen und effizienter arbeiten.
Der Vorher-Nachher-Vergleich des Node Trees zeigt, dass meine Arbeitsweise heute deutlich strukturierter ist. Auch wenn ich nicht alle Nodes des neuen Node Trees verwendet habe, bietet er eine solide Grundlage, und ich verstehe inzwischen wesentlich besser, was in den einzelnen Schritten passiert.



Obwohl ich die Funktionen der verwendeten Werkzeuge grösstenteils verstanden habe, blieb das Projekt in vielen Bereichen weiterhin ein Ausprobieren und Lernen. Wie jede professionelle Software erfordert auch DaVinci Resolve viel Übung und Erfahrung. Mit diesem Projekt habe ich eine gute Basis geschaffen und möchte mein Wissen in Zukunft weiter vertiefen und ausbauen.
(mmi)
Zum Colourgrading:
Im Vergleich zur ursprünglichen Version erkenne ich eine deutliche Verbesserung des Colour Gradings. Allerdings fehlt mir nach wie vor die gewünschte Konsistenz zwischen den verschiedenen Einstellungen. Diesen Punkt wollte ich ursprünglich mit einem LUT als übergreifenden Look lösen, wie im Node Tree am letzten Compound Node zu erkennen ist. Das Ergebnis hat mir jedoch nicht gefallen, weshalb ich die entsprechenden Nodes wieder deaktiviert habe.
Trotzdem habe ich den Node bewusst nicht entfernt. Er befindet sich bereits an der richtigen Stelle im Node Tree und bietet eine gute Grundlage für weitere Experimente.
Mit der Belichtung (Exposure) bin ich insgesamt zufrieden. Auch die Wahl und Platzierung der Power Windows ist mir gut gelungen. Bei der Farbgestaltung bin ich hingegen noch unsicher. Ich habe verschiedene Ansätze ausprobiert, darunter Anpassungen der Farbtemperatur, der Sättigung sowie des Gains innerhalb eines HSV-Nodes. Bisher hat mich jedoch keine Variante vollständig überzeugt.
Deshalb werde ich weiter an meinen Grading-Fähigkeiten arbeiten. Möglicherweise ist es sogar sinnvoll, das gesamte Grading nochmals von Grund auf neu aufzubauen. Während dieses Projekts habe ich diesen Schritt bereits zweimal gemacht, um zu besseren Ergebnissen zu gelangen. Gerade dadurch habe ich viel über meinen Workflow und die einzelnen Werkzeuge gelernt.
Zum Video:
Insgesamt bin ich mit dem Video zufrieden. Es zeigt mich authentisch, was eines meiner wichtigsten Ziele bei diesem Projekt war. Besonders viel Zeit habe ich in die Suche nach passender Musik investiert. Diese Arbeit hat sich aus meiner Sicht ausgezahlt und trägt wesentlich zum gelungenen Rhythmus des Schnitts bei.
Weniger zufrieden bin ich mit den Animationen. Sie wirken zu simpel und fügen sich gestalterisch nicht optimal in das Gesamtbild ein. Ähnlich wie beim Colour Grading fehlt mir auch hier eine klare visuelle Konsistenz. Der Stil der Animationen passt nicht vollständig zum restlichen Look des Videos und wirkt deshalb etwas losgelöst vom Gesamtkonzept.
Für zukünftige Projekte möchte ich deshalb mehr Zeit in die Entwicklung eines einheitlichen visuellen Stils investieren, damit Schnitt, Grading und Animationen stärker als zusammenhängendes Gesamtwerk wahrgenommen werden.