NACHHALL – der interaktive Film

Schuld, Wahrnehmung und Entscheidungen, die nachhallen: «Nachhall» ist ein interaktives Psychodrama, bei dem das Publikum selbst Einfluss auf den Verlauf der Geschichte nimmt. Zwischen verschiedenen Erzählwegen, emotionalen Konflikten und psychologischer Spannung verschwimmen Realität und Wahrnehmung zunehmend.

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▶️ https://nachhall-film.ch

Spätabends, über den Dächern von Bern. Sonnenuntergang, Pizzaduft in der Luft und eine Dachterrasse voller Kameras, Lichter, verkabelter Schauspieler:innen und einer Filmcrew, die nur noch von Pizza träumt. Die Dreharbeiten zum interaktiven Kurzfilm «Nachhall» laufen auf Hochtouren. Was am Ende als interaktiver Kurzfilm sichtbar wird, begann jedoch schon Monate zuvor mit Organisation, Unsicherheiten, kreativen Ideen und unzähligen Entscheidungen.

IDEE UND ERSTE PLANUNG

Die Idee zum Projekt entstand bereits im vergangenen Semester. Während damals vor allem Storystruktur, Entscheidungswege und das Drehbuch im Zentrum standen, begann nun die eigentliche Produktionsphase. Erste Teammeetings, Drehplanungen und organisatorische Abklärungen machten schnell deutlich, wie viele Prozesse parallel funktionieren müssen, damit aus einem interaktiven Konzept eine reale Filmproduktion entstehen kann.

VOR DEM ERSTEN «ACTION!»

Bevor die erste Klappe fiel, standen zahlreiche Vorbereitungen auf dem Programm. In Teammeetings wurden Verantwortlichkeiten für Kamera, Licht, Audio, Setdesign, Social Media und Postproduction definiert und die nächsten Schritte gemeinsam geplant.

Parallel dazu entstanden Shotlists, Material- und Transportlisten, Drehpläne sowie Konzepte für die Datensicherung und die spätere Postproduction. Ein gemeinsamer Materialtest stellte sicher, dass Kamera-, Licht- und Audioequipment wie geplant zusammenspielen. Beim Locationscouting wurden mögliche Drehorte besichtigt, während gleichzeitig die elf Drehtage koordiniert werden mussten – inklusive Verfügbarkeiten von Schauspieler:innen, Crew und Locations.

Auch die Organisation rund um das Set nahm viel Zeit in Anspruch: Fittings für die Outfits, die Planung der Verpflegung, internes Sponsoring für Snacks und Mahlzeiten, Materialtransporte sowie die Vorbereitung der Social-Media-Kommunikation gehörten ebenso dazu wie die Abstimmung der Abläufe während der Dreharbeiten.

Kurz gesagt: Es gab einiges zu organisieren. Von der ersten Teamsitzung bis zum fertigen Drehplan vergingen viele Stunden voller Absprachen, Anpassungen und Vorbereitungen. Irgendwann stand dann alles bereit für den Dreh. Jetzt blieb nur noch zu hoffen, dass auch das Wetter auf unserer Seite sein würde.

DIE DREHTAGE

Nach Wochen der Vorbereitung konnte es endlich losgehen. Insgesamt standen elf Drehtage auf dem Programm, verteilt auf verschiedene Locations, Tageszeiten und Wetterbedingungen.

Es waren intensive, lange Drehtage – teilweise von früh am Morgen bis tief in die Nacht. Zwischen Locationwechseln, Materialtransporten, Lichtanpassungen, unzähligen Takes und täglicher Datensicherung war immer viel gleichzeitig los. Dazu kam Social Media, das parallel bespielt wurde, während das Set laufend wieder umgebaut oder angepasst werden musste.

Nach und nach hat sich aber eine Routine eingestellt. Abläufe gingen schneller, Entscheidungen wurden direkter, und vieles lief eingespielter. Licht wurde gezielter gesetzt, die Kamera fand schneller die passenden Einstellungen und auch das Verkabeln oder Aufbauen ging irgendwann fast automatisch.

Trotzdem war es nicht nur angenehm. Der Schlaf wurde weniger und die Arme schwerer. Gimbal, Tonangel und Material schleppen haben sich irgendwann deutlich bemerkbar gemacht, aber die Stimmung blieb gut. Alle waren im gleichen Modus und haben gemeinsam durchgezogen.

Weitere Einblicke hinter die Kulissen gibt es auf unserem Instagram-Kanal:
📷 @nachhall_film

Nach dem letzten Take begann der eigentliche Ablauf erst: Akkus laden, Speicherkarten sichern, Material prüfen und zur nächsten Location oder ins Lager transportieren. Gleichzeitig wurden alle Daten auf mehrere Festplatten kopiert und der nächste Drehtag bereits vorbereitet.

Je näher das Ende der Drehtage kam, desto mehr ging es dann aber auch Richtung Vorfreude endlich zu sehen, wie alles zusammenkommt.

POSTPRODUCTION

Nach den Drehtagen war das Projekt aber noch lange nicht fertig. Eigentlich hat die nächste Phase direkt danach begonnen – einfach ohne Set, aber mit nicht weniger Aufwand.

Als erstes wurde das ganze Material gesichtet und sauber nach Szenen sortiert. Dazu kam eine erste Szenenübersicht, damit überhaupt klar wurde, was alles da ist und wie sich das später zusammensetzen lässt. Parallel dazu ging es schon in den Rohschnitt, oft begleitet von vielen langen Nächten vor dem Laptop.

Während im Schnitt immer wieder neu entschieden und ausprobiert wurde, liefen andere Dinge parallel weiter: Musik wurde gesucht und getestet, Voice-Over aufgenommen. Social Media wurde weiterhin bespielt und BTS-Material geschnitten, während gleichzeitig die Webseite Schritt für Schritt aufgebaut wurde, damit der interaktive Film dort überhaupt funktionieren kann.

Nach und nach hat man zum ersten Mal wirklich gesehen, was entstanden ist – auch wenn vieles noch roh war und sich ständig verändert hat. Danach ging es weiter mit Feinschnitt, Korrekturen und vielen kleinen Anpassungen, oft nach Feedback im Team oder nach erneuten Sichtungen.

Auch ein Cover-Shooting und der finale Abspann gehörten noch dazu, bevor alles langsam Richtung Abschluss ging: Export, letzte Kontrolle und Vorbereitung für die Veröffentlichung.

DAS ENDPRODUKT

Nach all den Drehtagen, Nächten im Schnitt und unzähligen schönen Momenten im Team, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden, ist dieses Projekt nun abgeschlossen.

Jetzt bleibt nur noch eines: «Nachhall» selbst zu erleben. Viel Spass beim Eintauchen in den interaktiven Kurzfilm auf der Webseite:

▶️ https://nachhall-film.ch

VIELEN DANK

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an unser gesamtes Team, allen Helfer:innen vor und hinter der Kamera sowie allen Personen, die uns während der Produktion unterstützt haben. Ohne diese Personen wäre das Projekt nicht möglich gewesen.

Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung haben unzählige Menschen Zeit, Energie und Herzblut in dieses Projekt investiert.

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Schauspieler:innen. Mit ihrem Vertrauen, ihrer Geduld und ihrem Engagement haben sie «Nachhall» erst zum Leben erweckt.

Danke Lilly Hartmann als Lexie, Jakob Kos als Sam, Fabiola Octavia Strugalla als Luna, Nellie Hächler als Thea

(mbi)

Bereits zu Beginn des Semesters war uns bewusst, dass «Nachhall» ein ambitioniertes Projekt werden würde. Was wir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht abschätzen konnten, war der tatsächliche Umfang, den die Umsetzung eines interaktiven Kurzfilms mit sich bringen würde.

Über das gesamte Semester hinweg investierten wir als Team weit mehr Zeit in das Projekt, als ursprünglich vorgesehen war. Jede Person brachte sich mit viel Eigeninitiative, Motivation und Herzblut ein, um das gemeinsame Ziel zu erreichen und das bestmögliche Ergebnis zu schaffen.

Dabei beschränkte sich der Aufwand nicht nur auf die eigentlichen Drehtage. Planung, Organisation, Kommunikation, Vorbereitung, Postproduction, Webseitenentwicklung, Social Media und zahlreiche weitere Aufgaben begleiteten das Projekt über mehrere Monate hinweg. Rückblickend wurde schnell klar, dass die sichtbaren Minuten des fertigen Films nur einen kleinen Teil der tatsächlich geleisteten Arbeit darstellen.

Im Folgenden möchten wir die wichtigsten Arbeitsbereiche, Herausforderungen und Erkenntnisse aus dem Projekt näherbringen.

Organisation
Nachdem Jessica und Thierry das Konzept und das Drehbuch für «Nachhall» im Herbstsemester 2025 finalisiert hatten, stand in diesem Semester die Planung und die Umsetzung an. Da früh klar war, wie gross das Projekt werden würde, wurde das Team bereits im Vorsemester zusammengestellt.

Dadurch konnten die verschiedenen Bereiche früh besetzt und Verantwortlichkeiten definiert werden. Gleichzeitig war es möglich, die individuellen Stärken der einzelnen Teammitglieder gezielt einzusetzen und so ein Team zusammenzustellen, das die unterschiedlichen Anforderungen eines interaktiven Kurzfilms abdecken konnte.

Aufgabenverteilung
Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Team verteilten sich wie folgt:

  • Regie: Thierry Ehrsam, Jessica Häseli
    Planung, Weiterentwicklung des Drehbuchs, kreative Leitung, Kommunikation mit Schauspieler:innen, Locations und Team
  • Regieassistenz: Melanie Bürgin
    Assistenz während des Drehs am Set
  • Regieassistenz: Selina Schöpfer
    Unterstützung bei Planung und Organisation
  • Kamera: Jana Gerber, Max Hutmacher, Jessica Häseli
    Erstellung der Shotlists, Vorbereitung und Test des Kameraequipments sowie Umsetzung während der Produktion
  • Ton: Selina Schöpfer, Alina Gerber
    Vorbereitung und Test des Audioequipments, Tonaufnahme am Set sowie technische Betreuung des Audiobereichs
  • Licht: Melanie Bürgin, Max Hutmacher, Thierry Ehrsam
    Planung und Umsetzung der Lichtstimmungen, Vorbereitung und Test des Lichtequipments sowie Betreuung während der Dreharbeiten
  • Maske & Kostüm: Laura Seger, Rebecca Baumberger
    Planung der Looks, Outfitkoordination sowie Maske während der Dreharbeiten
  • Setdesign & Runner: Laura Seger, Rebecca Baumberger
    Locationsuche, Kommunikation mit Locations, Organisation von Requisiten sowie Unterstützung bei Transporten und Setumbauten oder wo es sonst noch noch Hilfe brauchte
  • Runner: Mathis Tobler, Benjamin Zuberbühler
    Unterstützung der verschiedenen Departments (Licht, Audio) während der Dreharbeiten
  • Social Media: Laura Seger, Alina Gerber
    Betreuung des Instagram-Kanals, Planung und Veröffentlichung von Beiträgen sowie Produktion von Behind-the-Scenes-Inhalten
  • Website: Thierry Ehrsam
    Entwicklung und Umsetzung der Projektwebseite inklusive des interaktiven Webplayers
  • Postproduction: Mathis Tobler, Benjamin Zuberbühler
    Rohschnitt, Feinschnitt, Sound Design, Color Grading sowie Exporte in unterschiedlichen Formaten für die Veröffentlichung
  • Fotoshooting: Jana Gerber, Thierry Ehrsam, Laura Seger
    Planung Plakat- und Portraitshooting, Umsetzung (Kamera, Licht und Kostüm) und Nachbearbeitung

Besonders dankbar sind wir zudem für die Unterstützung von Stella Bollinger, die uns an zwei vollen Drehtagen im Bereich Ton ausgeholfen und das Team dadurch wesentlich entlastet und unterstützt hat.

Für die interne Kommunikation wurden mehrere WhatsApp-Gruppen mit unterschiedlichen Funktionen eingerichtet. Zusätzlich entstand eine zentrale OneDrive-Ablage, über welche Dokumente, Drehpläne, Shotlists, Protokolle und weitere Projektunterlagen jederzeit für alle Teammitglieder verfügbar waren.

Planung und Vorbereitung
Nach der Zusammenstellung des Teams begann die Planung der Drehtage und des benötigten Materials. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde schnell klar, dass die Organisation des Projekts eine der grössten Herausforderungen werden würde. Schliesslich mussten die Termine eines elfköpfigen Teams, vier Schauspieler:innen sowie mehrerer Statist:innen unter einen Hut gebracht werden.

Bevor die Rollen endgültig vergeben werden konnten, führten wir mit den interessierten Schauspieler:innen des Schauspieljahrgangs der HKB persönliche Kennenlerngespräche. Dabei ging es weniger um ein klassisches Casting als vielmehr darum, die Personen hinter den Rollen kennenzulernen, die Erwartungen beider Seiten zu besprechen und herauszufinden, wer am besten zu den jeweiligen Figuren passt. Über diesen Weg konnten wir schliesslich die Schauspieler:innen für «Nachhall» gewinnen.

Gemeinsam mit ihnen und dem gesamten Team wurden anschliessend die möglichen Drehtage sowie zusätzliche Ersatzdaten abgestimmt. Gerade bei einer Produktion mit mehreren Locations und vielen beteiligten Personen war es wichtig, flexibel zu bleiben und verschiedene Szenarien bereits im Voraus mitzudenken. Deshalb wurden für im Mai noch Ersatzdrehtage definiert, falls das Wetter nicht mitmachte oder es andere unvorhergesehene Probleme gibt.

Doch bevor überhaupt gedreht werden konnte, wartete noch viel organisatorische Arbeit. In Bern wurden verschiedene Locations gesucht, besichtigt und angefragt. Da das Projekt ohne Budget umgesetzt wurde, waren wir dabei auf die Unterstützung von Privatpersonen und Betrieben angewiesen, die uns ihre Räumlichkeiten für die Dreharbeiten zur Verfügung stellten. Umso mehr freute es uns, dass wir schliesslich alle benötigten Drehorte realisieren konnten.

Parallel dazu entstanden Shotlists, Materiallisten, Drehpläne sowie Konzepte für die Datensicherung und die spätere Postproduction. Es wurden Materialtesttage durchgeführt, Outfits geplant und getestet, Requisiten organisiert, Einkäufe erledigt und die Verpflegung für die Drehtage vorbereitet. Auch die Social-Media-Kommunikation wurde bereits in dieser Phase aufgegleist, damit das Projekt von Anfang an dokumentiert werden konnte.

Bis zum ersten Drehtag vergingen zahlreiche Teamsitzungen, Coachings und Materialtests. Rückblickend wurde uns bewusst, wie viel Arbeit bereits geleistet wurde, bevor die erste Klappe überhaupt fiel.

Produktion
Als die eigentliche Produktion begann, waren wir alle etwas angespannt. Gleichzeitig freuten wir uns aber auch darauf, endlich mit den Dreharbeiten zu starten. Insgesamt drehten wir mit den Schauspieler:innen an elf Drehtagen, verteilt auf elf unterschiedliche Locations und begleitet von einem elfköpfigen Team. Dabei waren wir auf freiwillige Statist:innen sowie Privatpersonen angewiesen, die uns ihre Locations zur Verfügung stellten. Ohne diese Unterstützung hätte das Projekt in diesem Umfang nicht realisiert werden können.

Wir drehten jeweils von früh am Morgen bis teilweise spät in die Nacht. Gleichzeitig liefen im Hintergrund viele weitere Prozesse weiter: Shotlists wurden ergänzt, einzelne Szenen mussten umgeplant werden, Material wurde zwischen den Drehorten transportiert, Speicherkarten gesichert und die Daten mehrfach abgespeichert. Parallel dazu entstanden täglich neue Social-Media-Beiträge, um die Produktion laufend zu dokumentieren.

Neben dem regulären Semesterbetrieb und weiteren Projekten spielten wir uns als Team immer mehr ein. Die Abläufe wurden eingespielter, das gegenseitige Verständnis grösser und viele Arbeitsschritte funktionierten mit jedem Drehtag besser. Trotz der langen Tage blieb die Freude an der Produktion bestehen und machte vieles einfacher.

Rückblickend können wir sagen, dass die Dreharbeiten ohne grössere Zwischenfälle umgesetzt werden konnten. Das Wetter spielte an allen Drehtagen mit, die Locations funktionierten wie geplant und auch das Material konnte zuverlässig eingesetzt werden. Besonders positiv war für uns die Zusammenarbeit im Team. Über die Wochen hinweg konnten wir nicht nur gemeinsam an einem Film arbeiten, sondern auch voneinander lernen, uns gegenseitig unterstützen und als Team näher zusammenwachsen.

Natürlich lief nicht immer alles perfekt. Wir machten Fehler, mussten umdenken, improvisieren und immer wieder neue Lösungen finden. Gleichzeitig haben wir dadurch enorm viel gelernt, uns in neuen Situationen ausprobiert und viele Erfahrungen gesammelt, die wir in zukünftige Projekte mitnehmen können. Die Drehtage waren intensiv, fordernd und teilweise auch anstrengend.

Doch nach dem letzten Drehtag war das Projekt noch lange nicht abgeschlossen. Kurz darauf begann bereits die nächste Phase: die Postproduction.

Postproduction
Nach den Drehtagen mit fast 1 TB an Daten ging es direkt weiter in die Postproduction. Die wohl grösste Herausforderung dabei war die Struktur des Projekts selbst. Da es sich bei «Nachhall» um einen interaktiven Kurzfilm mit mehreren Handlungssträngen handelt, musste nicht nur ein Film geschnitten werden, sondern gleich mehrere mögliche Verläufe der Geschichte.

Für die Postproduction bedeutete das unterschiedliche Entscheidungen während des Films, mehrere Enden, Szenen, die je nach Handlungsstrang anders geschnitten werden mussten, sowie Sequenzen, die aus verschiedenen Richtungen wieder in dieselbe Geschichte zurückführen. Dazu kamen zahlreiche Shots, Takes und Szenen aus elf Drehtagen, die zuerst gesichtet, organisiert und richtig zugeordnet werden mussten.

Dank der sauberen Ordnerstruktur sowie den detaillierten Cutter Reports der einzelnen Drehtage konnten die verschiedenen Stränge Schritt für Schritt zusammengesetzt werden. Trotzdem vergingen viele lange Tage, vor allem aber viele lange Nächte vor dem Bildschirm.

Von der Musiksuche über die Musikauswahl, den Rohschnitt, Feinschnitt, Color Correction, Color Grading und das Abmischen des Tons bis hin zu unzähligen Korrekturen und Anpassungen durchlief der Film immer wieder neue Versionen. Einzelne Szenen wurden überarbeitet, Abläufe angepasst und die verschiedenen Entscheidungswege regelmässig auf der Webseite getestet, um sicherzustellen, dass die Interaktivität wie geplant funktioniert. Nach ersten Screenings folgten weitere Anpassungen und Optimierungen.

Neben dem eigentlichen Schnitt kamen weitere Aufgaben dazu: Credits erstellen, Rechte und Freigaben einholen, Danksagungen ergänzen und das fertige Projekt für die Veröffentlichung vorbereiten.

Parallel dazu entstand aus dem Social-Media- und Behind-the-Scenes-Material ein eigenes BTS-Video. Für uns war dies ein schöner Rückblick auf die vielen gemeinsamen Momente und die Entstehung von «Nachhall».

Website
Während die Postproduction in vollem Gange war, entstand parallel dazu die Webseite für «Nachhall». Da der Film interaktiv funktioniert, war die Webseite nicht nur eine Plattform für die Veröffentlichung, sondern ein zentraler Bestandteil des Projekts.

Zuerst wurde das Design in Figma entworfen, bevor die Webseite anschliessend von Grund auf aufgebaut wurde. Der Webplayer musste so entwickelt werden, dass die verschiedenen Entscheidungswege und Handlungsstränge korrekt miteinander verknüpft werden und die Zuschauer:innen den Film mehrfach mit unterschiedlichen Entscheidungen erleben können. Entsprechend wurde die Webseite laufend getestet und gemeinsam mit den verschiedenen Filmversionen weiterentwickelt.

Abschluss
Gegen Ende des Projekts standen noch einige letzte Aufgaben an. Für die Webseite, die Veröffentlichung und die Werbematerialien organisierten wir ein Fotoshooting, bei dem verschiedene Coverbilder, Plakatmotive und Portraits der Schauspieler:innen entstanden.

Parallel dazu wurden weitere Inhalte für Social Media erstellt und veröffentlicht, darunter auch ein Teaser für den Film. Zudem liefen die letzten Vorbereitungen für die Veröffentlichung sowie die Planung einer gemeinsamen Premiere, damit das Projekt zeitnah mit allen Mitwirkenden erstmals auf der grossen Leinwand gezeigt werden kann.

Learnings
Während der Produktion und Postproduction konnten wir viele wertvolle Erfahrungen sammeln, die wir in zukünftige Projekte mitnehmen werden:

  • Material möglichst früh kontrollieren: Aufnahmen sollten nach einem Drehtag möglichst zeitnah gesichtet werden. So können Probleme wie Vignettierungen durch ND-Filter, falsche Kameraeinstellungen oder unerwartete Qualitätsverluste früh erkannt und gegebenenfalls noch korrigiert werden.
  • Klare Strategie für SD-Karten festlegen: SD-Karten sollten konsequent nach einem definierten Workflow verwendet und formatiert werden. Unterschiedliche Vorgehensweisen während der Produktion können zu Unsicherheiten und unnötigem Mehraufwand führen.
  • Mehr Zeit für Audio-Tests einplanen: Gerade bei anspruchsvollen Locations lohnt es sich, zusätzliche Testaufnahmen durchzuführen. Idealerweise werden dabei bereits die späteren Outfits getragen, um mögliche Störgeräusche oder technische Probleme frühzeitig zu erkennen.
  • Mikrofone und mögliche Störquellen im Voraus prüfen: Je nach Location und eingesetztem Equipment können Störsignale auftreten. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den eingesetzten Mikrofonsystemen und möglichen Alternativen kann spätere Probleme verhindern.
  • Organisation und Regie stärker trennen: Die Kombination aus kreativer Leitung und organisatorischer Verantwortung kann bei grösseren Projekten schnell anspruchsvoll werden. Für zukünftige Produktionen würden wir die Kommunikation und Organisation noch klarer von den Regieaufgaben abgrenzen, damit beide Bereiche ihre volle Aufmerksamkeit erhalten können.

Fazit
Rückblickend können wir sagen, dass «Nachhall» uns alle mehr gefordert hat, als wir zu Beginn erwartet hatten. Gleichzeitig war es aber auch eines der Projekte, bei denen wir am meisten lernen, ausprobieren und erleben durften.

Von der ersten Planung über die Drehtage bis zur fertigen Webseite war das Projekt geprägt von unzähligen Stunden Arbeit, vielen Herausforderungen aber vor allem sehr viel Herzblut von allen Beteiligten. Dabei entstanden nicht nur ein interaktiver Kurzfilm und eine Webseite, sondern auch viele Erfahrungen, die wir in zukünftige Projekte mitnehmen werden.

Besonders wertvoll war für uns die Zusammenarbeit im Team. Über die Monate hinweg konnten wir voneinander lernen, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam etwas erschaffen, auf das wir alle stolz sind.

Jetzt freuen wir uns darauf, «Nachhall» mit dem Publikum zu teilen und sind gespannt auf die Reaktionen und darauf, welche Wege das Projekt in Zukunft noch einschlagen wird.