Multimedia Award 2025 – Eventfotografie
In diesem Projekt habe ich den Multimedia Award 2025 fotografisch über einen ganzen Tag begleitet, vom Aufbau über die Proben bis zur Award-Show und der Afterparty. Ziel war es, den gesamten Ablauf und die Atmosphäre des Events visuell festzuhalten, als Erinnerung und Rückblick für das Organisationsteam, die Beteiligten sowie für das Publikum.
Eventfotografie finde ich sehr spannend und herausfordernd, weil die meisten Situationen nicht planbar sind und wichtige Momente nicht wiederholt werden können. Beim Multimedia Award kam hinzu, dass ich die Location im Voraus gar nicht kannte, weder die Lichtverhältnisse noch die Raumgrösse. Zudem war es das erste Mal, dass ich einen solchen Event fotografisch begleitet habe. Ich musste mich vor Ort, in THE HALL in Dübendorf, entsprechend schnell orientieren und flexibel reagieren.









Um auf unterschiedliche Situationen vorbereitet zu sein, nahm ich für die Sony Alpha 7 IV zusätzliche Objektive mit, um sowohl Übersichtsaufnahmen als auch Porträts und Detailmomente fotografieren zu können. Benutzt habe ich vor allem das Sony Teleobjektiv mit einer Brennweite bis 200 mm, das Weitwinkelobjektiv mit Festbrennweite und einer Blende von f/1.4 sowie ein Standardobjektiv bis 70 mm. Zusätzlich hatte ich für die Afterparty ein Canon Speedlite dabei. Letztendlich benötigte ich den Blitz jedoch kaum, da das vorhandene Licht ausreichend war und ich dank des lichtstarken Objektivs auch in dunkleren Situationen gut arbeiten konnte.









Während des Tages entstanden sehr viele Bilder. Neben den zentralen Momenten der Award-Show dokumentierte ich auch das Geschehen rundherum: den Aufbau der Jahrmarkt-Stände, das Vorbereiten der ganzen Deko, die Moderationsproben und all die kleinen Szenen zwischen Essen, Getränken und Sponsorenpräsenz. Gerade diese Vielfalt machte den Tag fotografisch spannend, aber die spätere Bildauswahl besonders anspruchsvoll.












Zusätzlich stand ich unter Zeitdruck, da ein Teil der Bilder innerhalb von 24 Stunden für Social Media bereitstehen musste und die restlichen Aufnahmen nur wenige Tage später geliefert werden sollten. Es fiel mir nicht leicht, aus der grossen Menge an Bildern eine klare Auswahl zu treffen.
Für die Bearbeitung konzentrierte ich mich auf das Wesentliche und nutzte eine einfache Fotoanwendung auf meinem Laptop. Besonders bei den Aufnahmen der Afterparty war ich im Nachhinein froh, dass ich die Bilder sowohl im JPEG- als auch im RAW-Format gespeichert hatte. Je nach Lichtverhältnissen liessen sich gewisse Fotos aus den RAW-Dateien deutlich besser optimieren. Schlussendlich stellte ich aus den Bildern eine Auswahl zusammen, die den Event möglichst vielseitig zeigt.
Hier geht es zur finalen Bildergalerie des Multimedia Awards 2025!
(vha)
Rückblickend war die Eventfotografie beim Multimedia Award vor allem durch Zeitdruck und hohe Erwartungen geprägt. Da ich die Location im Voraus nicht kannte, musste ich mich vor Ort sehr schnell an Lichtverhältnisse, Raumgrösse und Abläufe anpassen. Dadurch blieb in gewissen Situationen wenig Zeit, um verschiedene Perspektiven auszuprobieren oder Bildideen weiterzuentwickeln.
Eine zusätzliche Herausforderung waren die inhaltlichen Vorgaben. Bestimmte Personen, Programmpunkte und insbesondere Sponsoren mussten zwingend fotografiert werden. Das erzeugte Druck, weil ich nicht nur die Atmosphäre des Events einfangen wollte, sondern gleichzeitig sicherstellen musste, dass alle Pflichtmotive abgedeckt sind. Teilweise hatte ich zudem das Gefühl, es allen fotografierten Personen recht machen zu müssen beziehungsweise jede mindestens einmal abbilden zu müssen.
Auch die enorm grosse Bildmenge machte den Prozess anspruchsvoll. Das Aussortieren dauerte sehr lange, und es war nicht immer einfach, konsequent zu reduzieren. Schlussendlich musste ich akzeptieren, dass nicht jedes Bild perfekt ist und nicht jede Person in der finalen Auswahl gleich stark vertreten sein kann. Gerade diese Entscheidung, sich bewusst für die besten Bilder zu entscheiden und anderes wegzulassen, war ein wichtiger Teil des Lernprozesses.
Insgesamt hat mir das Projekt gezeigt, wie anspruchsvoll Eventfotografie sein kann, wenn man gleichzeitig dokumentieren, ästhetisch arbeiten und organisatorische Anforderungen erfüllen muss. Für zukünftige Aufträge möchte ich noch gezielter planen, früh klare Prioritäten setzen und den Auswahlprozess während des Events strukturierter vorbereiten, um weniger unter Druck zu geraten.