mmp x ccc – eine visuelle Kommunikation

Im Rahmen dieses Semesters hatte ich die Gelegenheit, für den Coffee Coaching Club (CCC) in Bern Inhalte für verschiedene analoge und digitale Medien zu gestalten und konnte so einmal in der Praxis testen was Multimedia Production bedeutet. 


Der CCC ist seit 2021 im Berner Mattequartier zu Hause und besteht nicht nur aus einem gemütlichen Coffee-Space, sondern auch aus einem grossen Showroom mit allem, was das Kaffee-Herz begehrt. Seit Anfang 2025 wird der Kaffee ausserdem selbst geröstet und Mitte des Jahres wurden die Türen an einem zweiten Standort in Zürich geöffnet. 
Ein grosser Bestandteil ist auch der exklusive Vertrieb von (Kaffee-)Marken in der Schweiz. 
Genau wie der CCC selbst sind auch diese Projekte alle sehr dynamisch, flexibel und spontan entstanden. Was erst als einmaliges analoges Plakat angefangen hat, entwickelt sich schnell zu nochmal einer neuen Idee. Und nochmal einer neuen Idee. Und nochmal einer alten Idee neu gedacht. 

Da der CCC bereits eine grosse Webpräsenz hat und auch teilweise Social-Media-Content macht, waren die grundlegenden Rahmenbedingungen des Corporate Designs bereits definiert. Ein funktionierendes Logo inklusive Zusatz sowie eine passende Typografie waren vorgegeben. Innerhalb dieses gestalterischen Rahmens übernahm ich die Konzeption, Gestaltung und Koordination sämtlicher Inhalte, die ich umgesetzt habe. Trotz des bestehenden CDs blieb mir viel Freiraum in der Ausgestaltung einzelner Formate und Anwendungen.

Meine Aufgaben umfassten ein breites Spektrum an Inhalten:

Über alle Formate hinweg übernahm ich neben der visuellen Gestaltung auch inhaltliche Anpassungen, etwa das Umformulieren, Kürzen oder Verdichten von Texten, damit diese zur Marke, zum Medium und zur jeweiligen Zielgruppe passen.

(abb)

Die Zusammenarbeit mit dem Coffee Coaching Club war sehr dynamisch, offen und kreativ. Die Inhaber:innen sind spontan, ideenreich und jederzeit bereit, neue Ansätze auszuprobieren. Diese Offenheit war äusserst inspirierend, führte aber auch dazu, dass sich Prozesse verlängerten. Häufig entstanden im Austausch neue Ideen, frühere Ansätze wurden wieder aufgegriffen oder verworfen, und Inhalte mussten entsprechend mehrfach angepasst werden. Das Resultat war eine intensive, interaktive Zusammenarbeit, die zwar zeitaufwendig, aber inhaltlich sehr wertvoll war.

Ein besonders zeitintensiver Teil des Projekts waren die neuen Aufsteller und Menükarten. Diese wurden kurzfristig umgesetzt, da parallel ein neues Ladenkonzept lanciert wurde. Ich übernahm deshalb nicht nur die Gestaltung, sondern auch Druck, Plotten und Schneiden selbst. Da es unterschiedliche Karten für Bern und Zürich gab sowie zusätzliche Karten für Special-Drinks und Kaffeebohnen, entstand eine entsprechend hohe Stückzahl. Der Plotter kann keine A5-Formate direkt ausgeben, weshalb alle Karten von grossen Bögen einzeln zugeschnitten werden mussten. Ein etwas zeitaufwändiger und mühsamer Teilprozess, der in zukünftigen Projekten, durch eine frühere Planung, definitiv ausgelagert werden kann.

Auch die Videoproduktionen stellten eine grosse Herausforderung dar. Zwar verfüge ich aus dem Studium über Grundlagen im audiovisuellen Arbeiten, hatte jedoch bislang kaum praktische Erfahrung mit Premiere Pro. Schnitt, Color Grading und Export waren somit Neuland und der Workflow geriet teilweise etwas ins Stocken. Besonders das Color Grading erwies sich als komplex, da das Material unter sehr unterschiedlichen Lichtbedingungen aufgenommen wurde und ich mit S-Log gefilmt habe. Trotz der zeitlichen Belastung war dieser Prozess sehr lehrreich und hat mir ein tieferes Verständnis für audiovisuelle Postproduktion vermittelt.

Positiv hervorzuheben ist, dass meine Hassliebe zu VS Code sich ein wenig von «Hass» distanziert hat. Nach dem letzten Semester hatte meine Begeisterung für die Umsetzung des Website-Zusatzes sich vorerst in Grenzen gehalten. Jedoch konnte ich aus meinen Fehlern lernen und bin das Ganze dieses Mal deutlich strukturierter und konzeptioneller angegangen.
Das Ziel war es, die Komplexität vorerst hintanzustellen und die Funktionen, welche dieses Projekt erfüllen sollte, sauber aufzubauen und umzusetzen.

Abschliessend ist noch anzumerken, dass viele der produzierten Inhalte bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Der Coffee Coaching Club befindet sich aktuell in einer Phase der Neuausrichtung seiner Marketingstrategie, die ab 2026 neu aufgerollt wird. Da sich der Projektzeitraum verlängert hat, konnten die Inhalte im Jahr 2025 nicht mehr integriert werden. Sie sind jedoch weiterhin vorgesehen und werden zu einem späteren Zeitpunkt genutzt. Aus diesem Grund habe ich die Inhalte hier ungelistet hochgeladen, um sie dennoch im Rahmen dieses Moduls dokumentieren zu können.