Marienkäfermomente – die Magie des Gewöhnlichen

Unser Alltag ist voller schöner, kleiner Momente, die wir im täglichen Wirbel oft übersehen. Doch gerade diese unscheinbaren Augenblicke sind es, die uns zum Lächeln bringen, kurz staunen lassen oder zum Innehalten anregen.

Dieser Animationsfilm lädt dazu ein, unseren Alltag mit allen Sinnen wahrzunehmen. Sind es doch diese kleinen, scheinbar banalen Augenblicke, die einen Moment von Zufriedenheit und Ruhe auslösen können. In einer Welt, die sich immer schneller zu drehen scheint, wo viele Momente von Eile und digitaler Ablenkung geprägt sind, ist es umso wichtiger, einmal innezuhalten und die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Symbolisch führt ein Marienkäfer durch diesen kleinen Animationsfilm. Er fliegt von einem Ort zum nächsten und macht auf die alltäglichen, kostbaren Momente aufmerksam. Solche Momente können beispielsweise die ersten Sonnenstrahlen nach einem regnerischen Tag sein, der Geruch nach Regen an einem warmen Sommerabend, ein Lächeln, ein gutes Gespräch an einer Bushaltestelle oder das Zirpen einer Grille – unser Alltag ist voll von solchen magischen Augenblicken.

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Marienkäfermomente – die Magie des Gewöhnlichen

(eli)

Idee & Konzept
Da ich Procreate oft zum Zeichnen benutze, war ich auf die Einführung der neuen App Procreate Dreams gespannt. Neben Studium und Arbeit hatte ich aber nicht genügend Zeit, das Programm auszuprobieren. Daher nutzte ich die Chance, im Rahmen von Digezz das Programm kennenzulernen. Inspiriert von einem YouTube-Video von Aaron Blaise, das reale und fiktive Welten vereint, entschied ich mich, illustrierte Elemente aus Procreate in Fotos oder Videos zu animieren. Meine Animation sollte eine Aussage haben, eine Geschichte erzählen und möglichst viele Bereiche in Procreate Dreams abdecken, damit ich das Programm kennenlerne. Die Idee für die Geschichte kam mir an einem Morgen, als mich auf dem Weg zur Bushaltestelle fröhliches Vogelgezwitscher begrüsste. Das empfand ich als einen guten Start in den Tag. Im Bus zur Arbeit entwickelte sich dann die Idee, mit dem Animationsfilm auf die kleinen magischen Alltagsmomente aufmerksam zu machen.

Umsetzung
Ich erstellte die Illustrationen in Procreate und nahm Fotos und eine Videosequenz mit meinem Handy auf. Anschliessend importierte ich das Footage ins Procreate Dreams. Um auf dem relativ kleinen iPad-Bildschirm effizient arbeiten zu können, verwendete ich mehrere Procreate Dreams Dateien, um das viele Scrollen zu reduzierte. Am Schluss fügte ich die einzelnen Procreate Dreams Dateien in Premiere Pro zusammen. Das Audio, welches ich für den Animationsprozess in Procreate Dreams importierte, um passend zur Musik zu animieren, exportierte ich aber nicht aus Procreate Dreams, sondern fügte es später wieder in Premiere Pro hinzu. Danach bearbeitete ich das Audio in Premiere Pro. Die Musik habe ich in der Audio-Mediathek von YouTube bezogen sowie die Ambis und Effekte von der BBC-Datenbank. In Procreate Dreams nutzte ich alle drei Animationstechniken: Frame by Frame, Keyframe und Performing. Ebenfalls benutze ich für den Regenbogen eine Ebenenmaske.

Herausforderungen
Trotz der Möglichkeit zu zoomen oder sich nur einen einzelnen Layer anzeigen zu lassen, gestaltete sich die Arbeit aufgrund der kleinen Darstellung als umständlich. Die Arbeit an einem grossen Bildschirm ist deutlich angenehmer.

Zudem stiess ich auf Schwierigkeiten beim Easing. Obwohl ich die Einstellungen zwischen einzelnen Keyframes vornehmen konnte, war das Ergebnis nicht immer eindeutig. Manchmal sah ich praktisch keinen Unterschied. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob ich diese Funktion korrekt angewendet habe. Die Easing-Funktion erscheint mir in After Effects viel klarer.

Mein Computer war zeitweise ein wenig überlastet, wodurch alles «geruckelt» hat. Ich war dann jeweils nicht mehr sicher, habe ich einen Schlenker in meiner Animation oder ruckelt mein Computer.

Eine weitere Herausforderung war, dass Procreate Dreams nicht mit Premiere Pro verknüpft ist. Wenn in der Animation eine Änderung vorgenommen wird, muss die Datei wieder neu in Premiere Pro importiert werden. Das ist bei After Effects um ein Vielfaches angenehmer.

Anfangs hatte ich auch ein wenig Probleme, das richtige Gefühl für die Zeit der Animation zu entwickeln. Mein Zeitgefühlt auf einem kleinen Bildschirm war irgendwie anders, als wenn ich eine Animation auf einem grossen Bildschirm sehe. Oft habe ich dann einzelne Sequenzen exportiert, um diese am grossen Bildschirm anzuschauen und habe dann auf dem iPad die Geschwindigkeit der Animation angepasst.

Das Audio empfand ich ebenfalls als eine Herausforderung. Die Ambis und Effekte sowie die Musik sollten von der Lautstärke her harmonisch klingen und ich war mir manchmal nicht mehr sicher, ob gewisse Stellen zu laut oder zu leise waren oder ob das Gesamtbild passt. Ich orientierte mich zwar an den Audiopegel, aber die Unsicherheit blieb bis zuletzt.

Fazit
Procreate Dreams ist toll, aber ich werde die App zukünftig nur für kurze kleinere Animationen oder beispielsweise Loop-Animation verwenden. Für umfangreichere Projekte, wo auch eine Verknüpfung zu Premiere Pro sinnvoll ist, bevorzuge ich After Effects, da die Programme miteinander verbunden sind und es weniger «niffelig» ist.

Für kleine Animationen ist es jedoch sehr praktisch, auch weil man es direkt auf dem iPad bedienen kann und weil die Illustrationen von Procreate direkt importiert werden können. Zudem ist der Einstieg in Procreate Dreams schnell erlernbar und es vermittelt ein gutes Grundverständnis für Animation, was auch für das Animieren in After Effects hilfreich ist.