Mallele – Der Weg zum Megapark (Weiterentwicklung) (Bilder skalieren/komprimieren)
Zusammenfassung
Dieses Projekt knüpft direkt an den digezz-Beitrag „Mallele – Der Weg zum Megapark“ aus dem letzten Semester an. Bereits damals war klar, dass es sich nicht um ein abgeschlossenes Projekt handelt, sondern um einen langfristigen Prozess mit einem konkreten Ziel: einen eigenen Song inklusive Musikvideo zu produzieren und diesen schlussendlich an den Megapark auf Mallorca zu senden.
Im aktuellen Semester lag der Fokus auf der Weiterentwicklung, Professionalisierung und Umsetzung des Konzepts. Während im letzten Semester vor allem die Idee, das Narrativ und die Vision im Zentrum standen, ging es nun darum, diese Vision praktisch umzusetzen: musikalisch, visuell und strategisch.
Projektbeschreibung & Prozess
Ein zentraler Bestandteil dieses Semesters war die intensive Arbeit im Tonstudio. Insgesamt verbrachten wir drei Studio-Sessions à drei bis fünf Stunden, in denen der Song aufgenommen, geschnitten und mehrfach überarbeitet wurde. Bereits in dieser Phase zeigte sich, wie komplex Musikproduktion ist: Kleine Anpassungen an Text, Rhythmus oder Betonung hatten oft grosse Auswirkungen auf den gesamten Song, weshalb viele Entscheidungen mehrfach diskutiert und neu getroffen wurden.
Begleitend dazu fanden sieben ausführliche Meetings statt, in denen wir Feedback sammelten, Versionen verglichen und den Song über mehrere Stunden hinweg weiterentwickelten. Da mehrere Personen mit unterschiedlichen Meinungen und musikalischen Vorstellungen involviert waren, nahm dieser Abstimmungsprozess viel Zeit in Anspruch, war jedoch notwendig, um zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.
Parallel zur musikalischen Arbeit wurde das Musikvideo konzipiert. Das visuelle Konzept sieht vor, dass Gina und ich in verschiedene Rollen schlüpfen und unterschiedliche Typen von Menschen darstellen, die den Megapark besuchen. Am Ende des Videos soll sichtbar werden, wie vielfältig dieses Publikum ist. Ziel ist es, den Song nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines grösseren erzählerischen Gesamtkonzepts.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war die Entwicklung eines Maskottchens für den Song. Dieses Element wurde mehrfach neu gedacht und überarbeitet. Nach verschiedenen gestalterischen Ansätzen entschieden wir uns schliesslich bewusst dafür, mit künstlicher Intelligenz zu arbeiten, um eine visuelle Figur zu schaffen, die unsere Stimmen unterstützt und dem Projekt eine zusätzliche Ebene verleiht. Das Maskottchen fungiert dabei als verbindendes Element zwischen Musik, Video und Aussenwirkung.
Im nächsten Schritt sollte das Maskottchen nicht nur digital existieren, sondern auch als reales, tragbares Kostüm umgesetzt werden. Die Idee war, dass eine echte Person im Kostüm auftreten kann – sowohl im Musikvideo als auch für mögliche Promotion-Zwecke. Dafür kontaktierte ich mehrere Schneidereien und Kostümwerkstätten und holte Offerten für die Anfertigung eines individuellen Bierkostüms ein. Dieser Prozess war zeitintensiv, da mehrere Rückfragen, Anpassungen und Gespräche notwendig waren.
Die erhaltenen Offerten lagen schliesslich im Bereich von mehreren tausend Franken und überstiegen damit unser verfügbares Budget deutlich. Anstatt diese Idee vollständig zu verwerfen, entschieden wir uns dazu, unser Vorgehen anzupassen und entwickelten eine Spenden- bzw. Unterstützungsaktion, mit der wir gezielt finanzielle Mittel für die Umsetzung des Kostüms sammeln möchten. Dieser Schritt machte deutlich, wie stark kreative Projekte von finanziellen Rahmenbedingungen beeinflusst werden und wie wichtig es ist, flexibel auf solche Herausforderungen zu reagieren.
Zusätzlich zur kreativen Arbeit erstellten wir eine Medienmitteilung sowie eine strukturierte Meilensteinplanung, um das Projekt nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch weiterzubringen. Der nächste Schritt besteht im finalen Feinschliff des Songs. Aufgrund verschiedener Komplikationen verzögerte sich dieser Prozess, weshalb der Dreh des Musikvideos für Februar geplant ist. Ziel ist es, im April alle Bestandteile – Song, Musikvideo und visuelles Konzept – fertigzustellen und gesammelt an den Megapark zu senden.





(vha)
Rückblickend zeigt dieses Projekt sehr deutlich, wie zeitintensiv und komplex kollaborative Medienprojekte sein können. Eine der grössten Herausforderungen war die Dauer des Produktionsprozesses. Ursprünglich gingen wir davon aus, schneller zu einem finalen Song zu kommen. In der Realität führten unterschiedliche Meinungen, musikalische Feinheiten und technische Anforderungen dazu, dass sich Entscheidungen immer wieder verzögerten.
Besonders die Songproduktion erwies sich als anspruchsvoller als erwartet. Musik lässt wenig Raum für Kompromisse – kleine Unsicherheiten oder Uneinigkeiten wirken sich sofort auf das Gesamtgefühl aus. Gleichzeitig war genau das ein wichtiger Lernprozess: Geduld zu entwickeln, Feedback ernst zu nehmen und Entscheidungen nicht aus Zeitdruck, sondern aus inhaltlicher Überzeugung zu treffen.
Auch die Arbeit am Maskottchen zeigte, dass kreative Prozesse selten linear verlaufen. Mehrere verworfene Ansätze waren nötig, um schliesslich zu einer Lösung zu kommen, die sowohl inhaltlich als auch technisch funktionierte. Die Entscheidung, AI als gestalterisches Mittel einzusetzen, war anfänglich umstritten, erwies sich jedoch als sinnvoller Schritt, um dem Projekt eine zusätzliche, zeitgemässe Ebene zu geben.
Insgesamt hat sich dieses Projekt über das Semester hinweg stärker ausgedehnt als geplant. Dennoch zeigt es exemplarisch, wie intensiv wir unsere Arbeitszeit genutzt haben: von Studioarbeit über Meetings, Konzeptentwicklung, visuelle Gestaltung bis hin zu strategischer Kommunikation. Gerade die Verzögerungen und Komplikationen machen den Prozess realistisch und zeigen, dass Medienproduktion oft mehr Zeit, Abstimmung und Flexibilität erfordert als ursprünglich angenommen.