Livestream an der Unihockey-WM

Vom 5. bis 13. November fand in Zürich und Winterthur die Unihockeyweltmeisterschaft statt. Ein Event, der zu den grössten der Schweizer Unihockey-Geschichte zählt. Am Finalwochenende vom 11. bis 13. November durften wir hautnah mit dabei sein.

Starting Six Podcast meets sportstory: Die Entstehungsgeschichte ist einfach. Einer der beiden Hosts des grössten Schweizer Unihockey Podcasts ist zusammen mit einem Studienkollegen auf uns zugekommen mit der Anfrage, ob wir gemeinsam ein Livestream Projekt an der Unihockey-WM umsetzen können. Ziel des Formates war es, die Spiele innerhalb eines Livestreams auf YouTube zu analysieren oder Gäste einzuladen, um mit ihnen über das Geschehene diskutieren zu können und so den Zuschauer:innen spannende Insights und Zusatzinformationen zur WM bieten zu können. Zwischendurch haben wir auch unsere Runden in der Swiss Life Arena gedreht und diese in den Stream miteingebunden.

Hier findest du die Streams als Aufzeichnungen.

Gleichzeitig haben wir während dem Finalwochenende auch die Betreuung des Instagramkanals von Starting Six übernommen und diesen in den Stories mit Eindrücken bespielt.

Hier geht’s zum Instagramkanal von Starting Six.

Es hat uns überrascht, wie begeistert die Zuschauer:innen waren, auf der Instagram-Story von Starting Six zu sein. Ein paar Videos, welche auf die Story gespielt wurden, zeigen wir euch hier:

(bas)

Planung

Nach der Anfrage standen wir (Andrea und Lukas) etwas hilflos dar. Andrea konnte im Major bereits Erfahrungen mit Livestreaming sammeln, stand damals allerdings vor der Kamera und hat vom technischen Workflow weniger mitbekommen. Lukas hat bereits einige Erfahrung mit Kameras, aber wusste nicht, wie ein Livestream funktioniert. Nichtsdestotrotz wollten wir die Herausforderung gerne annehmen. Nach verschiedenen Meetings konnten wir uns stückweise vorstellen, was unsere Auftraggeber von uns verlangen würden. Für uns war klar, dass wir noch eine dritte Person mit ins Boot holen wollten. Zunächst haben wir nach jemandem mit Streaming-Kenntnissen gesucht, sind aber nicht fündig geworden. Mit Whitney haben wir jedoch eine tatkräftige Unterstützung gefunden. Sie kümmerte sich während des Wochenendes zusätzlich um den Instagramkanal von Starting Six.

Um unser mangelndes Livestreaming-Fachwissen aufzubessern, verabredeten wir uns einmal mit Flavia (LBA des Majors Live Communication). Sie konnte uns einige nützliche Tipps und praktische Dokumente mitgeben. Wir einigten uns, einen Tag nach Chur zu gehen, um die Technik vor Ort auszuprobieren. Die Probleme liessen nicht lange auf sich warten, aber glücklicherweise konnte uns Marcel Näf in Chur weiterhelfen und uns die Technik genauer erläutern.

Vorweg konstruierten wir noch Premiere-Pro Bauchbinden, welche wir jedoch nicht benötigten. Die Bauchbinden und Grafiken werden alle mittels Bild eingelesen.

Von den Meetings her wussten wir, dass es ein LAN Anschluss und Stromanschlüsse vorhanden waren. So sollte das Projekt gelingen. Generell haben wir innerhalb von verschiedenen Meetings die Abläufe besprochen und Aufgaben verteilt. Micha und Chris (die Hosts) kümmerten sich um das Studio, die Akkreditierungen, organisierten die Interviewgäste und waren inhaltlich verantwortlich für die Livestreams. Wir kümmerten uns um das Material und schauten uns verschiedene Tutorials an, um unsere Livestreaming-Kenntnisse aufzubessern.

Stream

Das Studio in der Swiss Life Arena war sehr klein. Wir teilten uns den Raum mit dem Schweizerischen Unihockey Verband (1 Host und 1 Cutter). Der schwarze Backdrop wurde uns von Starting Six zur Verfügung gestellt.

Wir haben mit 3 Kameras gearbeitet: Halbtotale, halbnah links und halbnah rechts. Die Halbtotale brauchten wir bei jedem Stream. Wenn nur die beiden Hosts redeten, verwendeten wir eine Kamera für Chris und eine für Micha (halbnah). Falls ein Gast im Stream auftritt, verwendeten wir eine Halbnah-Einstellung für die beiden Hosts und eine für den Gast. In einer Folge waren zwei Gäste da, dort verwendeten wir je eine Halbnah-Kamera für 2 Protagonisten.

Die Kameraeinstellungen waren etwas dunkel, doch das hatten wir vorher angesprochen, dass es besser wäre, wenn sie ein helles T-Shirt anziehen würden. Von Mal zu Mal konnten wir die Einstellungen an den Kameras optimieren. Eine Beobachtung, welche wir gemacht haben, ist, dass YouTube wahrscheinlich eine gewisse Komprimierung vornimmt, denn die Qualität im Stream war weniger gut als produziert.

Wir mussten viele Dinge gleichzeitig im Auge behalten: Ton, Bild, Schnitt und nicht zuletzt die Kontrolle auf YouTube, dass der Stream auch funktioniert. So konnten wir es nicht vermeiden, dass wir einmal ein falsches Lied abspielten oder eine Einblendung zu früh einschalteten. Allerdings war es nicht unser Anspruch, völlig perfekte Livestreams zu produzieren. Für uns alle war es ein Experiment und ein erstes Mal. Wir haben unser Bestes gegeben und konnten unseren Erfahrungsschatz erweitern. Das war unser Ziel und das haben wir erreicht.

Instagramkanal

Um den Instagramkanal auch mit Stories zu bespielen, brauchte es gutes Timing, denn die Zeit zwischen den Livestreams musste dafür genutzt werden, Content zu produzieren und die Followers darauf aufmerksam zu machen, dass Livestreams stattfinden. So musste alles gut koordiniert werden und es war wichtig, dass wir auf die Leute zugegangen sind und mit den Zuschauer:innen Stories gemacht haben. Dies hat auf Instagram am meisten Reaktionen hervorgerufen und ist gut angekommen.

Fazit

Es war eine tolle Erfahrung, welche wir machen durften. Für uns alle war es das erste Mal an so einem grossen Event hautnah mit dabei zu sein. Zusammen mit anderen Medienschaffenden eine Weltmeisterschaft von einer anderen Perspektive zu erleben, war sehr spannend und einzigartig. Für uns als Sportfans sowieso.

Die Zuschauerzahlen des Streams hielten sich während der Veranstaltung eher klein. Das Angebot an WM-Inhalten war riesig und wir konnten mit den grossen Playern wie SRF, IFF oder Swiss Unihockey einfach nicht mithalten. Alles in allem war es ein schönes Erlebnis mit vielen Learnings.

Bei den Instagram-Stories wäre es toll gewesen noch einzelne Zuschauerinterviews mit einzubauen, diese hätten die Zuschauer noch mehr animieren können beim Livestream zuzuschauen. Dafür war leider jedoch die Zeit zu knapp.