Immobilien Content

Fotos sind in Immobilen-Inseraten nicht wegzudenken. Doch wie sieht es mit Immobilienvideos oder virtuellen Rundführungen aus? Ich habe mich mit den verschiedenen Visualisierungen von Immobilienobjekten auseinandergesetzt und Content für eine Ferienwohnung produziert. 

Immobilienvideos zeigen die Vorzüge und Ausstattung einer Immobilie auf. Dadurch können Besucher Räumlichkeiten virtuell besichtigen und sich in ihre zukünftige Wohnung bzw. Haus hineinversetzen, ohne dass sie sich vor Ort befinden müssen. Auch können audiovisuelle Inhalte Vertrauen für die Immobilie schaffen. Dementsprechend steigt die Zahl der Anfragen für ein Objekt.

Auch virtuelle Rundgänge schaffen ein echtes Raumgefühl und können die Anfragewahrscheinlichkeit steigern. Im Gegensatz zum Video ist die 360-Grad-Führung interaktiv. Der Besucher hat die volle Kontrolle, sich im Raum nach Lust und Laune zu bewegen. 

Nach meiner Recherche über Immobilien-Marketing produzierte ich verschiedene Immobilienfotos, -videos und eine 360-Grad-Tour einer Ferienwohnung. 

Immobilienvideo

Virtueller Rundgang

Link zum virtuellen Rundgang

Immobilienfotos

Welche Techniken ich für die Immobilienfotos anwendete oder welches Equipment für die virtuelle Tour eingesetzt wurde, findest du unter «Kritik».

(hil)

Die Produktion von Immobilien-Content klingt langweiliger als es tatsächlich ist. Anders bei Portrait-Fotos oder Produktvideos, fokussiert man sich bei einer Immobilie auf andere Schwerpunkte. Zudem gibt es spezielle Methoden, welche ich erlernen musste, um dieses Ergebnis erreichen zu können.

Immobilienfotos: Vorgehen
Um so viel wie möglich von den Räumlichkeiten in einem einzigen Bild aufzeigen zu können, habe ich ein Weitwinkelobjektiv (17mm) und eine Vollformat-Kamera genutzt. Ebenfalls war es wichtig, ein Stativ zu nutzen, um Verwacklungen zu vermeiden. Auch ein Selbstauslöser war essentiell, damit keine Unschärfe beim Abdrücken entsteht. Somit konnte ich die maximale Schärfe erreichen und ein klares Foto erstellen.

Die Zimmer fotografierte ich mehrheitlich aus einer Ecke und achtete auf spezielle Linien und Parallelen im Raum. Dabei erkannte ich, dass diagonale Linien die Augen des Betrachters führen. Durch diese Bildgestaltung bleibt der Blick länger im Bild. Die Position der Kamera war deswegen wichtig, um die vorhandenen Linien zu betonen.

Die wichtigste Technik bei der Immobilien-Fotografie ist das Auto Exposure Bracketing (automatische Belichtungsreihe). Das ist eine Aufnahmeserie, wobei mehrere Fotos in verschiedenen Belichtungsstufen aufgenommen werden. Dadurch lösst man das Problem der grossen Helligkeitsunterschiede. Die Fotos nennt man HDR (High Dynamic Range). Dadurch wird der Dynamikbereich erhöht und die verschiedenen Helligkeitsstufen in einem Bild können in der Post-Production problemlos angepasst werden. Ich habe die Fotos im Adobe Lightroom zu einem HDR Bild zusammengeknüpft und bearbeitet.

Immobilienvideo: Vorgehen
Auch beim Immobilienvideo nutzte ich ein weitwinkliges Objektiv, um die Räumlichkeiten darzustellen. Da die Wohnung möbliert war, habe ich nebstdem auch eine 85mm f 1.8 Objektiv gebraucht, um Detailaufnahmen mit einer geringen Tiefenschärfe machen zu können. Zudem nutzte ich einen Gimbal, um geschmeidige Bewegung machen zu können.

Damit in der Post-Production Slow-Motion möglich war, wurde das ganze Video in 100 fps aufgenommen.

Es war mir wichtig, das Video mit Overlay Videos und Sound Effects zu ergänzen, um das Video qualitativ zu verbessern.

Mit dem Endresultat bin ich einigermassen zufrieden. Jedoch hatte ich mit der Einstellung des Weissabgleichs Mühe. Denn in jedem Zimmer gab es eine andere Belichtungsquelle. Im Wohnzimmer schien Tageslicht. In der Küche hingegen künstliches Licht. Beim Fotografieren konnte man den Weissabgleich bei jedem Foto anpassen und man hatte nie zwei Zimmer mit verschiedenen Lichtquellen in einem Bild. Beim Video hingegen waren oftmals zwei Lichtquellen im gleichen Bild. Dadurch musste ich beim Color Grading die Farben anpassen – was sehr zeitintensiv war.

360 Grad Rundgang
Für die 360 Grad Bilder nutzte ich eine Insta360 ONE X Kamera und stellte die Tour auf boxbrownie.com.