Backpack Perspective

Dank den 360-Grad Kameras ist es möglich, aus der sogenannten Backpack Perspektive Aufnahmen zu machen. Die Kamera wird mit einem Einbeinstativ am Rucksack befestigt, so dass diese über und hinter dem Kopf positioniert ist. Vor allem bei sportlichen Aktivitäten bietet sich so eine spannende Perspektive an, bei dem man einen Blick über die Schultern erhält.

360-Grad-Kameras sind auf dem Vormarsch. Es gibt wohl kaum noch einen Actionkamera-Hersteller, der keine 360-Grad-Kamera in seinem Sortiment hat. Seit knapp einem halben Jahr bin ich Besitzer einer Insta360 One R und spiele mit den Möglichkeiten, welche mir die Kamera bietet, herum. Faszinierend war für mich die Backpack Perspektive. Einerseits funktioniert die Perspektive dank dem Bildstabilisator der Actionkamera sehr gut und andererseits bietet die Perspektive momentan noch einen gewissen Neuartigkeitseffekt.

Um Erfahrungen zu machen, bei welchen Aktivitäten die Perspektive gut funktioniert, nahm ich die Kamera mit in die Berge, in die Luft oder in den Schnee und filmte mich beim Ausüben verschiedenster Sportarten.

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(ash)

Idee
Die Idee kam mir beim Ausprobieren der verschiedenen Möglichkeiten mit der Insta360 One R. Auf Instagram habe ich die Backpack Perspektive schon bei Freeride Videos von Skifahrern gesehen. Mich interessierte in welchen Sportarten die Perspektive ähnlich gut funktionieren könnte. So entschied ich mich die Kamera durch den Herbst und Anfangs Winter bei meinen Aktivitäten dabei zu haben und einen Zusammenschnitt davon zu erstellen.

Aufnahmen
Das Einbeinstativ musste gut am Rucksack befestigt werden, damit die Kamera bei ruckartigen Bewegungen möglichst stabil blieb und nicht davonflog. Die Aufnahmen wurden in einer Auflösung von 5760 x 2880 Pixel bei 25fps gemacht. Zusätzlich musste vor allem beim Kiten und Fliegen darauf geachtet werden, dass die Kamera nicht den Leinen der Schirme in die Quere kam.

Postproduction
Die Postproduction war viel aufwändiger als erwartet. Da durch die hohe Auflösung auch extrem grosse Datenmengen entstanden, kam ich bei der Produktion nur in Babysteps voran. Die Sequenz musste beinahe für jede kleine Anpassung gerendert werden, damit die Vorschau auch in geringer Qualität einigermassen flüssig lief. Zusätzlich arbeitete ich mit dem GoPro FX Reframe Plugin, welches in 360 Grad Videos hilft Keyframes zu setzen um die entsprechende Schwenkung und Neigung einzustellen.

Fazit
Am meisten Probleme gab es vor allem bei den Aufnahmen mit dem Snowboard. Bei ruckartigen Bewegungen drehte sich die Kamera samt Stativ. Das Stitchen der Aufnahmen funktionierte dadurch weniger gut als dies bei anderen Sportarten der Fall war. Zusätzlich blieb der Schnee oft an der Linse hängen, war meiner Meinung nach auf der einen Seite Authentisch wirkt, auf der anderen Seite aber auch stört. Am eindrücklichsten kommen meiner Meinung nach die Aufnahmen am Gleitschirm an. Da der Betrachter mit in der Luft hängt, man den Piloten als Ganzes mitverfolgen kann und die Aufnahmen auch entsprechend ruhig sind.