Grossratswahl-Kampagne für GFL

Der Kanton Bern hat am 27. März 2022 den Grossen Rat und den Regierungsrat neu gewählt. Für die Parteien hiess es, so schnell wie möglich, passende Kampagne-Ideen und Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Dabei kam die Grüne Freie Liste auf mich zu und bat mich, Sie dabei zu unterstützen. Wie ich dabei vorgegangen bin, seht ihr hier.

Zu Beginn traf ich mich mit der zuständigen Person, um die Details, Wünsche und den Preis der Kampagne zu definieren. Nachdem alles klar war und die Offerte von der Partei GFL akzeptiert wurde, haben wir gemeinsam nach Daten gesucht, um den Dreh der Kampagne umzusetzen. Die Kampagne wurde in einem Studio, welche ich selbst organisiert habe, innert zwei Tagen gedreht. Dabei haben acht Kandidaten der GFL Partei, je vier an einem Tag, teilgenommen.

Zur Vorbereitung habe ich mir eine Checkliste zusammengestellt, um sicher zu gehen, dass das Equipment vollständig und geladen ist. Dazu gehörte:

  • Kamera: Sony A7ii
  • Stativ
  • Diffusor
  • Audiorecorder: Zoom F2-BT
  • Lavalier Mikrofon

Am Drehtag selbst war ich eine halbe Stunde vor der abgemachten Zeit im Studio, um alles vorzubereiten und aufzubauen. Nach gut 20 Minuten erschien der erste Kandidat, den ich nach der Begrüssung verkabeln und positionieren durfte. Obwohl der erste Kandidat ein bisschen nervös war, verlief alles wie geplant. Mit jedem weiteren Kandidaten fiel es mir einfacher sie anzuweisen und die Stimmung, welche am Anfang noch ein bisschen angespannt war, lockerte sich immer weiter. Zwei Stunden vergingen wie im Flug und schon war der erste Drehtag durch. Auch der zweite Drehtag verlief reibungslos und lieferte gutes Bild- und Tonmaterial für die Postproduktion. 

Bevor ich mich an den Schnitt der Videos setzte, musste ich die Audio- sowie die Videofiles erstmals sortieren und miteinander synchronisieren. Danach habe ich mit den Schwarzfilterstreifen im Premier gearbeitet, um sowohl das Web- sowie auch das Instagram-Format vorzudefinieren. Dieser Schritt war vor allem wichtig, um die Untertitel richtig zu positionieren. Danach konnte ich mit dem Schnitt beginnen und rundete das ganze Bild mit dem Color Grading ab. Auch der Ton habe ich im Programm Audition leicht überarbeitet. Dabei habe ich vor allem mit dem Tool «Parametrischer Equalizer» gearbeitet.

Um euch zu zeigen, wie das Resultat der Arbeit aussieht, habe ich euch hier eine Zusammenstellung der Videos mit den Spitzenkandidaten der Partei GFL zusammengeschnitten:

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(mou)

Planung

Bei der Planung habe ich, wie im Beitrag erwähnt, eine Checkliste zusammengestellt, welche mir bei der Vorbereitung eine grosse Hilfe war. Diese Checkliste stellte sich aus den vergangenen Projekten im Fach Audiovisuelles Erzählen zusammen. Da ich jedoch für die beiden Drehtagen nicht extra nach Chur fahren wollte, um bei der Technik-Ausleihe die benötigten Geräte zu holen, stellte ich mein Equipment mit meinen eigenen Geräten zusammen. Dafür habe ich zusätzlich den Audiorecorder Zoom F2-BT für CHF 199.- erworben.

Die grösste Herausforderung bei der Planung waren die Termine für die beiden Drehtage. Da ich das Studio vorgängig reservieren musste und gleichzeitig den Kalender von acht Kandidaten berücksichtigen musste, war es sehr schwer einen Termin zu finden, welche für jeden passte. Nach langem Hin und Her haben wir schliesslich zwei Termine gefunden.

Umsetzung

Die Umsetzung der beiden Drehtage sowie auch die Postproduktion verliefen glücklicherweise einwandfrei. Sowohl das gedrehte Filmmaterial sowie auch die Tonaufnahmen waren fast alle brauchbar und konnte dementsprechend gut verarbeitet werden. Bei einer Kandidatin gab es bezüglich Ton eine kleine Schwierigkeit. Ihr Ton war leider ein bisschen dumpf, da sie während dem Dreh einen Schal trug wodurch das Lavalier Mikrofon ihr Ton nicht sauber aufgenommen hatte. Diese Schwierigkeit konnte ich jedoch in der Postproduktion ohne grossen Aufwand beheben.

Fazit

Obwohl dieses Projekt sehr zeit- und kostenintensiv war, hat es mir im generellen grossen Spass bereitet. Ich habe bei der Planung sowie bei der Umsetzung sehr viel dazu gelernt und bin in diesem Bereich enorm gewachsen. Zudem freut es mich sehr, dass ich dieses Projekt zu meinem Portfolio hinzufügen kann und viele interessante Menschen dadurch kennenlernen durfte. Da es für mich der erste grosse Auftrag war, bin ich zufrieden mit meiner Arbeit und hoffe dadurch weitere solche Projekte und Aufträge umsetzten zu dürfen.