Fork you®

Title

Die Gabel. Das vierzinkige Essgerät das seit der römischen Zeit gebraucht wird und heute nicht mehr vom Tisch wegzudenken ist. Das wohl essentiellste Kulinarikinstrument ermöglicht den zivilisierten Verzehr von Esswaren und ist vor allem bei heissen oder saucigen Gerichten unabdingbar. Die simple Form mit grossem Nutzen bewährt sich seit Jahrhunderten und die Gabel verdient seinen Platz auf dem Besteckthron.

So sehr wir die Gabel als Gesellschaft schätzen, so schwerwiegend sind die Folgen, wenn keine Gabel vorhanden ist. Mit diesem Schicksal sehen sich die Studenten der Fachhochschule Graubünden konfrontiert. Allzu leicht ist die Gabel in der Besteckschublade vergessen und ein Moment von Frust und Hilflosigkeit bahnt sich in den Mittagsstunden an.

Wir haben uns mit Fork you® diesem Problem angenommen. Dank Fork you® hat sich der Gabelmangel an der FHGR in Luft aufgelöst.

Fork you® in front of a wall

Wir sahen uns an einem gewöhnlichen Schultag im Medienhaus mit dem Problem des Gabelmangels konfrontiert. Die Gabel ist zuhause geblieben. Aus dieser Not entstanden die ersten Gedanken die schlussendlich die Zukunft der Hochschulgastronimie verändern soll. Unser Ziel mit einer möglichst einfachen und doch eleganten Lösung Gabeln für die Studi-Community zugänglich zu machen, wollen wir mit einer dynamischen Konstruktion die einfach anzubringen ist erreichen. Die Benutzerfreundlichkeit und Platzierung der Fork you® sollen die Frustsituation eines Gabelmangels lindern.

Konzeptuell will Fork you® proaktiv ein Problem lösen, von welchem man morgens, wenn man die Wohnung verlässt, noch nichts weiss. Das Design ist so konzipiert, dass die Benutzenden sofort wissen, wie es zu handhaben ist. Mit einer eleganten Formsprache senkt sich die Konstruktion in den Raum hinab und spielt so auch als Dekorationselement mit dem Raum. Durch die augeklügelte Gestaltung des Objekts benötigt Fork you® weder eine Verstauung oder Sicherheitsmassnahmen. Das Objekt ist, inspiriert von Kugelschreibern auf der Post, am Gebäudeskellet fixiert und kann somit nicht abhanden kommen.

Das Kernstück des Designs liefert ein Designklassiker „FÖRNUFT“ aus dem schwedischen Möbelhaus Ikea. Die Konstruktion wird vervollständigt durch:

  • 2 mm Stahldraht
  • Gummiband „Velogummi“
  • 3 Befestigungsklemmen mit Sechseckschrauben

Die Fertigung findet in Handarbeit statt. Das einzige Werkzeug welches benötigt wird ist eine gewöhnliche Klemmzange. Die Montage kann durch Fachpersonal oder mit handwerklichen Vorkenntnissen zu zweit erfolgen. Die Montagehöhe von Fork you® ist für eine bequeme Nutzung essenziell.

Nach dem Motto „Think global, act local“ ist unser Produkt zugeschnitten auf ein konkretes Problem an der Fachhochschule Graubünden. In unserer Vision sehen wir Fork you® in verschiedensten Fachhochschulen in der Schweiz oder im europäischen Raum. Mit dem Ziel den Gabelmangel auf dem gesamten Globus (mit Ausnahme von Ländern die mit Essstäbchen essen) aufzulösen, wollen wir Fork you® weiter expandieren und einen komfortablen Essvorgang gewährleisten.

Fork you® Introduction

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Gabelmangel wird in Zukunft ein Fremdwort sein.

Dominic Gregorin, Creative Director and Co-Founder of Fork you®
Founders of Fork you® Nicolas Haemmerli (left) Dominic Gregorin (right)

(bas)

Idee

Wie im Beitrag erwähnt, kam einer von uns ohne Gabel ins Medienhaus. Nach einigen Witzen und skurillen Lösungen für dieses Problem entschieden wir uns, tatsächlich für die Umsetzung der Idee. Wir stürmten unsere Köpfe und schrieben die wichtigsten Konzeptpunkte auf. Grundsätzlich musste die Konstruktion möglichst einfach sein. So konnten wir alle benötigten Materialen im Baumarkt auftreiben. Dennoch mussten wir noch einige kleine Punkte anpassen um die Gabeln passend in der Mensa anbringen zu können. Wir bauten einen Prototypen und setzten diesen in vierfacher Ausführung um.

Video

Um die Arbeit zu erklären und den Personen die sich in der Mensa befinden Aufschluss zu geben, entschieden wir uns ein kleines Produktvideo zu drehen. Inspiriert wurde das Ganze von einem Objektteaser eines Zürcher Designers der seinen Schirmständer vorstellt. Unser Ziel war es die Überheblichkeit dieses Videos nachzuahmen und satirisch aufzuarbeiten. Wir verfassten kurze prägnante Sätze, in den wir unser Objekt lobpreisen und erstellten eine winzige Shotlist um die Cuts im Video zu überbrücken. Für die Aufnahmen mussten wir einiges Material in der Ausleihe beziehen. Eine gute Kamera, Ton und vor allem gutes Licht waren für diese Art von Produktvideo unabdingbar.

Die Mensa war abends ein sehr guter Drehort und die Atmosphäre war einem Studio ähnlich. Wir konnten für den Dreh die Hilfe von Helin Yesilkaya <3 als Kamerafrau in Anspruch nehmen. Der Dreh verlief abgesehen von den vielen Lachanfällen gut. Nach einigen Stunden hatten wir alles gewünschte Material. Leider funktionierte jedoch das Rode Richtmikrofon in Kombination mit der Sony-Cam nicht und somit wurde, anstatt unserer Stimmen nur ein Rauschen aufgenommen. Wir versuchten den Ton in der Postproduktion noch zu retten, doch leider war auch dies nicht möglich. Wir entschieden uns somit die Aufnahmen zu wiederholen.

Im zweiten Anlauf hatten wir ein ähnliches Setup. Leider blieb jedoch die Kamera zuhause und somit mussten wir auf das Handy umsteigen. Da wir wieder von Helin unterstützt wurden und diese gerade das neue IPhone erworben hatte, hatten wir einen würdigen Ersatz. Anstatt des Rode Mics setzen wir dieses Mal auf ein Zoom welches wir unter dem Tische befestigten. Mit diesen Aufnahmen und dem Schnittmaterial ging es in die Postproduktion.

Fazit

Obwohl die Idee aus einem Jux entstanden ist und vermeindlich einfach ist, war die Umsetzung doch etwas komplexer als gedacht. Vor allem der zweite Dreh und die Organisation aller Ausleihobjekte nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Das Setting mit Licht und einer Kamera auf dem Stativ sorgt für eine sehr stimmige Athosphäre und lässt die Bilder sehr professionell wirken. Auch bei diesem Projekt ist das grosse Learning wieder die Aufnahmen direkt nach dem Dreh zu prüfen, so hätten wir uns einen ganzen Drehabend gespart.

Reflexion

Es war sehr lustvoll ein so humorgeladenes Thema umzusetzen. Die Satire brachte vor allem uns zum lachen und diese Freude spürte man auch in der Motivation für Dreh und co. Nach der Installation war es sehr spannend die Reaktionen unserer Mitstudierenden zu sehen. Einige haben sich darüber lustig gemacht, andere haben sich gefragt wer das wohl installiert hat. Sobald dieser Beitrag online ist, wird dann aufgeklärt wer und warum dieses Projekt umgesetzt hat. Somit wünschen wir auch euch einen Guten mit Fork you®, falls du keine eigene Gabel dabei hast.

Disclaimer: Wir garantieren nicht für Hygienemassnahmen. Jede Person ist selbst für die fachliche Reinigung der Gabeln zuständig.