Foreste Casentinesi – Eine Reise durch Italiens stille Wildnis
Während mienem Besuch im Nationalpark Foreste Casentinesi habe ich eine Serie von Bildern aufgenommen. Diese Bilder konzentrieren sich meist auf warmes Licht und ruhige Waldmomente. Die Stimmung vor Ort war überraschend intensiv, obwohl der Ort selbst sehr schlicht wirkt. Diese Serie zeigt, was mich dort besonders fasziniert hat.
Der Nationalpark Foreste Casentinesi hat mich unter anderem mit seiner Atmosphäre beeindruckt. Es ist kein Ort, der mit spektakulären Highlights wirbt. Stattdessen lebt er von kleinen Momenten, die man erst wahrnimmt, wenn man sich Zeit nimmt. Genau das hat mich gereizt.






Eines der wichtigsten Ziele war für mich Bilder zu machen, die für sich selbst sprechen. Ich wollte Fotografien die etwas ausdrücken, ohne dass man sie erklären muss. Bei der Bearbeitung achtete ich besonders darauf die Stimmung zu unterstützen, aber nicht zu verfälschen. Die Fotos sollten immer noch zeigen, wie es dort wirklich war.
Mit meiner Kamera wollte ich die gesammelten Eindrück festhalten. Die Bilder zeigen den Wald so, wie ich ihn erlebt habe. Ruhig, warm, leicht moody und voller Details, die man im Alltag oft nicht beachtet.













(mbi)
Was mich am meisten überrascht hat, war, wie anders das Fotografieren mit einer neuen Kamera ist. Obwohl ich Fotografie bereits durch meine kleine Canon etwas kenne, fühlte es sich anfangs so an, als würde ich fast wieder bei Null beginnen.
Auf der einen Seite bin ich stolz auf die Serie die entstanden ist. Die Bilder transportieren ziemlich genau die Stimmung, die ich dort erlebt habe.
Auf der anderen Seite schaue ich auf einen Prozess zurück, der deutlich anspruchsvoller war, als ich es erwartet hatte. Vor allem, weil ich zum ersten Mal mit der Sony A7 IV gearbeitet habe.
Was ich konkret mitnehme:
- Die Sony A7 IV zu verstehen braucht Zeit. Sobald man sie jedoch im Griff hat, macht es richtig Spass.
- Belichtung im Wald ist schwieriger als gedacht. Wenn Sonnenstrahlen durch Äste brechen, entstehen extreme Kontraste.
- Ich mag Details mehr als grosse Landschaften. Kleine Strukturen, Lichtkanten, Texturen sind die Motive, die mich wirklich interessieren.
- Lightroom Classic ist anders als Lightroom. Am Anfang war es ziemlich ungewohnt, aber der Workflow (grobe Auswahl → Zuschnitt → Grundlook → Feinschliff) lief gut.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde:
Ich würde die Kamera nicht mehr die ganze Zeit beim Wandern in der Hand halten. Das ständige Suchen nach Motiven blockiert irgendwann. Stattdessen würde ich bewusst 1–2 Stunden fotografieren, mich voll darauf einlassen und die Kamera danach wieder wegpacken. Das macht den Prozess leichter und entspannter.
Ausserdem würde ich mich vor Ort noch etwas mehr mit der Belichtung auseinandersetzen. Wo die Grenzen liegen habe ich jedoch erst bei der Bearbeitung gemerkt.
Insgesamt bin ich zufrieden. Auch wenn das eine perfekte Foto nicht dabei ist, gibt es viele Bilder, die mir gefallen und die genau das zeigen, was ich dort gespürt habe. Die Serie fühlt sich an wie ein erster Schritt in eine Richtung, die ich weiterverfolgen möchte.