Geschützt: Filmed Acoustic Sessions

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, geben Sie bitte Ihr Passwort unten ein:

Vorgehen Shoot

Gleich zu beginn des Jahres wurden wir angefragt eine Acoustic Session für Ben Whale zu verfilmen. Der ganze Shoot musste sehr schnell und spontan gefilmt werden, da es sonst keine Möglichkeit mehr gab alle Musiker zusammen zu bekommen. Ziel der Acoustic Session ist es Songs von Ben Whale, die es schon gibt, mit einer Band neu einzuspielen. Die Band besteht aus einem Gitarrist (Matthias.. ), Pianist (Matthias.. ), Schlagzeuger (Matthias.. ) und einem Bassist (Matthias.. ). Ben Whale hat zu ihrer Begleitung seine Texte eingesungen. Alle Musiker wurden mit verschiedensten Mikrofonen verkabelt, damit jedes Instrument eine neue Spur erhält.

Innerhalb eines Tages wurden sechs Songs live aufgenommen. Pro Song gab es zwischen 3-5 Takes, die wir natürlich alle verfilmt haben. Zum Schluss entschieden sie, welches der beste Take war. So war es für uns enorm wichtig alle Aufnahmen mit der Klappe anzusagen, damit wir den Überblick behalten konnten. Gefilmt haben wir mit zwei Fujifilm Kameras. Eine Kamera auf dem Stativ um die Totale einzufange und die zweite als Handkamera für Close-ups. Die Totale war in gewisser Weise auch ein Backup, falls der Fokus bei der Handkamera nicht stimmen oder sonst etwas schief gehen sollte.

Postproduction

Ein sehr grosser Teil der Postproduction war das Sortieren des Footages und das Erstellen einer sinnvollen Ordnerstruktur, damit die Arbeit später leichter fällt. Als nächstes brauchten wir die Mixes des Tonstudios und die Information, welcher Take nun der finale ist. Sobald wir diese hatten, machten wir uns an die Arbeit:

Zuerst synchronisierten wir alle Tonspuren und gingen dann ans Schneiden. Bei der Totalen konnten wir natürlich nur die Aufnahme des richtigen Takes nehmen. Auch bei den Close-ups wurden die Aufnahmen des richtigen Takes bevorzugt, jedoch war es da auch möglich etwas zu faken und Close-ups von anderen Takes mit ins Video zu nehmen. Die Timeline wurde zusammen mit dem Kunden überarbeitet und bis zum Picture Lock mehrmals angepasst.

Ein grosser und aufwendiger Teil des Projektes war das Color Grading.
Zuerst haben wir versucht das Color Grading wie gewohnt mit Premiere Pro zu machen. Da dieses Projekt sehr komplex wurde, war es sinnvoller Color Grading mit Davinci zu machen. Im Davinci arbeitet man, wie im Blender mit Nodes, die man den gewünschten Clips zuweist.  Die Premiere-Sequenz mit dem fertig geschnittenen Footage wurde also als XML-Datei exportiert und ins Davinci importiert. Davinci kannten wir bisher aber noch nicht, also mussten wir uns das zuerst aneignen. Das haben wir hauptsächlich mit Youtube Tutorials und learning by doing geschafft.

Es ging dann wieder darum mit dem Kunden zu schauen welches Color Grading am besten passt und welches ihm am besten gefällt. Beim ersten Video haben wir verschieden Colors versucht und hatten um die 15 verschiedene Gradings, bis wir mit einem zufrieden waren. Mit dem fertigen Color Grading musste die Sequenz dann wieder per XML-Datei vom Davinci ins Premiere transferiert werden. Im Premiere wurde dann der finale Schliff gemacht. Heisst: Schriften hinzufügen und animieren, Übergänge zwischen den Shots anpassen, Grain hinzufügen und als letztes Stilmittel haben wir Cinematic Bars eingebaut.

Vermarktung

Um die Videos als ganze Geschichte zu vermarkten, haben wir zusätzlich verschiedene Teasers für Social Media erstellt. Wichtig war es nicht zu viel zu verraten, aber trotzdem Lust auf mehr zu machen. Das haben wir mit kurzen Ausschnitten des fertigen Videos als Reel gemacht.

Fonts

Wir wussten, dass wir die Namen der Songs im Video integrieren mussten. Wir hatten Lust, für jeden Titel eine eigene Font zu entwickeln und so jeden Titel ganz individuell zu gestalten. Den Feel der Schrift wurde zuerst mit dem iPad im Procreate entwickelt, danach ging es schnell in Illustrator und ins Glyphs. Glyphs haben wir uns auch im Rahmen dieses Projektes selbst beigebracht.

Der Weg dorthin war aber sehr schwierig. Dieser Titel war der erste, den wir designten und Glyphs kannten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Es wurde also alles komplett freihand gezeichnet. Buchstaben schauen wir zwar jeden Tag unendliche an, aber diese dann auf eine eigene Art und Weise zu zeichnen, dass sie trotzdem ausgeglichen aussehen ist eine grosse Herausforderung.

Wie Rosa aussehen soll, war schnell klar: Fein, elegant, weiblich. 

Für Troum mussten wir uns etwas zurücknehmen. Unser erster Vorschlag war Ben zu wild. Wir finden ihn zwar nach wie vor am coolsten, verstehen aber die Kritik. Also vereinfachten wir die Schrift, behielten aber das Gefühl der Schrift bei. Sie soll leicht, aufgeblasen und schwebend wirken

Für Echo Bay nutzen wir dann Glyphs. Es entstand eine simple, dicke, eckige Outline Font. Das “O” in der Mitte zeigt das Echo und bricht die Schrift auf.