Explizit – Das Magazin

Vor einigen Jahren entdeckte ich die Leidenschaft für Print-Magazine. Mich faszinierten nicht nur die Texte, sondern auch das Visuelle. In den vergangenen Jahren stapelten sich Berge von verschiedenen Mode-, Reportagen- und Kunst-Magazinen in meinem Zimmer. Nun wollte ich es selber probieren: Explizit – Magazin für Text und Fotografie.

Hier eine kleine Vorschau aus „Explizit“:

Hier einige Fotos aus dem Magazin:

Hier gehts zum kompletten Magazin:

https://indd.adobe.com/view/829b0638-74cd-4afe-82c2-820cfc52395d

(ash)

Format

Anfangs war es für mich klar, dass mein Magazin das Format A4  haben soll. Doch je länger ich den Stapel Magazine neben mir anschaute, desto mehr fiel mir auf, dass es noch viele andere Formate gibt. Ich habe mich für 24 x 17cm entschieden schieden. Ein handliches, kompaktes Büchlein.

Name

Überraschung – ein passender Name zu finden war besonders schwierig. Schlussendlich entschied ich mich für “Explizit”. Ein ästhetisches Wort mit interessanter Bedeutung. Und wichtig: Es gibt noch kein Magazin, dass so heisst.

Konzept

Ein konkretes Konzept hatte ich nicht. Ich wusste nur, dass das Design und die Fotos modern, interessant und auffällig werden soll.

Fotografie

Die Fotos waren der aufwändigste Teil. Ich musste viele Requisiten und Outfits organisieren. Dafür klapperte ich einige Brockis ab, da mein Budget begrenzt war. Ich hatte fünf verschiedene Fotoshootings – Vier davon in meiner Wohnung und eines davon in St.Gallen, da es dort genügend Schnee hatte. Jedes Shooting dauerte etwa einen halben Tag und war teilweise anstrengend zu organisieren. Ich fotografiere mit meiner SONY RX 100 – Auch hier musste ich mich noch etwas einlesen, da ich die Kamera noch nicht oft benutzt habe. Alle Fotos bearbeitete ich mit LightroomC.

Inspiration und Design

Wie sieht das Inhaltsverzeichnis aus? Wie gross sind die Seitenzahlen? Wo platziere ich Weissraum?Das sind nur wenige von vielen Entscheidungen, die ich beim Layout treffen musste. Ich analysierte meine Lieblingsmagazine ganz genau. Schnell wurde mir klar, dass jedes Magazin komplett anders aussah und ich mich kreativ ausleben kann. Nachdem ich alle Fotos und Texte im Kasten hatte, begann ich mit dem Layout. Ich hatte keinen konkreten Plan, ich probierte viel aus. Dies stellte sich schnell als endlos heraus – Unendliche viele Schriften und eine riesige Bildauswahl.

Text

Ich entschied mich bewusst dazu, verschiedene Textsorten zu bedienen. Ich plante schon länger eine Reportage schreiben – Also ergriff ich die Chance und besuchte meinen Grossvater. Ich hatte schlussendlich eine Audioaufnahme von drei Stunden, die ich anschliessend in einen Text verfassen musste.

Ich schrieb noch einen Kommentar über das aktuelle Thema “Cancel Culture”. Hier musste ich eine Internetrecherche durchführen. Ich verwendete zusätzlich noch einen kreativen Text aus dem 2. Semester. Um einen passenden Anfang und Abschluss für das Magazin zu finden, schrieb ich einen Prolog und einen Epilog.

Learings

Programme

Ich war zwar schon ein wenig mit LightroomC und InDesign vertraut, doch bei diesem Projekt habe ich viele weitere Funktionen und Tricks entdeckt. Wichtig war, auf Farben in InDesign zu achten, da die Datei später gedruckt wird.

Genauigkeit

Genauigkeit ist alles – Das Arbeiten mit Rastern in InDesign hat sich bewährt.

Entscheidungen treffen

Das schwierigste an Design-Arbeiten ist für mich das Entscheidungen treffen. Ich hatte sehr viele Ideen und Eindrücke und hatte teilweise Mühe, mich für einen Weg zu entscheiden. Teilweise musste ich mich dazu zwingen, mich für eine Schrift oder ein Design zu entscheiden, da ich sonst zu viel Zeit verloren hätte.

Format

Einige Male machten mir die Formate der Fotos einen Strich durch die Rechnung. Beim Fotografieren überlegte ich nicht, ob ich Hoch- oder Querformat brauchte. Wichtig: Im Voraus überlegen, wie die Fotos ungefähr platziert werden im Magazin.

Texte

Die Reportage nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Es war wichtig, genug Zeit für das Gespräch einzuplanen, da ich viele Informationen brauchte. Ich musste mich nicht nur auf Fakten konzentrieren, sondern auch auf Gefühle und Emotionen meines Gegenübers. Bei meiner nächsten Reportage würde ich vor dem Treffen selber noch etwas recherchieren. Dann hätte ich – gerade bei dieser Reportage – näher auf politische Themen eingehen können.

Reflexion

Ich war überrascht, wie viel Arbeit ein Print-Magazin ist. Ich habe sehr viel in verschiedenen Bereichen gelernt: Beim Schreiben, Organisieren, Fotografieren und Designen. Am Ende hätte ich sicher noch einige Dinge anders gemacht, doch all in all bin ich mit dem Endergebnis zufrieden und freue mich, wenn ich die Printausgabe erhalte. Ich freue mich schon, an der zweiten Ausgabe zu arbeiten.