Es ist „Deine Entscheidung“

Deine Entscheidung Beitragsbild

Inspiriert von der Interaktiven Netflix Serie „Black Mirror“, lässt dich unsere Webseite entscheiden, wie du, angefangen beim Aufstehen am Morgen, deinen MMP-Studientag inklusive Schulweg verbringen möchtet. Es ist deine Entscheidung!

Das Prinzip des Films lässt sich schon super hier auf Digezz.ch veranschaulichen, denn es ist DEINE ENTSCHEIDUNG, ob du überhaupt unsere Webseite besuchst, oder nicht. Falls du das vorhast, ist Unterhaltung mit besonderem Humor garantiert. Ok, zugegeben, der Film ist eher englisch und somit flach. Trotzdem kann man es nicht nicht mögen! Die Protagonisten Nicolas und Lars sind so unterschiedlich, wie Tag und Nacht oder eben Disney Plus und Netflix. Netflix bockt mit den interaktiven Filmen jedoch mehr, nur so am Rande. Genau diese Differenz der beiden spaltet den Film in unterschiedliche und extrem viele Richtungen (fünf). Es hat also für jeden was dabei.

(eli)

Idee:

Für das Modul Digezz ist es wahrscheinlich am besten, wenn eine Idee, welche dumm daher gesagt wird, plötzlich greifbar nahe kommt. So auch beim Film «Deine Entscheidung». Nach einem Netflix Abend und zu viel Bandersnatch wurde darüber gespöttelt, wie denn so ein interaktiver Film über uns MMPler aussehen würde. Als erstes und grundlegendes Element war der Witz über die Drehtüre, welche immer zum ungünstigsten Zeitpunkt geschlossen ist.

Umsetzung:

Wie schon erwähnt, waren einige Ideen vorhanden. Jedoch mussten noch weitere mögliche verlaufsstränge folgen. Nachdem wir genug zusammengetragen hatten, waren wir fest entschlossen, dieses Projekt umsetzen zu können. Es verlang ein sehr abstraktes Denkvermögen, ein Drehbuch für einen Interaktiven Film zu schreiben, welcher anhand der vorherigen Entscheidung sich inhaltlich auch noch anpasst. Grundsätzlich arbeitet Lars gerne mit Papier und Stift, jedoch war es für dieses Projekt unumgänglich, die Geschichte digital zu erstellen, denn ein Notizblock A4 Papier war schnell ein unübersichtlicher Wirrwarr aus Pfeilen.

Bei der praktischen Umsetzung fühlten wir uns dank den Kenntnissen aus dem Modul AUDERZ sicher im Umgang mit dem Equipment. Da das Synchronisieren mehrerer Aufnahmen mit der Tonspur eine lästige und dennoch unumgängliche Arbeit ist, haben wir ab der zweiten Hälfte versucht, zwar das Audioaufnahmegerät Zoom H6 weiterhin zu benutzen für den Pegel, jedoch haben wir den Line Ausgang verwendet zur Kamera, damit die Chanze auf eine Gute Tonspur schon kombiniert mit dem Videoclip entsteht. Wir würden dennoch jedem raten, weiterhin die Rec-Funktion am Audioaufnahmegerät zusätzlich zu verwenden, als Backup. Da an unterschiedlichen Tagen gedreht wurde, haben wir darauf geachtet, immer dieselbe Kleidung beiseitezulegen, um keine Kontinuitätsfehler zu machen. Dennoch könnten Zeitsprünge sichtbar sein anhand der Länge unserer Haare.

Programmierung:

Da wir pro Unterseite und Video immer zwei Entscheidungen zuliessen, war eine erste Programmierung der Seite schon möglich, bevor wir wussten mit wievielen Videos zu rechnen war. Probeweise erstellte Nicolas zunächst 5 HTML-Dokumente mit einem Video und zwei Buttons und unterschiedlichen Titeln. Diese wurden zunächst mit simplem HTML miteinander verlinkt. Da unser Ziel war, die Entscheidungsmöglichkeit, beziehungsweise die Buttons, erst zehn Sekunden vor Schluss einzublenden, wurde es schon ein erstes Mal kompliziert. Der Durchbruch Gelang dann, als klar wurde das wir auf die Dauer des Videos und die aktuelle Position auf dem Videozeitstrahl zugreifen mussten. Das war uns aber mit der Zeit nicht mehr genung. Wir wollten auch die Möglichkeit einer automatischen Weiterleitung zu einer der zwei Auswahlöglichkeiten bieten. Dies gelang durch eine Zufallsselektion. Dann trat aber plötzlich das Problem auf, dass sich die Buttons nicht mehr klicken liessen. Durch Austauschen des „a Link Attributs“ zu „Data Link“ innerhalb der HTML Dokumente, konnten wir das Problem dann beheben. Später kam dann noch eine Countdownfunktion hinzu und eine Exit-Fullscreen Funktion. Diese erlaubt es, den Fullscreen-Mode zehn Sekunden vor Schluss zu verlassen. Dies war uns wichtig, damit User, die im Fullscreenmodus sind, rechtzeitig die Buttons und später auch den Countdown sehen können. Dabei half auch der Github Copilot.

Zum Schluss des Projekts, als alle Filme schon bereit waren, wurde es erneut etwas kompliziert. Nun mussten nähmlich alles Videos in einzelne HTML Files abgefüllt werden. Eine enorme Fleissarbeit, die viel Nerven kostete. Die Programmierung musste anschliessend für die Zufallsauswahl angepasst werden, damit nur einer der zwei zur Verfügung stehenden Links für die automatische Weiterleitungsfunktion ausgewählt wurde.

Am Ende gab es dann noch die üblichen Kinderkrankheiten: Die Responsivness der Webseite war noch nicht ganz sauber. Das konnte aber in ein paar Minuten angepasst werden.

Fazit:

Wir sind grosse Fans vom interaktiven Film Bandersnatch. Dennoch litt er unter harter Kritik, da bei vielen Zuschauern trotz der 11 Enden nicht der Eindruck erweckt wurde, Einfluss auf das Geschehen zu haben. Wir sind der Meinung, dass der Aufwand für das Werk von Netflix unterschätzt wird, denn auch schon unsere 5 Enden haben uns Einiges an Aufwand abverlangt, welcher leider je nach dem auch untergehen kann. Um so ein Detail zu spoilern: Wenn man zum Beispiel mit Nicolas direkt mit dem Velo zum Medienhaus  fährt, ist er schneller als Lars und kommt daher alleine am Velostand an. Wählt man jedoch die Entscheidung, dass er sich noch auf dem Funpark vergnügt, kann er nur zusammen mit Lars ankommen, da dieser ihn inzwischen eingeholt hat.