Einsamer Filmemacher: Cinematic-Music Video

Jeder Filmemacher, der ästhetische Bilder zu schätzen weiss, kennt das Gefühl: Man sieht Videos, die einen beeindrucken und findet sofort neue visuelle Inspirationen, die man in sein nächstes Projekt integrieren möchte. Genau das war mein Ziel bei diesem Projekt: Ein visuell ansprechendes, cinematisches Musikvideo alleine auf die Beine zu stellen.

Dieses Projekt war eine Ein-Mann-Produktion, was bedeutete, dass ich sowohl die kreative Vision als auch alle technischen Aufgaben übernehmen musste. Diese Mehrfachrolle erforderte erheblich mehr Zeit und beeinflusste den Zeitplan stark.

Das ganze begann mit der Konzeption, der Erstellung einer Story und eines Moodboards. Es brauchte viel Zeit, um ein Konzept zu finden, das sowohl kostengünstig war als auch die visuellen Vorstellungen der Band erfüllte. Nach Absprache mit der Band gingen wir dann in die Produktionsphase über.

Wir hatten Glück mit der Location, da wir bei jemandem zu Hause drehen konnten und somit Kosten sparen konnten. Für alle Aufnahmen haben wir zwei Drehtage eingeplant. Da das Lied lang ist, musste ich viele verschiedene B-Roll-Aufnahmen machen, damit die Story am Ende verständlich ist.

Die Technik spielte eine sehr grosse Rolle dabei, das Video cinematisch wirken zu lassen. Das bedeutete kontrolliertes Licht, einen Gimbal und eine gute Kamera mit guter Optik. Jedes Element, von der Beleuchtung bis zur Kameraführung, wurde in voraus geplant und eingesetzt, um die gewünschte Atmosphäre und Ästhetik zu erzeugen.

Die Herausforderung lag darin, mit einem begrenzten Budget ein hochwertiges, leinwandgerechtes Musikvideo zu erstellen. Doch letztendlich habe ich erkannt, dass die Performance genauso wichtig für die cinematische Qualität ist wie die Ästhetik der Bilder.

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(stm)

Preproduktion:

Die Preproduktion begann mit der Suche nach Inspiration in anderen Musikvideos, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, ein Low-Budget-Video zu erstellen. Die Auswahl des Equipments war ein wichtiger Schritt, bei dem ich mich entscheiden musste, wie viele Lichter ich brauche, welche Kamera und Objektive ich verwenden sollte und ob ein Gimbal notwendig ist. Nachdem ich ein Moodboard und eine Storyline erstellt hatte, musste ich mehrere Konzepte durchgehen und überarbeiten, bis ich die endgültige Genehmigung zum Drehen erhielt.

Produktion:

Während der Produktion habe ich gelernt, dass es wichtig ist, genügend Zeit für den Transport und das Aufstellen des Equipments einzuplanen. Wenn man alles alleine aufstellt, sollte man mindestens drei Stunden einrechnen. Ein gut durchdachter Drehplan war entscheidend, um die Zeit effektiv zu nutzen, und ich habe gelernt, dass es nicht notwendig ist, zu viele Takes zu machen.

Postproduktion:

In der Postproduktion war es für den cinematischen Look entscheidend, in einem flachen Profil wie C-Log 2 zu filmen. Die Farbkorrektur spielte eine große Rolle für die Ästhetik des Videos. Der Schnittprozess erforderte mehrere Versionen, bis alle Beteiligten zufrieden waren. Ich habe festgestellt, dass ich für einen fast vierminütigen Song zu wenig B-Roll-Material hatte, was mich daran erinnerte, nicht zu unterschätzen, wie viele Aufnahmen man tatsächlich braucht.

Fazit:

Dieses Projekt war eine intensive Lernerfahrung, die meine Fähigkeiten in allen Phasen der Videoproduktion erweiterte. Ich lernte die Bedeutung einer klaren Vorproduktionsvision, der effektiven Zeitplanung während der Produktion und der Detailgenauigkeit in der Postproduktion. Besonders wertvoll war die Erkenntnis, wie entscheidend ausreichendes B-Roll-Material für die Erzählung einer kohärenten Geschichte ist.

Trotz der Herausforderungen und des Stresses war das Projekt sehr lehrreich. Es hat mir gezeigt, dass es immer am besten ist, mit einem Team zu arbeiten. Nicht nur technisches Können ist wichtig, sondern auch organisatorische Fähigkeiten. Obwohl ich nicht unbedingt der Beste in der Organisation bin, habe ich durch dieses Projekt sicherlich viel gelernt und mich als Filmemacher weiterentwickelt.

Insgesamt hat mich das Projekt sowohl herausgefordert als auch für meine zukünftige Arbeit als Filmemacher bereichert. Es war ein wichtiger Schritt auf meinem Weg und ich freue mich darauf, das Gelernte in meinen zukünftigen Projekten anzuwenden.