Eine Website bekommt ein neues Gesicht

Als Projekt für ein Modul meines Studiums habe ich mich für ein Projekt entschieden, das ziemlich nahe lag: die Website meiner Mutter. Sie arbeitet hauptberuflich als Pflegefachfrau und führt daneben bei uns zu Hause eine Praxis für Craniosacral-Therapie, Fussreflexzonenmassage und Traumatherapie.

Die bisherige Website lief über Jimdo – und war mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Das Design wirkte nicht mehr zeitgemäss, die Seiten waren mit viel Text gefüllt und teilweise unübersichtlich. Ausserdem wurden Bilder verwendet, für die wir nicht die nötigen Urheberrechte hatten. Es war also Zeit für einen Neuanfang.

Ich habe die Website deshalb von Grund auf neu aufgebaut und von Jimdo zu Wix gewechselt. Dabei ging es nicht nur darum, die Farben und das Design auszutauschen. Ich habe die gesamte Struktur überarbeitet, Texte teilweise neu geschrieben, neue Fotos gemacht und einen einheitlicheren visuellen Auftritt geschaffen. Gleichzeitig sollten die vielen Informationen nicht einfach verschwinden.

Ein wichtiger Punkt war deshalb die neue Seitenstruktur. Statt beispielsweise auf der «Über mich» Seite einen langen Fliesstext zu präsentieren, gibt es jetzt zunächst einen kurzen Lead. Wer mehr erfahren möchte, kann über einen Button den ausführlicheren Text öffnen. So bleibt die Website übersichtlich, ohne dass Informationen verloren gehen.

Eine unerwartete Herausforderung war die technische Seite des Umzugs. Die Domain wurde über Jimdo verwaltet, während das Hosting bei Hostpoint lag. Herauszufinden, welcher Anbieter für welchen Teil zuständig ist und wo welche Einstellungen vorgenommen werden müssen, war deutlich zeitaufwändiger als zunächst gedacht. Besonders bei Domain und E-Mail-Adresse musste ich mich zuerst durch die verschiedenen Zuständigkeiten und Einstellungen arbeiten.

Mittlerweile ist die neue Website online. In den kommenden Wochen möchte ich mich noch intensiver mit dem Thema SEO beschäftigen, damit die Website auch bei Suchmaschinen besser gefunden wird.

Das Projekt hat mir vor allem gezeigt, dass eine Website weit mehr ist als ein schönes Design. Hinter einem übersichtlichen Auftritt stecken Struktur, Inhalt, Technik und viele kleine Entscheidungen, die man als Besucher:in normalerweise gar nicht bemerkt.

Die neue Webseite: mariannesaegesser.ch

(mmi)

Im Nachhinein würde ich vor allem die Planung der einzelnen Schritte früher und genauer angehen. Gerade bei der Migration von Domain und E-Mail-Adresse habe ich unterschätzt, wie viele technische Abhängigkeiten dahinterstecken. Dadurch musste ich mich teilweise erst während des Projekts in Themen einarbeiten, mit denen ich vorher kaum Erfahrung hatte.

Auch beim Aufbau der neuen Website habe ich gemerkt, dass es schwierig ist, gleichzeitig den eigenen gestalterischen Vorstellungen und den Bedürfnissen der Nutzer:innen gerecht zu werden. Einige Entscheidungen zur Struktur und zu den Texten habe ich deshalb mehrmals angepasst. Mit einem klareren Konzept und einer festgelegten Seitenstruktur vor dem eigentlichen Design hätte ich mir wahrscheinlich einige Arbeitsschritte ersparen können.

Ausserdem ist die Website noch nicht ganz «fertig». Besonders beim Thema SEO gibt es noch einiges zu optimieren. Rückblickend hätte ich diesen Teil früher einplanen können, statt ihn erst nach dem Launch anzugehen. Trotzdem war gerade das ein wichtiger Teil des Lernprozesses: Eine Website ist kein abgeschlossenes Produkt, sondern etwas, das laufend überprüft und weiterentwickelt werden sollte.