Ein Booklet für meine EP

Meine EP sollte nicht nur digital existieren, sondern auch als physisches Produkt greifbar werden. Dafür habe ich mehrere CDs gebrannt, ein Booklet gestaltet und passende CD-Sticker entwickelt, damit Musik, Design und Material zu einem Gesamtpaket werden.

Ein grosser Teil des Projekts war die Auseinandersetzung mit dem Druck. Ich habe mich mit verschiedenen Papierarten, Druckarten und Farben beschäftigt und gemerkt, dass solche Entscheidungen einen grossen Einfluss auf das Endprodukt haben. Am Bildschirm sieht vieles anders aus als später gedruckt, deshalb musste ich mir gut überlegen, welche Wirkung ich erzielen möchte.Auch beim Booklet stellte sich die Frage, was überhaupt hineingehört. Neben den Songtiteln musste ich entscheiden, welche Texte, Informationen oder gestalterischen Elemente sinnvoll sind. Mir war wichtig, dass das Booklet nicht überladen wirkt, aber trotzdem genug über die EP erzählt.Für den CD-Sticker habe ich den gleichen Look weitergeführt, damit CD, Booklet und Verpackung zusammenpassen. Am Ende sollte alles wie ein kleines Gesamtpaket wirken und die Stimmung der EP weitertragen.

Durch das Projekt wurde meine EP für mich nochmals greifbarer. Aus einem digitalen Musikprojekt entstand etwas Physisches, das man anfassen, anschauen und durchblättern kann.

(mmi)

Zu Beginn des Projekts wollte ich meine EP nicht nur digital veröffentlichen, sondern auch als physisches Produkt umsetzen. Die CD, das Booklet und der CD-Sticker sollten nicht einfach nur Träger der Musik sein, sondern die Stimmung der EP auch visuell weiterführen.
Besonders viel Zeit floss in den gestalterischen Prozess. Am Anfang hatte ich verschiedene Ideen für den Look, die Farben, die Bildwelt und die Anordnung der Texte. Während der Umsetzung merkte ich aber, dass nicht jede Idee wirklich zur Musik passte. Einige Entwürfe wirkten zu ruhig, andere zu überladen oder nicht einheitlich genug. Deshalb habe ich vieles ausprobiert, verglichen und wieder verworfen, bis sich langsam ein Stil herauskristallisierte, der für mich zur EP passte.
Wichtig war mir, dass Booklet, CD-Sticker und Verpackung nicht wie einzelne Elemente wirken, sondern zusammengehören. Ich musste mir deshalb immer wieder überlegen, welche Farben, Schriften und gestalterischen Details sich durch das ganze Projekt ziehen sollen. Auch die Frage, welche Texte ins Booklet kommen und wie viel Raum sie einnehmen dürfen, war Teil dieses Prozesses.

Ein grosses Learning war, dass Gestaltung am Bildschirm nicht automatisch gleich wirkt, wenn sie gedruckt wird. Nach dem Export und im Druck sahen Farben teilweise anders aus als erwartet. Dadurch wurde mir bewusst, wie stark Papierart, Druckart und Material die Wirkung eines Designs verändern können. Ich musste lernen, genauer auf Formate, Auflösung, Grössen und Druckvorgaben zu achten, damit das Endprodukt auch technisch funktioniert.
Auch die Suche nach einer passenden Druckerei war herausfordernd. Nicht jede Druckerei bot genau das an, was ich mir vorgestellt hatte. Ich musste verschiedene Möglichkeiten vergleichen und schauen, welche Druckerei meine Erwartungen an Qualität, Material und Umsetzung am besten erfüllen konnte.
Rückblickend war das Projekt sehr lehrreich, weil ich gemerkt habe, wie viele Entscheidungen hinter einem physischen Produkt stecken. Vor allem der gestalterische Prozess war intensiver als erwartet. Gerade das Ausprobieren, Verwerfen und Überarbeiten half mir aber dabei, einen einheitlichen Look zu entwickeln, der die EP nicht nur verpackt, sondern visuell ergänzt.