Die animierten Känguru Chroniken

Die Känguru-Chroniken – Ob als Buch, Hörbuch, Instagram-Comic oder als Film, einfach eine geniale Geschichte. Um unseren skeptischen Freunden diese näher zu bringen, entschieden wir uns, die Geschichte auf eine Art umzusetzen, welche es bisher noch nicht gab – mit Animation.
Wir haben zwei unserer Lieblingskapitel als Animation umgesetzt und uns anhand dessen das Animieren von Illustrator-Figuren mit After Effects beigebracht.

Der Arbeitsprozess bestand aus vielen Etappen in allen möglichen Programmen. Vom Sound über das Character Design und das Rigging, bis letztlich zur Animation mit After Effects.
Es war eine zeitaufwändige Angelegenheit, doch es hat viel Spass gemacht und war durchaus lehrreich.

(bas)

Reflexion

Mit unserer Idee, eine 2D-Animation von A bis Z selber zu machen – mit so gut wie keiner Erfahrung im Bereich – haben wir uns vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Dieser waren wir uns zwar von Anfang an bewusst. Das wirkliche Ausmass jedoch erkannten wir erst während des Arbeitsprozesses selbst.

Begonnen nur schon mit dem Abklären der rechtlichen Lage mit dem Herausgeber der Original-Buchreihe über das Characterdesign und die gesamte Vorbereitungen für die Animationen brauchten alle Arbeitsschritte enorm viel Zeit. So mussten wir bald einsehen, dass mehr als zwei oder drei Animationen kaum realistisch sein werden. Ausserdem verzögerte sich der Beginn des eigentlichen Animierens immer weiter nach hinten. Schliesslich mussten wir uns zuerst ins Thema einfinden, alle Vorbereitungen treffen und ganz besonders unsere Figuren so sorgfältig und genau erstellen, dass wir sie nachher richtig riggen und animieren konnten.

Zahlreiche Learnings

Umso mehr haben wir jedoch gelernt. Sowohl zum Character Design und Rigging als auch zum Animieren mussten wir uns ins Thema einlesen, Tutorials suchen und ausprobieren, ausprobieren und nochmals ausprobieren. Das hat uns extrem viel weitergebracht. Besonders aber haben wir aus unseren vielzähligen Fehlern gelernt, die wir während dem Designen und Animieren gemacht haben. Diese warfen uns zwar ständig wieder zurück, brachten uns schlussendlich jedoch dazu, etwas neues zu verstehen – und sei es ein noch so kleiner Schritt oder eine noch so kleine Funktion.

Besonders gefreut haben uns beide natürlich die kleineren und grösseren Erfolgserlebnisse, die es sicher genauso oft gab, wie die Hindernisse, auf die wir regelmässig stiessen. Sei es eine Funktion in After Effects oder Illustrator oder ein Bewegungsablauf, der endlich richtig aussah. Zudem waren wir dankbar, uns für die Arbeit zu zweit entschieden zu haben. So waren wir nie auf uns alleine gestellt, konnten uns gegenseitig motivieren und weiterhelfen.

Fazit

Unser Endergebnis erfüllt mehr oder weniger die Erwartungen, die wir anfänglich an unser Projekt hatten. Auch wenn wir mehr Zeit für die Animationen und ganz besonders für die zahlreichen Schritte zur Vorbereitung brauchten, als anfangs gedacht und deshalb weniger zustande gekommen sind als ursprünglich vorgesehen. Ausserdem kamen wir gegen Ende des Animationsprozesses immer mehr unter Zeitdruck. So wurde es zu knapp, alle Details und Vorstellungen auszuarbeiten und zu verfeinern. Die Zeit, die wir jedoch mit Vorbereiten statt Animieren selbst verbracht haben, war alles andere als verschwendet. Für uns war es essenziell, uns genug Zeit vor den Animationen zu nehmen, um die Prozesse zu verstehen, die alle zu einer 2D-Animation gehören und uns überhaupt ernsthaft mit den verschiedenen Animations-Techniken und -Programmen auseinanderzusetzen.

Andernfalls hätten wir uns viel zu überstürzt auf eine Technik und ein bestimmtes Programm fokussiert und hätten dann vielleicht feststellen müssen, dass sie für unsere Zwecke nicht ideal sind.

Unsere zwei Animationen haben durchaus noch viel Potenzial, weiter an ihnen zu arbeiten, sie zu verfeinern und auszubessern. Trotzdem haben wir unser Ziel mit unserem ersten Digezz-Projekt erreicht. Nämlich anhand einiger Kapitel aus den Känguru-Chroniken die Prozesse und Techniken der 2D-Animation kennenzulernen und umzusetzen.