Die 2. Staffel Multitalk auf Radio Calanda
Ein weiteres Semester geht zu Ende und damit auch die zweite Staffel Multitalk. Neue Herausforderungen, neue Learnings und viel Gelächter – das war das zweite Semester von Multitalk auf Radio Calanda und Radio Grischa.
Multitalk neu auch auf Radio Grischa
Nachdem im letzten Semester alles neu war und wir uns zuerst einmal im Radiostudio zurecht finden mussten konnten wir dieses Semester mit Vollgas loslegen! Unser Ziel, dass Multitalk auch auf Radio Grischa zu hören ist, haben wir erreicht! Jeden zweiten Mittwoch läuft Multitalk um 19:00 Uhr auf Radio Grischa. Das ist ein grosser Meilenstein für uns, da Radio Grischa täglich über 60’0000 Hörer:innen hat – ein grosser Schritt für unser kleines Webradio.
Gerne wollten wir uns bei Radio Grischa vorstellen. So durften wir bei ihnen vorbeigehen, unser Konzept vorstellen und bekamen eine Tour durch ihr Radiostudio. Ein Highlight in der Zusammenarbeit mit Radio Grischa war, als wir das Feedback von ihnen erhielten, dass sie unsere Sendung “Das Dilemma von kontroversen Artists und ihrer Musik” sehr interessant gefunden haben.
Inhaltliche Weiterentwicklung und erste Live-Gäste
Inhaltlich haben wir uns in diesem Semester die Challenge gesetzt, mehr in die Tiefe zu tauchen. Dadurch hat es sich ergeben, dass wir mit verschiedenen Persönlichkeiten Interviews führen konnten und sogar unsere ersten Live-Gäste im Studio hatten! Besonders spannend war das Interview mit Nathalie Fritz zum Thema kontroverse Artists. Nathalie Fritz ist Medienethik-Dozentin an der FHGR und hat uns einige spannende Gedankenanstösse gegeben. Ein weiteres Highlight war das Interview mit Manu Sieber. Er ist Vereinspräsident vom Polenta 7000 und hat mit seiner humorvollen Art gute Laune und Sommer-Vorfreude verteilt. Etwas nervös waren wir für unsere ersten Live-Gäste, denn das war nicht nur jemand, sondern gleich zwei Personen. Es war also etwas kuschelig im Studio. Wir durften unsere Vorgänger:innen von Mittschnitt z’Dritt bei uns begrüssen! Lisa und Caro erzählten uns über ihre Bachelorarbeit und was ihre Pläne nach dem Abschluss sind. Wie wir unser erstes Live-Interview gemeistert haben könnt ihr hier hören.



Ein trauriger Abschied
Die zweite Staffel von Multitalk beenden wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Melina hat sich dazu entschieden, Multitalk zu verlassen, um neue Erfahrungen zu sammeln und neue Projekte in Angriff zu nehmen. Wir werden dich vermissen Melina, aber wer weiss: Vielleicht dürfen wir dich trotzdem wieder Mal hinter dem Mikrofon begrüssen. Die letzte Sendung von Melina kann man hier hören.


Was kommt als nächstes?
Wir sind bereit für die dritte Stafel Mutlitalk auf Radio Calanda und Radio Grischa! Wir haben viele Ideen, Gäste, die wir einladen möchten und ganz viel Motivation. Ob wir zu zweit weiterfahren oder eine dritte, neue Person suchen bleibt noch offen. Wenn es euch interessiert folgt uns auf Instagram @radiocalanda, dort wird es auf jeden Fall Updates geben. Wir sind gespannt und freuen uns darauf, Multitalk weiterzuentwickeln. Jetzt steht aber die Sommerpause an. Ab September sind wir dann wieder live auf Sendung. Jeden zweiten Dienstag um 18:00 Uhr auf Radio Calanda und am jeweils darauffolgenden Mittwoch auf Radio Grischa um 19:00 Uhr. Bis dahin könnt ihr ja alle bisherigen Folgen Multitalk nachhören 😉
(mbi)
Aufgabenverteilung
Die Aufgabenverteilung haben wir so wie bereits bekannt beibehalten:
Gemeinsam wird die Sendung vorbereitet und durchgeführt. Alle zwei Wochen am Mittwoch führen wir eine Redaktionssitzung durch, in der wir die letzte Sendung besprechen und die nächste vorbereiten. Dazu gehört die Themenwahl und die Aufteilung, wer welches Segment übernimmt. Die Inhalte und die Rubriken werden dann eigenständig vorbereitet.
Social Media
Melina ist verantwortlich für unseren Instagram-Account. Vor der Sendung wird jeweils ein Teaser-Post und -Story zum Thema gemacht. Am Tag der Sendung gibt es eine Story mit einem Countdown und am Freitag nach der Sendung wird ein Best-of-Clip veröffentlicht. Dieses Semester wurde zusätzlich “Behind-the-Scenes”-Content produziert. Wir haben einige Reels produziert, die den Feed etwas aufgelockert haben.
Technik und Kommunikation
Laila ist am Steuer für die Technik. Sie bereitet jeweils die Sendung im mAirList vor und bedient das Programm auch live während der Sendung. Dank Laila sind die Mikrofone (meistens ;)) zur richtigen Zeit offen und allfällige O-Töne werden im richtigen Moment abgespielt. Zusätzlich steht Laila im Austausch mit Radio Grischa, um ihnen z.B. die Sendung zukommen zu lassen, die jeweils am Mittwoch bei Radio Grischa ausgestrahlt wird.
Podcast, Post-Production und Websitewartung
In Alishas Verantwortung liegt der Bereich Podcast. Jede Sendung wird am Freitag nach der Ausstrahlung als Radio-Podcast auf Spotify und Apple Podcasts hochgeladen. Alisha schneidet diesen Podcast zurecht: alle Musik wird entfernt, Jingles werden eingefügt und allfällige Patzer werden korrigiert. Auch das Pegeln der Lautstärke gehört zum Schneiden des Podcasts. Zusätzlich bereitet Alisha die Live-Sendung für Radio Grischa vor. Das bedeutet, Anfang und Ende werden sauber geschnitten. Dann schickt Alisha die Sendung an Laila und sie leitet die Sendung weiter an Radio Grischa. Neben dem Bereich Podcast ist Alisha auch für die Website von Radio Calanda verantwortlich.
Herausforderungen
Alisha:
Meine grösste Herausforderung war die Website. Während dem HS25 lag das Hosting der Website immer noch bei unseren Vorgänger:innen und dieses sollte an mich übertragen werden. Die Übertragung selbst hat ohne Problem funktioniert, doch als ich radiocalanda.ch öffnete, kam eine Fehlermeldung.
Nach einem ersten Panikanflug habe ich unseren IM-Dozent Wolfgang Bock kontaktiert. Dieser hat mir dann erklärt, dass der Inhalt der Website fehle. Wir hatten also eine Domain ohne Inhalt. Doch wo dieser Inhalt war, wusste niemand. Zum Glück fanden unsere Vorgänger:innen von Mittschnitt z’Dritt den Inhalt auf dem FTP-Server und konnten mir diesen als ZIP-Datei zukommen lassen. Da dies meine erste Erfahrungen in diesem Bereich sind (Verwaltung einer Website, Domain-Übertragung usw.) musste ich viel ausprobieren, bis der Inhalt aus der ZIP-Datei bei Infomaniak und auf der Website sichtbar war. Nach vielen Stunden Arbeit, zwei Wochen Arbeit und einigen Nachtschichten hatten wir wieder eine funktionierende Website!
Melina:
Eine Herausforderung in diesem Semester war die Betreuung unseres Instagram-Kanals.
Im Gegensatz zu vielen anderen Formaten lebt Radio hauptsächlich von Audio, weshalb es nicht immer einfach ist, spannende visuelle Inhalte zu produzieren. Besonders bei Storys, Reels und Behind-the-Scenes-Beiträgen musste ich kreativ werden, um unserer Community einen Einblick in den Radioalltag zu geben. Dabei habe ich gemerkt, dass guter Social-Media-Content oft deutlich mehr Planung und Aufwand benötigt, als man zunächst denkt.
Eine noch grössere Herausforderung war für mich die Entscheidung, Multitalk zu verlassen. Nach zwei Semestern fiel es mir nicht leicht, ein Projekt loszulassen, das mich während meines Studiums begleitet und geprägt hat. Bis heute weiss ich nicht mit Sicherheit, ob es die richtige Entscheidung war. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich mir Zeit für neue Erfahrungen und andere Projekte nehmen möchte, um mich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Oft hört man, man solle aufhören, wenn es am schönsten ist. Genau das habe ich versucht, auch wenn mir dieser Schritt alles andere als leicht gefallen ist.
Laila:
Technik, Technik, Technik. Meine grösste Herausforderung war auch in diesem Semester wieder einmal die Technik. Besonders prägend war eine Sendung, die wir aufgrund technischer Probleme komplett abbrechen mussten. Obwohl das System grundsätzlich funktionierte, wurde die Musik nicht auf den RØDECaster übertragen, wodurch keine Aufzeichnung möglich war. Nach rund einer Stunde Fehlersuche mussten wir die Sendung verschieben und sowohl unser Publikum als auch Radio Grischa darüber informieren.
Gemeinsam mit Marcel konnten wir die Ursache später beheben, indem wir die Broadcast-Software neu installierten. Die Lösung brachte jedoch einen erheblichen Mehraufwand mit sich, da dadurch sämtliche vorgefertigten Sendungsplanungen verloren gingen und neu eingerichtet werden mussten. Da ich viele Einstellungen nicht mehr auswendig wusste, investierte ich mehrere Stunden in die Wiederherstellung des Systems und tauschte mich zusätzlich mit einem technisch versierten Kollegen aus. Rückblickend war diese Situation zwar frustrierend, zeigte mir aber auch, wie wichtig Geduld, systematisches Vorgehen und vor allem technische Dokumentation sind.
Learnings
Alisha:
Viele Learnings sind in diesem Projekt unbewusst passiert. Mit jeder Sendung merke ich, wie ich selbstsicherer wird, freier Spreche und meine Moderations-Stimme besser kennenlerne. Auch in Situationen wo etwas schief läuft kann ich mittlerweile ruhig weitermoderieren. Ein weiteres Learning ist der Umgang mit Adobe Audition. Ich habe mich dieses Semester intensiv mit diesem Programm auseinandergesetzt. Im letzten Semester habe ich den Podcast für Multitalk mit Premiere Pro geschnitten. Schritt für Schritt habe ich mich an Audition gewagt und kann mittlerweile ziemlich gut damit umgehen. Ich habe mich hauptsächlich mit dem Multitrack ausprobiert.
Melina:
Dieses Semester habe ich gelernt, den Perfektionismus manchmal etwas loszulassen. Gerade während einer Live-Sendung läuft nicht immer alles wie geplant. Manchmal funktioniert ein Mikrofon plötzlich nicht, ein Beitrag startet zu spät oder etwas anderes passiert unerwartet. Früher hätten mich solche Situationen wahrscheinlich stärker aus dem Konzept gebracht. Heute weiss ich, dass Fehler dazugehören und man einfach weitermachen muss. Statt in Panik zu geraten, habe ich gelernt, flexibel zu reagieren, die Situation zu nehmen, wie sie kommt, und eine Lösung zu finden. Dadurch bin ich als Moderatorin spontaner geworden und fühle mich hinter dem Mikrofon deutlich sicherer als noch vor einem Jahr.
Auch die Arbeit für unseren Instagram-Kanal hat mir einige wichtige Erkenntnisse gebracht. Oft wirkt ein Post, eine Story oder ein Reel von aussen schnell gemacht. Tatsächlich steckt aber viel Planung, Vorbereitung und Nachbearbeitung dahinter. Deshalb habe ich gelernt, genügend Zeit für Social Media einzuplanen und Inhalte frühzeitig vorzubereiten. Das hat nicht nur Stress reduziert, sondern mir auch ermöglicht, kreativer zu arbeiten und neue Formate auszuprobieren.
Laila:
Die technischen Herausforderungen haben gleichzeitig auch zu meinen wichtigsten Learnings in diesem Semester geführt. Im Vergleich zum Beginn des Projekts habe ich gelernt, in stressigen Situationen deutlich ruhiger zu bleiben. Technische Probleme haben mich zwar nach wie vor beschäftigt, doch ich konnte besser akzeptieren, dass sich nicht jede Störung sofort lösen lässt. Gerade die Erfahrung mit der abgebrochenen Sendung hat mir gezeigt, dass Fehler und Rückschläge Teil des Lernprozesses sind. Das Campusradio ist ein Ausbildungsprojekt, in dem wir Erfahrungen sammeln und aus Problemen lernen sollen, und nicht ein professioneller Sendebetrieb, bei dem immer alles reibungslos funktioniert.
Ein weiteres wichtiges Learning betrifft die Dokumentation technischer Arbeiten. Durch den Mehraufwand nach der Neuinstallation der Broadcast-Software wurde mir bewusst, wie wertvoll eine saubere Dokumentation von Einstellungen, Abläufen und Konfigurationen ist. Künftig möchte ich technische Anpassungen konsequenter festhalten, sei es durch Notizen, Screenshots oder Fotos. Dadurch lassen sich Systeme bei Problemen schneller wiederherstellen und unnötiger Zeitaufwand vermeiden.