Das Igloo

Was ist das? Plötzlich steht ein riesiges Iglu im Foyer der Eduzone… Ein riesiges Projekt der Fachhochschule Graubünden. Was steckt dahinter?

Es ist ganz einfach. Unsere Branche entwickelt sich täglich weiter und die virtuelle Welt gewinnt zunehmend an Bedeutung. Jedoch reicht die Anschaffung eines solchen Objektes nicht. Es muss Content für die FHGR produziert werden, damit dieser an Events vorgeführt werden kann. Eine der vielen Möglichkeiten, die ein Multimedia Producer während dem Studium erforschen kann. Ein Projekt, das über den gesamten Sommer hinweg durchgeführt wurde.

Zusätzlich noch die fertigen Animationen:

(hil)

Produktion

Wir mussten anhand eines Storyboards bestehend aus Text und Bildern arbeiten. Gearbeitet haben wir mit After Effects und Blender. Um die erstellten Animationen zu sichten musste zuerst das Igloo in Betrieb genommen werden. Dazu gehört: Das Einschalten der Geräte in der richtigen Reihenfolge. Zuerst muss man die Beamer starten, anschliessend den Ton und zuletzt den Laptop. Andersrum beim Herunterfahren geht man in der umgekehrten Reihenfolge vor. Das Igloo kann nur bestimmte Formate abspielen. Bewährt hat sich bisher nur der MP4 Container. Andere Formate funktionieren wiederum gar nicht oder sorgten für Systemabstürze. Das Arbeitsformat ist in einer Auflösung von 8000×1000 Pixel. Dies benötigt entsprechend höhere Rechenleistung eines PCs.

Herausforderungen

Die Challenge war es, einfache Visionen in komplexe Animationen für die virtuelle Realität umzusetzen. Wir sind uns Produktionen im Format FullHD und 4K gewohnt. Was wenn wir dieses Konzept über den Haufen schmeissen? Normalerweise betrachten wir ein Objekt, zum Beispiel ein Haus von aussen und können uns räumlich vorstellen, wie das ungefähr aussehen würde. Nun möchten wir das an die Wand im Igloo projizieren. Dafür reicht uns jedoch das Haus allein nicht aus, sondern die gesamte Umgebung muss geschaffen werden. Dazu gehört zum Beispiel auch das, was sich hinter uns befindet und nicht nur vor uns. Beim Sichten unserer Animationen ist uns aufgefallen, dass Objekte oben und unten jeweils verzerrt werden. Das liegt an der Krümmung der Projektionswände. Den Beamern im Igloo ist es nicht möglich, die Perspektive anzupassen. Es hat fünf Beamer, die in verschiedene Richtungen zeigen und somit fünf flache Segmente erzeugen. Dies bewirkte, dass wir schlecht mit runden Objekten arbeiten konnten bzw. mussten wir Workarounds dafür finden, wie zum Beispiel nur einen Teil des Objektes abzubilden.

Fazit

Das Anfangsproblem war die räumliche Vorstellung des VR-Raums. Das erschwerte uns die Visualisierung des Storyboards in diesem Format. Teilweise hat die Rechenleistung der Computer, welche die FHGR speziell für dieses Projekt eingerichtet hat, nicht gereicht. Daher mussten wir eine Kompromisslösung finden. Unter anderem die Animationen simpler gestalten und unter anderem mit eigenen Rechnern arbeiten. Es war jedoch eine der bisher wertvollsten Erfahrungen, die wir für die Praxis sammeln konnten.

Verwendete Programme

After Effects
Blender