Cultural Cookbook 25

Die «La Biennale di Venezia» ist kein klassisches Ausstellungserlebnis, sondern ein Geflecht aus Ideen, Perspektiven und kulturellen Statements aus aller Welt. Genau hier setzt dieses Kochbuch an: Es versteht die einzelnen Länderpavillons nicht nur als Werke, sondern als kulturelle «Rezepte», die analysiert, zerlegt und neu zusammengesetzt werden können.

Die Venedig-Woche

Vom 25.08. bis 30.08. reisten MMP-Studierende nach Venedig, um vor Ort in diese vielschichtige Ausstellung einzutauchen. Jede Person wählte einen Pavillon aus und setzte sich intensiv mit dessen Aussage, Gestaltung und Materialität auseinander. Welche «Zutaten» braucht es, um die Wirkung eines Pavillons zu erzeugen? Welche Konzepte, Materialien und räumlichen Entscheidungen formen das Erlebnis? Was sagt dieser Pavillion aus, welche Message steckt dahinter?

In Anlehnung an ein klassisches Kochbuch werden diese Beobachtungen strukturiert aufbereitet: von der Analyse der Idee über die «Zutatenliste» bis hin zur möglichen «Zubereitung».

«Sehe dir an, was die klügsten Köpfe der Welt für Ideen haben,
um die Welt mit einer künstlerische Art, auf ein neues Level zu bringen!»

Das Sketchbook

Ein treuer Begleiter während dieser Tage war das Sketchbook und natürlich den dazugehörigen Bleistift . Ob auffällige Rauminszenierungen, spannende Details oder unerwartete Perspektiven: Jedes interessante Motiv wurde skizziert und festgehalten. Dieses kontinuierliche Skizzieren diente nicht nur der Dokumentation, sondern vor allem dem gezielten Training der schnellen zeichnerischen Fähigkeiten.

Im Pavillion der nordischen Länder

Das Resultat – Das Cultural Cookbook

Hier ein kleine kürzere Version als Teaser direkt auf Digezz.

Das Resultat dieses Prozesses ist das gemeinschaftlich erarbeitete Kochbuch. Jede Arbeit trägt eine eigene «Rezeptur» in sich. Basierend auf individuelle Beobachtungen, Analysen und Interpretationen der Pavillons und der Künstler. Zusammen entsteht so eine Sammlung, die nicht nur die «La Biennale di Venezia» dokumentiert, sondern sie auf kreative Weise neu erlebbar macht.

Tolle Rückblicke zur Woche erfährst Du auf dem Instagram-Kanal @fhgr_multimediaproduction

Hier kannst Du das komplette Kochbuch ansehen: Cultural-Cookbook

(mbi)

Bianca Mazzoleni

Während des Moduls Sketch & Draw in Venedig habe ich mich eine Woche lang intensiv mit dem Zeichnen beschäftigt. Da ich eigentlich nicht gut zeichnen kann, war das für mich zunächst eine Herausforderung. Trotzdem war es interessant, sich bewusst Zeit zu nehmen, um Gebäude, Räume und Details genauer zu beobachten und festzuhalten.

Besonders die Besuche verschiedener Kirchen haben mir gezeigt, wie wichtig Proportionen, Licht und Raumwirkung sind.

Man nimmt Details anders wahr und beschäftigt sich länger mit einem Motiv. Auch der Besuch der Biennale di Venezia war interessant, da dort sehr unterschiedliche künstlerische Ansätze und Ausdrucksformen gezeigt wurden.

Insgesamt ging es in dieser Woche für mich weniger darum, besonders gut zeichnen zu können, sondern vielmehr darum, mich auf den Prozess einzulassen.

Carlo Pierotto

Am Anfang der Woche habe ich gemerkt, dass ich schon eine Weile nicht mehr skizziert habe. Es hat etwas Zeit gebraucht, bis ich wieder «drin» war. Nach den Skizzen, die wir in den Scuolen und an der Biennale gemacht haben, war ich wieder besser bereit. Ich habe aber trotzdem gemerkt, dass ich bei meinem Subjekt, gewisse Merkmale nicht sehr gut zeichnen konnte, bzw. nicht wusste, wie prägnant sie sein sollten. Wie gut sichtbar sollte ein Faden sein, wie wichtig ist es, dass man das genau erkennt etc.? Da mein Subjekt auch etwas nicht sehr Herkömmliches ist, das man schnell erkennen würde (besonders auf dem 2. Bild, wo die Jacke als Zelt verwendet wird, erkennt man auf den ersten Blick nicht, was dargestellt wird, wenn man nicht an der Biennale war). Alles in allem bin ich aber zufrieden, dass ich mich in den Sketch Skills verbessern konnte und weitere Erfahrungen gesammelt habe, und schaue sehr zufrieden auf eine spannende und lehrreiche Woche zurück.

Christian Steitz

Die Zeit, die wir in Venedig verbringen durften, war eine absolut tolle Erfahrung, die sowohl zeichnerisch als auch kulturell absolut unvergesslich war. Venedig zum ersten Mal zu sehen und dann gleich im Rahmen der Biennale, die unterschiedlichen Pavillons dort kennenzulernen und zu erleben, wie verschieden Kunst und Architektur interpretiert werden können, hat mich sehr beeindruckt. Besonders cool fand ich, dass wir sehr frei darin waren, was wir skizzieren, wo wir arbeiten und wie wir unser Artefakt planen. So konnte man ohne Druck seine zeichnerischen Fähigkeiten verbessern und gleichzeitig diese historische Stadt in vielerlei Hinsicht kennenlernen.

Neben dem Skizzieren war Venedig auch körperlich eine echte Herausforderung, die den Schrittzähler auf dem Handy ordentlich in die Höhe springen liess, da wir alles zu Fuss zurückgelegt haben.

Alles in allem, war die Woche für mich daher nicht nur eine bereichernde kulturelle Erfahrung, sondern auch eine Zeit, in der uns das Skizzieren mit Freude nähergebracht wurde und sich neue kreative Möglichkeiten eröffnet haben.

Damiana Daffré

Als ich erfahren habe, dass ich es in die Venedig-Gruppe geschafft habe, war ich überglücklich. Obwohl ich aus Verona komme und Venedig bereits mehrmals besucht habe, habe ich die Stadt noch nie so erlebt wie auf dieser Reise. Mit dem Sketchbook in der Hand wurde aus einer vertrauten Umgebung ein neuer, intensiver Erfahrungsraum. Ich nahm mir bewusst Zeit, um zu beobachten, zu analysieren und vor allem die Werke der Biennale wirklich zu verstehen. Die Erklärungen unserer Dozent:innen halfen mir dabei, die Kunst auf einer tieferen Ebene zu erfassen.

Besonders wertvoll war für mich die künstlerische Weiterentwicklung. Perspektivisches Zeichnen fiel mir bisher schwer, doch dank Claudios Tipps konnte ich grosse Fortschritte machen. Zudem entdeckte ich durch meine Auseinandersetzung mit meinem ausgewählten Kunstwerk Co-Poiesis etwas Lustiges: Mir liegt das Zeichnen von Robotern überraschend gut.

Neben der künstlerischen Arbeit bleibt vor allem das Gemeinschaftsgefühl in Erinnerung, insbesondere der Moment im Pavillon Santa Sede, als wir gemeinsam musizierten und sangen. Dieser Tag war für mich ein Höhepunkt und wird mir lange in Erinnerung bleiben.

Elena Temelkov

Dieses Projekt war für mich ein sehr lehrreicher und persönlicher Prozess. Früher habe ich sehr gerne gezeichnet, doch vor dem Studium habe ich das immer weniger gemacht. Durch die intensive Routine in dieser Woche konnte ich wieder in einen kreativen Flow kommen. Das tägliche Sketchen hat mir geholfen, dranzubleiben und mich Schritt für Schritt zu verbessern. Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt, dass es am Anfang nicht einfach war, wieder hineinzufinden, da ich meine frühere Routine verloren hatte. Zudem unterscheidet sich Sketchen für mich stark vom klassischen Zeichnen, es ist spontaner, freier und weniger auf Perfektion ausgerichtet, was zuerst ungewohnt war.

Ich habe schnell gemerkt, dass es Motive gibt, die mir leichter fallen als andere. Besonders das Haus hat mich direkt angesprochen. Einerseits konnte ich mich mit der Form und Struktur gut identifizieren, andererseits hat mich auch die Geschichte hinter dem Objekt berührt. Da ich gerne kreativ arbeite, hat mir gerade dieser Aspekt sehr gefallen, weil ich das Motiv nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich interpretieren konnte. Das Zeichnen des Hauses fühlte sich für mich sicherer und vertrauter an als andere Skizzen.

Sehr hilfreich war auch die Technik, die uns Tanja gezeigt hat, Linien mithilfe eines zweiten Blattes als eine Art Lineal zu ziehen und diese anschliessend zu verstärken. Diese Methode hat mir sehr geholfen, klarere Formen zu zeichnen und mehr Sicherheit in meinen Strichen zu bekommen. Zudem haben mich die Arbeiten von Tanja, in denen Farben integriert waren, inspiriert. Deshalb habe ich ebenfalls versucht, Farbe in meine Skizzen einzubauen, um ihnen mehr Tiefe und Ausdruck zu verleihen.

Eine grosse Herausforderung für mich ist der Faktor Zeit. Wenn ich etwas sehr schnell skizzieren muss, fällt es mir schwer, präzise und zufriedenstellend zu arbeiten. Ich brauche Zeit, um mich auf ein Motiv einzulassen und mich wirklich damit auseinanderzusetzen. Deshalb war das Haus für mich einfacher umzusetzen als andere Sketches, da ich dafür genügend Zeit hatte und sorgfältig arbeiten konnte. Sehr hilfreich war auch die Möglichkeit, die Objekte nicht nur direkt abzuzeichnen, sondern sie auch zu fotografieren und später vom Bild aus zu sketchen. Das Arbeiten mit Fotos hat mir mehr Ruhe gegeben und meine Ergebnisse deutlich verbessert.

Ein weiterer Teil des Projekts war das Schreiben der begleitenden Texte. Zu Beginn war mir nicht ganz klar, wie sich das Projekt genau zusammensetzt und was von uns erwartet wird. Mit der Zeit wurde es jedoch spannender, da sich die einzelnen Elemente zu einem Gesamtbild zusammenfügten. Besonders das «Kochbuch»-Konzept war anfangs schwer verständlich für mich, vor allem, wie ich die Zeichnungen als «Zubereitung» formulieren sollte. Durch die Wiederholung und die frühere Aufgabe vor der Venedig-Reise habe ich jedoch besser verstanden, wie ich diesen kreativen Ansatz umsetzen kann.

Insgesamt hat mir das Projekt sehr geholfen, meinen eigenen Stil besser kennenzulernen und neue Techniken auszuprobieren. Es war zudem sehr inspirierend zu sehen, wie unterschiedlich die anderen gearbeitet haben. Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, dranzubleiben, auch wenn etwas am Anfang schwierig ist, und dass kreative Prozesse Zeit, Geduld und Offenheit brauchen.

Jelena Waldvogel

Die Woche in Venedig war intensiv und ganz anders als der Alltag in der FHGR. Die Stadt ist speziell, mit ihren engen Gassen, dem Wasser und der alten Architektur. Genau das machte sie spannend für unser Projekt. Wir haben verschiedene interessante Orte besucht, was geholfen hat, die Stadt besser zu verstehen. Besonders die Stadtführung am ersten Tag war sehr hilfreich, um ein Gefühl für Venedig zu bekommen. Später war die Biennale der Hauptort für unsere Projekte.

Das tägliche Sketchen war nicht immer einfach. Es gab Tage, an denen mir die Zeichnungen nicht gelangen und ich mit dem Ergebnis unzufrieden war. Manchmal fehlte die Konzentration oder die Motivation. Trotzdem war genau dieser Prozess wichtig.

Im Laufe der Woche habe ich gemerkt, dass ich sicherer geworden bin. Ich arbeite schneller und denke weniger lange über jeden Strich nach. Insgesamt hat mir das Projekt geholfen, meine Art zu skizzieren weiterzuentwickeln und sichtbare Fortschritte zu machen.

 

Jessica Fisher

Die Venedigwoche war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, vorallem im Hinblick auf meine zeichnerischen Fähigkeiten. Ich habe mich bewusst für diese Woche angemeldet, weil ich meine Sketch-Skills gezielt verbessern wollte. Schon am ersten Tag, als wir durch Venedig spazierten und alles skizzierten, was wir sahen, merkte ich, wie herausfordernd, aber auch lehrreich dieses intensive Sketching ist. Gleichzeitig erzählten die Dozenten spannende kunsthistorische Fakten, die mir blieben. Es war sehr spannend!

Durch das tägliche Skizzieren entwickelte ich mehr Sicherheit im Umgang mit Proportionen, Perspektiven und schnellen Linien. Ich bemerkte, dass ich mutiger wurde und weniger Angst hatte, Fehler zu machen. Besonders herausfordernd war für mich das Artefakt das ich aussuchte für das Cookbook. AquaPraça, das an der COP30 präsentiert wird. Da es mit optischen Illusionen arbeitet, war es schwierig zu skizzieren. Gerade diese Schwierigkeit zwang mich jedoch, genauer hinzusehen und geduldiger zu arbeiten.

Ein besonderes Highlight war der Besuch eines Pavillons mit Musikinstrumenten. Das gemeinsame Musizieren kreierte eine schöne Atmosphäre. Insgesamt nehme ich aus der Woche nicht nur verbesserte Sketch-Skills mit, sondern auch mehr Selbstvertrauen in meinen gestalterischen Prozess.

Jule Buchmann

Bei meinem Projekt in Venedig konnte ich meine Zeichenskills stark verbessern, da ich innerhalb von dieser Woche so viel gezeichnet hab wie noch nie in meinem Leben.

Ich wählte ein sehr technisches Ausstellungsobjekt, da es mich visuell sehr angesprochen hat mit den langen geschwungenen Wachstumsbiotopen. Besonders viel verbesserte ich mich im schnellen Skizzieren und dem Einbringen von Farben, da ich das bisher nicht wirklich strategisch angewendet hatte. So sind doch ein paar Zeichnungen entstanden, auf die ich durchaus stolz bin und man sieht auf jeder Seite von meinem Skizzenbuch kleine Fortschritte. Ausserdem merkte ich, mit welch anderem Blick ich durch die Stadt gelaufen bin, wenn ich das Skizzenbuch dabei hatte. Obwohl Zeichnen eigentlich gar nicht meine Stärke ist und mir bisher immer eher bedingt Freude gemacht hat, fand ich die Woche sehr spannend und bedanke mich für die Möglichkeit!

Len Wilpert

Die Woche in Venedig war eine richtig gute Erfahrung. Da ich davor noch nie dort war, fand ich es allein schon spannend, die Stadt zum ersten Mal live zu sehen und die ganze Atmosphäre an den Kanälen zu erleben. Aber auch fachlich habe ich einiges mitgenommen: Ich habe viel über Architektur gelernt und konnte vor allem meine Technik beim Skizzieren verbessern. Das absolute Highlight waren für mich aber die Ausstellungen. Und um den Tag perfekt abzurunden, durfte der obligatorische Aperol Spritz am Abend natürlich nicht fehlen.

Lorenzo Reimann

Die Projektwoche in Venedig war intensiv, aber letztendlich eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir waren non-stop in der Stadt und auf dem Biennale Gelände unterwegs, immer auf der Suche nach spannenden Kunst- und Architekturobjekten. Das viele Skizzieren direkt vor Ort hat mir extrem gut gefallen, weil ich die Atmosphäre der Stadt und der Ausstellungen dadurch viel bewusster wahrnehmen konnte, als wenn ich als Tourist d a war. Was mich allerdings ziemlich an meine Grenzen gebracht hat, war der Zeitdruck. An manchen Spots waren wir nur für kurze Zeit. Da musste man die Impressionen fast schon hektisch aufs Papier werfen, bevor es weiterging. Dieses schnelle, intuitive Erfassen von Proportionen und Stimmungen war keineswegs einfach, aber i m Nachhinein eine super Übung. Besonders lehrreich war für mich der Austausch i n der Gruppe. Z u sehen, wie die Kollegen a n ähnliche Motive rangehen, und von ihren Zeichentechniken zu profitieren, hat mir extrem viel gebracht. Richtig cool war auch, dass ein Architekt uns begleitet hat. Sein Ansatz beim Skizzieren war komplett anders als der unserer Zeichenlehrerin, viel reduzierter und geometrischer. Dieser Kontrast hat mir geholfen, mal aus meiner gewohnten Herangehensweise auszubrechen und völlig neue Eindrücke für meinen eigenen Stil mitzunehmen. Alles in allem eine ziemlich anstrengende, aber lehrreiche Woche.

Lynn Hartmann

Venedig war für mich eine sehr spannende und bereichernde Erfahrung. Durch das regelmässige Skizzieren habe ich deutlich gemerkt, wie sich meine Fähigkeiten vom Anfang bis zum Ende der Woche verbessert haben. Besonders herausfordernd waren für mich die schnellen Skizzen, da ich es gewohnt bin, sehr lange an einer Skizze zu arbeiten. Zu Beginn der Woche sass ich deshalb oft noch über 30 Minuten an einer einzelnen Skizze. Mit der Zeit wurde ich jedoch immer sicherer und gegen Ende gelang es mir, meine Skizzen in deutlich kürzerer Zeit fertigzustellen.

Tanja und Claudio gaben uns dabei immer wieder hilfreiche Tipps und Tricks, mit denen sich die Skizzen weiter verbessern liessen. Ausserdem war es sehr spannend, mit so vielen unterschiedlichen Studierenden zusammenzuarbeiten und zu sehen, wie verschieden die Ergebnisse ausfallen konnten – selbst wenn alle dasselbe Motiv skizzierten.

Insgesamt war es eine tolle, intensive und sehr lehrreiche Woche, aus der ich viel mitnehmen konnte.

 

Maurin Tomaschett

Die Woche auf der Biennale in Venedig war eine intensive Erfahrung, bei der das Skizzieren als Werkzeug der Wahrnehmung im Fokus stand. Anstatt die Kunstwerke nur flüchtig zu betrachten, habe ich versucht, die verschiedenen Pavillons und ihre Atmosphäre zeichnerisch festzuhalten. Das tägliche Skizzieren half mir dabei, Details und räumliche Zusammenhänge viel bewusster wahrzunehmen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der vertieften Analyse eines einzelnen Exponats. Indem ich mir viel Zeit nahm, dieses Werk aus verschiedenen Perspektiven zu zeichnen, konnte ich die Materialität und die zugrunde liegende Idee besser verstehen. Diese Kombination aus schnellen Skizzen und einer detaillierten Studie war sehr wertvoll, um die komplexen Inhalte der Ausstellung in eine eigene visuelle Sprache zu übersetzen. Die Reise war eine ideale Gelegenheit, Theorie und Praxis direkt vor Ort zu verknüpfen.

 

Melina Gast

Schon beim ersten Rundgang auf der Biennale fiel mir das Projekt FRICKS direkt ins Auge. Das Zusammenspiel aus den rauen Formen und den schaumigen Texturen hat mich sofort angesprochen, weshalb ich mich für dieses Werk entschieden habe.

Ich habe zuerst viele Fotos gemacht und mich dann länger davor gesetzt, um verschiedene Skizzen anzufertigen. Besonders die Detailskizzen fielen mir anfangs schwer, da ich das Gefühl hatte, man erkennt das Werk auf dem Papier nicht genau genug. Ich merkte jedoch schnell: Sobald ich aufhörte, zu viel nachzudenken und einfach frei zeichnete, entstanden richtig coole Ergebnisse.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass man die komplexe Mischung aus altem Ziegelstaub und dieser neuen, porösen Form am besten begreift, wenn man sich zeichnerisch darauf einlässt. Für mich war das Projekt ein spannendes Beispiel für modernes Recycling, das ich durch das «Kochbuch-Konzept» und meine Skizzen auf meine eigene Weise festgehalten habe.

Natacha Krenger

Die Woche in Venedig war intensiv, inspirierend und zugleich fordernd. Alle zusammen durch die Stadt und in die Biennale zu gehen, zu sketchen, zu beobachten und zu diskutieren, war sehr spannend und hat mich sicher in meinen Sketch-Kompetenzen weitergebracht.

Die Biennale selbst war sehr beeindruckend durch ihre Vielfalt und des Aufbaus der verschiedenen Ausstellungen der Länder. Das Fokussiert auf verschiedene Werke Sketchen und sich auf Texturen achten, hat mir beigebracht den Blickwinkel auch mal zu ändern. Meine Sketch Fähigkeiten haben sich in der Woche deutlich verbessert.

Ich habe The Other Side of the Hill gewählt, weil das Werk Gegensätze sehr klar sichtbar macht. Die starke, geordnete Vorderseite und die brüchige, organische Rückseite haben mich sofort angesprochen. Beim Zeichnen wurde mir bewusst, wie sehr das Werk über Zeit, Zerfall und Veränderung spricht, ohne laut zu sein. Es lädt dazu ein, den Blick zu wechseln und nicht nur das Offensichtliche wahrzunehmen. Diese Erfahrung hat meine Wahl bestätigt und den Besuch der Biennale nachhaltig geprägt.

Nils Kindlimann

Ich fand die Venedig-Woche einfach hervorragend. Es war eine wirklich tolle Zeit in einer extrem eindrücklichen Stadt, und ich war mit vielen coolen Leuten unterwegs, was die Stimmung perfekt gemacht hat. Da ich schon länger nicht mehr in einer Gruppe skizziert hatte, war es eine schöne Abwechslung, mal wieder gemeinsam mit anderen zu zeichnen und sich gegenseitig zu inspirieren.

Ein absolutes Highlight war die Biennale. Diese einzigartige Ausstellung bot so viele tolle Motive, die ich unbedingt in meinem Skizzenbuch verewigen wollte. Es war eine sehr wertvolle Erfahrung, die Stadt auf diese Weise zu erkunden. Ein grosses Dankeschön geht auch an die Dozenten, die alles super organisiert haben. Die Planung hatte genau die richtige Mischung aus Struktur und gleichzeitig genug Freiheit, um die Ausstellungen auf eigene Faust zu entdecken. So konnte ich mich im Skizzieren verbessern und gleichzeitig die Stadt geniessen. Insgesamt war es ein unvergessliches Erlebnis, das mich künstlerisch echt weitergebracht hat.

Ramon Künzle

Die Woche in Venedig war sehr intensiv und brachte viele verschiedene Eindrücke mit sich. Ich befasste mich mit vielen neuen Themen, die ich bis anhin nicht auf dem Schirm hatte.

Die Biennale war eine gute Mischung aus Kunst und kritischer Hinterfragung unserer Gewohnheiten. Dadurch, dass man sich für das Kochbuch mit einem Artefakt besonders stark auseinandersetzen musste, erhielt man mehr Verständnis dafür und schaute es nicht nur oberflächlich beim Vorbeigehen an.

Im Vordergrund stand jedoch das Sketchen. Ich merkte, wie sich meine Strichführung im Laufe der Venedig Woche verbesserte und ich erlangte mehr Verständnis für das Darstellen eines Körpers auf Papier. Auch wenn die Woche sehr anstrengend war und man viele Kilometer zu Fuss zurücklegen musste, war es eine tolle Erfahrung.

 

Tim Brönimann

Während der Woche wurde das Skizzieren immer einfacher. Die Hemmschwelle sank deutlich. Es fiel zunehmend leichter, sich hinzusetzen und einfach zu beginnen. Gleichzeitig entstand aber ein innerer Druck. Ich wollte jede Skizze verbessern und möglichst perfekt machen. Dadurch fiel es mir schwer, schnell und einfach zu zeichnen.

Besonders schwierig blieb die Perspektive. Eine Skizze steht und fällt oft mit den ersten zwei oder drei Strichen. Wenn diese nicht stimmen, wirkt das ganze Bild falsch. Genau hier fehlt mir noch Übung. Ich muss lernen, diese ersten Linien sicherer und schneller zu setzen, ohne viel zu radieren.

Trotzdem ziehe ich ein positives Fazit aus der Woche. Skizzieren ist eine sehr gute Methode, um Eindrücke festzuhalten. Es bringt Ruhe und macht Spass. Man schaut genauer hin und nimmt sich mehr Zeit. Es fühlt sich an wie Fotografieren, nur langsamer und bewusster.

Vanessa Oberhänsli

Die Woche in Venedig war intensiv und sehr inspirierend. Gleich am ersten Tag starteten wir mit einer Stadtführung durch Venedig. Wir besichtigten verschiedene Kirchen und hatten immer wieder die Möglichkeit, vor Ort zu skizzieren. Das half mir, Architektur bewusster wahrzunehmen und Details genauer zu beobachten.

Anschliessend besuchten wir die Biennale. In den Giardini hielten wir zuerst kurze Präsentationen zu Themen, die wir im Voraus vorbereitet hatten. Danach erkundeten wir die Ausstellung der Länderpavillons. Die Vielfalt der Beiträge war sehr eindrücklich. Es fiel mir schwer, mich für ein einziges Artefakt zu entscheiden, da es viele spannende Arbeiten gab. Nachdem wir gewählt hatten, fotografierten und skizzierten wir unser Objekt.

Das Schreiben des Rezepts war anspruchsvoller als erwartet. Besonders die Zutaten erforderten genaue Recherche, da man verstehen musste, welche Materialien, Techniken und Prozesse nötig sind. Zudem ging es nicht nur um die Herstellung, sondern auch um die Bedeutung und den historischen Hintergrund des Artefakts. Ich persönlich fand mein ausgewähltes Objekt am spannendsten, weil es für mich echte Handwerkskunst zeigte. Insgesamt war es teilweise schwierig, die Kunst vollständig zu verstehen, doch alle Werke hatten einen tieferen Sinn, was die Auseinandersetzung besonders interessant machte.

Andrina Leimgruber

Die Woche in Venedig war für mich definitiv eine Bereicherung. Ich fand die unterschiedlichen Pavillons, die die SchülerInenn vorstellten, spannend und eindrücklich. Besonders gefiel mir, dass wir sehr frei waren in Bezug auf Zeichnen und die Kunst betrachten. Manchmal fand ich die Tage etwas zu lang, da es auch oft viel Stehen und zuhören war. Zudem fand ich es sehr toll, dass wir zu Beginn die Stadt, oder einen Teil zumindest kennen lernen durften.