Geschützt: Creature Nation – oder wie druckt man Geld?
Selten habe ich wohl so viel aus einem Projekt gelernt. Nicht nur beim gesamten Druckprozess und der Aufbereitung der Druckdaten konnte ich viel selbst umsetzen, auch unerwartete Herausforderungen entstanden.
Da Zoe in den USA aufgewachsen ist, sind beispielsweise Zentimeter und DIN-Formate für sie ungewohnt. Auch die Kameraeinstellungen waren teilweise unterschiedlich. Dadurch mussten wir uns am Anfang erst aneinander anpassen und sprachen nicht immer vom Gleichen.
Der Prozess dauerte deutlich länger als geplant und ich musste mehr unterstützen als erwartet. Die Organisation von Kamera, Druckatelier und Material sowie die Koordination unserer Treffen lag hauptsächlich bei mir und wurde zunehmend anspruchsvoll.
Gleichzeitig konnte ich in diesem Studium zum ersten Mal eine Kamera richtig einsetzen, in S-Log und V-Log filmen und komplette Kamera-Setups erstellen.
Mit den Druckprodukten bin ich am Ende sehr zufrieden. Sie überzeugen durch ihre Farbigkeit und fühlen sich hochwertig an. Auch Zoe war damit zufrieden.
Leider verzögerte sich der weitere Verlauf des Projekts. Aus dem ursprünglichen Plan, das Video gemeinsam zu editieren, wurde nichts. Irgendwann reiste Zoe zurück in die USA und danach hörte ich nichts mehr von ihr.
Das ist für mich schade, da ich mir sehr gewünscht hätte, von ihr im Bereich Film zu lernen. Auch die Aufteilung der Arbeit hätte vermutlich zu einem noch besseren Endergebnis geführt.
Für zukünftige Projekte mit externen Personen würde ich deshalb klare Abmachungen und eventuell einen Vertrag festhalten, um Erwartungen und Verantwortlichkeiten besser zu definieren.
Dass ich das Video nun nicht veröffentlichen kann, ist ärgerlich. Ich hatte nicht damit gerechnet, so viel Zeit in das Projekt zu investieren, und ursprünglich geplant, es bereits während der Wintersemesterferien abzuschliessen.
Trotzdem konnte ich beim Editing enorm viel lernen. Auch wenn es herausfordernd war, aus teilweise wackeligem und unscharfem Material ein fertiges Video zu erstellen, entstand am Ende ein roter Faden.
Besonders durch das Color Grading konnte ich viel Wissen aufbauen, was eines meiner Ziele war. Auch über Kameraführung und Kamerahaltung habe ich viel gelernt. Im Nachhinein hätte ich stärker auf den Fokus achten müssen, da einiges an Footage unscharf geworden ist. Auch ein Gimbal oder Stativ wäre vermutlich sinnvoll gewesen, da viele Aufnahmen sehr wackelig sind.
Grundsätzlich konnte ich meine Projektziele erreichen und aus dem gesamten Prozess sehr viel lernen.