Blender – the Encounter

Mein erstes freies Blender Projekt. Ein absolutes Fiasko, aber ich habe es genossen und sogar etwas gelernt. Das Endprodukt weicht zwar extrem von meinem ursprünglichen Vorhaben ab, ist aber ein „work in progress“. Ziel war es, mich mit Blender vertrauter zu machen, und auch wenn ich nun gefühlt mit mehr Fragen als zuvor dasitze, habe ich dennoch Fortschritte gemacht.

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Das Blender nicht besonders anfängerfreundlich ist, war mir klar, dennoch habe ich mich extrem verschätzt. Sei es mich selbst, den benötigten Arbeitsaufwand und Rechenleistung oder der Komplexität des Programms. Photoshop ist vergleichsweise ein Dreirad.

Meine Idee war es, einer Strasse entlang eine rückwärts fahrende Kamera zu animieren, welche sich im Anschluss übergangslos wiederholen oder „loopen“ lässt. Eine Figur, die mit derselben Geschwindigkeit auf die Kamera zu läuft und eine Umgebung mit zertrümmerten, umhergestreuten Objekten.

Aufgrund wiederholter Schwierigkeiten und einer extrem langen Renderzeit konnte ich mein Vorhaben nicht rechtzeitig fertigstellen. Entsprechend habe ich das Projekt angepasst und als GIF exportiert, um mehrere Tage an Rendern zu umgehen.

Die Nutzung von „Nodes“ war bei diesem Projekt ein zentraler Bestandteil. Ein mir bisher fremdes System. Mithilfe von Tutorials konnte ich mich damit Teile einer Umgebung zusammenbasteln und generieren lassen. Auch dort bin ich aber auf Schwierigkeiten gestossen, weshalb ich wiederholt neu anfangen musste, bis ich etwas für das Projekt brauchen konnte.

Mit dem momentanen Zustand der „Animation“ bin ich auf jeden Fall unzufrieden. Deshalb werde ich zukünftig daran weiter arbeiten. Zum einen möchte ich meine ursprüngliche Vision des Endproduktes auch realisieren, ohne endlos Kompromisse eingehen zu müssen, wie es bis jetzt der Fall war, zum anderen sind gewisse Teile, die schlichtweg noch unvollständig sind, weil ich bei dem jeweiligen Problem noch kein „Workaround“ gefunden habe.

Dennoch hatte ich während dem Prozess Spass. Es sehr befriedigend zu sehen, wie sich eine Szene vor einem zusammensetzt und der Aufwand Früchte zu tragen beginnt. Vor allem wenn es etwas selbst erarbeitetes ist, und nicht ein Nachahmen mithilfe von Tutorials wie es im Moment bei mir noch hauptsächlich der Fall ist.

Ausserdem habe ich trotz des Endproduktes mein Ziel erreicht. Mich mit Blender zu befassen und mich mit den Grundlagen vertraut zu machen. Das Modellieren einfacher Gegenstände habe ich inzwischen im Griff und muss nicht mehr jedes Mal im Internet nachschauen. Mit Texturen habe ich weiterhin zu kämpfen. Besonders das Arbeiten mit „Nodes“, sei es für „Compositing“, „Shading“, oder „Geometry Nodes“ ist mich noch etwas fremd, aber auch dort habe ich meine Ersten, wenn auch kleine Erfolge gesehen.

Was mein Workflow angeht, habe ich rückblickend gut gearbeitet, nur habe ich unterschätzt, wie viel Aufwand und Zeit um zu Rendern benötigt wird. Bei fix definierten Arbeiten wurden klare vorgaben und teilweise sogar Einschränkungen gegeben, um dies zu vermeiden. Den Sinn dahinter sehe ich jetzt.

Zukünftig möchte ich auf jeden Fall weiterhin mit Blender arbeiten und dieses Projekt fertigstellen/weiterentwickeln. Ich werde mir aber beim nächsten Mal definitiv ein weniger umfangreiches Projekt vornehmen, um das dann auch von A-Z umsetzten zu können.

(Die Figur, welche am Ende des GIF zu sehen ist, ist nicht im Rahmen dieses Digezz-projektes entstanden, sondern war Teil meines Leistungsnachweises des Kurses Mediengestaltung)