Blender Projekt

In diesem Semester bin ich das erste Mal in Berührung mit dem Programm Blender gekommen und habe gemerkt, dass dieses Programm mein Interesse über 3D Modelling geweckt hat. Jetzt wollte ich ein Projekt machen, bei dem ich nicht an die Vorgaben des Unterrichts gebunden war.

Zu meinem Projekt habe ich mir ein gutes Bild als Baseline ausgesucht und der Spass hat begonnen. Da unsere Dozenten im Modul uns ausdrücklich gewarnt haben, keine Gesichter/Menschen/Tiere zu gestallten, dachte ich mir, say no more, challenge accepted!

Die Umsetzung

Für die Umsetzung habe ich alles im Low-Poly Style gehalten, da ich den Bogen nicht direkt überspannen wollte mit meinen Künsten.


Dabei bin ich wie folgt vorgegangen:

  1. Gesicht modellieren und via Mirror Modifier «spiegeln»
  2. Körper erstellen (für die Pose habe ich ein Dummy Model verwendet und via «Pose» in die richtige Position gebracht und schliesslich darüber modelliert)
  3. Zweite Statue kopieren und anpassen
  4. Berge und Wasser gestalten
  5. Licht und Kameraperspektive erstellen

Das Finale Ergebnis

(ash)

Idee

Die Idee war bei mir eine Kurzschlussidee. Ich wollte nach der Woche Unterricht in Blender schon viel zu viel machen. Doch ich habe da schon den Zeitaufwand unterschätzt. Doch was beim ersten Mal schon Zeit gefressen hat, waren die einfachsten Befehle. Das wollte ich dieses mal besser hinkriegen.
Also versuchte ich zuerst etwas auf meinem Tablet zu Zeichnen, damit ich direkt auch noch in Sketch und Draw Übung gewinnen kann. Doch ich habe mir ziemlich schnell ein Bild von „Herr der Ringe“ ausgesucht, da ich diese Filme liebe. Dann habe ich das Bild in Blender hochgeladen und der Spass begann.

 

Der steinige Weg zum Ziel

Da ich die Basic Shortcuts schon verinnerlicht hatte, dachte ich mir, dass es nicht so ein grosses Problem wird. Ich darf mich einfach auf dem Weg zum Ziel nicht an Kleinigkeiten festfahren. Doch leider hörte ich die Stimme unserer Dozenten im Kopf, die Finger von Gesichtern und Menschen zu lassen. Meine kluge Idee war es
einen Zwischenweg zu gehen mit den Statuen. Doch auch das war/ist schwieriger als gedacht. Also musste doch Hilfe aus dem Internet her. Die Mirror Funktion konnte ich so sehr gut kennen und lieben lernen, da Symmetrie ein wichtiger Aspekt beim gestalten von 3d Modellen ist. Natürlich haben uns unsere Dozenten auch gesagt, wir
sollen bei unserem ersten Projekt die Funktion von „Sculpting“ nicht verwenden. Umso mehr habe ich mich gefreut, diese nun bei meinem Digezz Projekt auszuprobieren. Doch auch da habe ich festgestellt, dass unsere Dozenten nicht umsonst Dozenten sind und wir die Lernenden. Denn die Polygone verschieben sich zum Teil
komisch und man bekommt einige unschöne Flächen. Doch auch da konnte ich sehr viel Mitnehmen und lernen.

Der letzte und schwierigste Punkt für mich war aber die Belichtung. Denn in meinem ersten Projekt habe ich einfach eine Sonne reingeklatscht – Fertig. Doch bei diesem Projekt habe ich mit den Blender-Einstellungen versucht verschiedene Schatten, Lichter und Winkel zu beachten. Das haben unsere Dozenten zwar nicht spezifisch
erwähnt, doch ich denke das kommt bestimmt nächstes Semester noch.

Fazit

Natürlich habe ich mich wieder überschätzt, wie bei den vorherigen Digezz-Projekten. Ich dachte zu Anfang, ich wäre begabter mit diesem Programm. Doch trotz allem Fluchen und stundenlangem Suchen im Wireframe-Modus nach einem kleinen Punkt, hat mir das Projekt viel Spass bereitet.
Ich werde in Zukunft sicherlich nochmals mit Blender arbeiten, da ich das 3d Modeling absolut für mich entdeckt habe.
Die wichtigsten Learnings/Shortcuts für mich:

  • Mirror-Modifier, bester Modifier
  • Sculpting ohne Vorwissen kann mehr Probleme machen, als es hilft
  • Licht und Schatten sind schwer zu Positionieren, so dass es realistisch aussieht
  • alt+rechtsklick (wenn man einen Loopcut hat wählt den ganzen Schnitt aus) ist wenn man Subdivs. macht dein Freund
  • c um mehrere Flächen auszuwählen