Behind the Scenes am Filmset
Im Sommer 2025 habe ich das Filmset von «Fremde Heimat» besucht und über drei Tage hinweg Behind the Scenes Bilder gemacht.
Es war Mitte August, die Wiesen waren noch mit Tau überdeckt, doch am Nachmittag sollten die Temperaturen auf 30 Grad klettern. Ich sass im Auto auf einem Waldweg in Weissenburg im Simmental. Dass ich an der Feldschützengemeinschaft Oberiswil und der Glühwy TrinkBar noch ein zweites Mal vorbeifahren würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Vanessa hatte mir am Vortag einen Standort geschickt, mitten im Wald an einem kleinen Fluss mit Wasserfall. Google Maps führte mich gekonnt über Waldwege und Schotterstrassen, bis es irgendwann mitten im Wald hiess: «Sie haben Ihr Ziel erreicht.» I don’t think so. Nach einem kurzen Telefonat mit Aufnahmeleiterin Vanessa wurde mir klar: Ich war auf der falschen Seite des Tals. Gute 40 Minuten später erreichte ich das Team, das bereits am Aufbauen war.
Das schattige Flussufer war kälter als erwartet, und auch das Filmset wirkte insgesamt gemächlicher, als ich es mir vorgestellt hatte. Das gab mir aber ausreichend Zeit, um Bilder zu machen. Die Einstellungen wurden mehrmals wiederholt, und ich hatte die Chance, den perfekten Ausschnitt zu finden.












Eine weitere Erkenntnis war das Licht: Jede Einstellung wurde ideal ausgeleuchtet, was mir das Fotografieren deutlich erleichterte. Ausserdem konnte ich mir einiges an Beleuchtungstechnik abschauen. Gerade an schwer zugänglichen Orten wie dem Wasserfall arbeitete das Team oft mit negativem Fill statt mit zusätzlichem Licht.
Shot für Shot wurde abgehakt, und in der Mittagspause hatte ich kurz Zeit, die Portraits für das Filmplakat mit Yara zu besprechen. Ziel war es, am nächsten Tag in der Drehpause Portraits der Protagonistin vor grauem Hintergrund zu machen, um diese anschliessend freizustellen.




Über die nächsten zwei Tage hinweg wurde in einem Café und in einer Ferienwohnung gedreht. Ich fotografierte und unterstützte das Team beim Transport zwischen den Locations.










Ich fand es beeindruckend zu sehen, wie viel Planung und Koordination in so einem Film steckt. Kamera, Ton, Regie, Hair/Make-up, Licht usw. alle Departments mussten aufeinander abgestimmt sein, damit es als grosses Ganzes funktioniert.










Mit 925 Bildern und vielen Eindrücken im Gepäck verabschiedete ich mich vom Team und machte mich an die Nachbearbeitung.
(vha)
Ich habe einen spannenden Einblick in die Produktion eines Kurzfilms erhalten, was mir sehr gefallen hat. Dabei konnte ich viel über die Produktionsplanung lernen und war überrascht, wie gross der Aufwand für ein solches Projekt ist.
Meine Bilder gefallen mir stilistisch gut, besonders dass es mir gelungen ist, den Mood der Locations einzufangen. Bei der Nachbearbeitung half mir, dass ich bereits während des Fotografierens eine grobe Auswahl mittels Sternebewertung auf der Kamera getroffen habe.
Verbessern würde ich die Vielfalt der Bilder. Gerne hätte ich noch mehr Aufnahmen vom Transport und vom Unterwegssein gemacht, um einen noch intimeren Einblick zu geben.