Balance – Tanzvideo

Visuelle Umsetzung einer Choreografie zwischen Alltag und Studio

In diesem Projekt habe ich einen kurzen Tanzfilm realisiert, um mich heranzutasten an das Filmen und die visuelle Umsetzung von Bewegung. Ziel war es, die Choreografie meiner Kollegin filmisch zu erfassen und dabei mit Kamera und Ton zu experimentieren. Die Idee bestand darin, alltägliche Räume wie die Wohnung als Ausgangspunkt einzubeziehen und durch Tanz Momente des Ausbrechens, der Balance und der Dynamik zu erzeugen. In der Wohnung habe ich bewusst auf Low-Shutter-Aufnahmen verzichtet, während diese Einstellungen auf dem Weg zum Studio und beim Tanzen zum Einsatz kamen, um die Bewegung sichtbarer zu machen und zu verdeutlichen, dass sich diese Momente anders anfühlen – ein symbolisches Ausbrechen aus dem Alltag.

Gedreht wurde hauptsächlich im Studio, mit wenigen kurzen Szenen bei ihr zuhause. Entstanden sind ein längeres Video und eine gekürzte Version für Instagram, die die experimentelle Herangehensweise und die visuelle Umsetzung der Choreografie vermitteln.

Reel: https://www.instagram.com/p/DTLlutIgL1J/

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(abb)

Das Projekt eignete sich gut, um erste Erfahrungen im Bereich Tanzvideo zu sammeln und ein Gefühl für das Zusammenspiel von Bewegung, Kamera und Raum zu entwickeln. Besonders wertvoll war der experimentelle Ansatz, bei dem ich bewusst ohne starre Vorgaben gearbeitet habe. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine gezieltere Vorbereitung den Dreh effizienter und die Umsetzung präziser gemacht hätte. Eine intensivere Auseinandersetzung mit den Kameraeinstellungen sowie ein Probelauf hätten geholfen, Unsicherheiten während des Drehs zu reduzieren.

Eine besondere Herausforderung stellte der Ton dar. Ich habe mich bewusst entschieden, die Musik direkt aus der Tonaufnahme zu übernehmen, um die Klänge der Tanzschritte hörbar zu machen und die Körperlichkeit der Bewegung zu unterstreichen. Diese Entscheidung unterstützte die Nähe zur Performance, brachte jedoch auch technische Schwierigkeiten mit sich, da sich Schritte, Raumklang und Umgebungsgeräusche nicht immer klar voneinander trennen liessen.

In einem nächsten Projekt würde ich den Ton anders angehen und die Tanzschritte separat aufnehmen, um mehr Kontrolle über die Klangqualität zu haben. Anschliessend würde ich Musik gezielt darüberlegen, um Atmosphäre und Rhythmus bewusster steuern zu können. Insgesamt hat mir das Projekt gezeigt, wie wichtig eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Ton ist und dass Bild und Ton gleichwertig gedacht werden müssen, um eine stimmige audiovisuelle Umsetzung zu erreichen.