Aus Apéro wird Kunst

Ich habe eine Leidenschaft für das «Aperölen» – eine wunderbare Tradition, bei der man sich in geselliger Runde trifft, um kleine Köstlichkeiten und gute Getränke zu geniessen. Ich habe meine Apéro-Tische, die stets mit allerlei Leckereien und Getränken gedeckt sind, abgezeichnet und in kunstvollen Siebdrucken verewigt.

Skizzen
In den letzten drei Monaten habe ich immer wieder während des «Aperölens» gezeichnet. Auf meinen Skizzen sind die Speisen, das Geschirr und die Getränke zu sehen, die meine Apéro-Tische schmückten. Diese Zeichnungen entstanden direkt vor Ort und fangen die gedeckten Tische ein.

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Siebdruck
Sechs Vormittage habe ich im Siebdruckatelier in Solothurn verbracht. Während dieser Zeit habe ich sieben Siebe belichtet, die jeweils unterschiedliche Skizzen enthielten. Ich habe meine Skizzen immer wieder übereinander gedruckt und gleichzeitig an etwa 40 Plakaten gearbeitet, wobei ich auf jedem verschiedene Elemente anders platzierte.

Durch diese experimentelle und manchmal auch zufällige Herangehensweise sind nun 20 einzigartige Plakate entstanden, die meine Skizzen mit den Wörtern «Prost» und «Salute» kombinieren. Diese Wort-Ergänzungen fand ich passend, da sie bei meinen Apéros häufig verwendet werden und die gesellige Atmosphäre wunderbar einfangen.

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Siebdruck-Prozess
Während des Siebdruckens habe ich den gesamten Prozess filmisch festgehalten. In diesem Film soll deutlich werden, wie aufwändig das Siebdrucken ist. Es erfordert viel Zeit, die Siebe zu belichten, die Siebe trocknen zu lassen und die Siebe zu reinigen, wenn man die Farbe wechseln möchte. Am Ende müssen die Siebe zudem wieder entbelichtet werden. Ein spannender, aber sehr aufwändiger Prozess.

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(abb)

Idee & Inspiration

Die Idee, mit dem Siebdrucken zu beginnen, kam mir recht schnell. Während meiner Ausbildung zur Grafikerin hatten wir ein Projekt, bei dem wir Siebdrucken ausprobierten. Schon damals hat es mir viel Freude bereitet. Da das jedoch einige Jahre zurücklag, erinnerte ich mich nicht mehr an den gesamten Prozess. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Atelier. Zu meiner Begeisterung fand ich in meiner Heimatstadt Solothurn ein Atelier, in dem man nach einem Einführungskurs selbst Siebdrucken konnte. Nun hatte ich den Ort gefunden, aber es stellte sich die Frage: Was will ich drucken?

Beim «Aperölen» hatte ich einmal Stift und Papier dabei und fing an zu zeichnen. Diese Zeichnungen entwickelten sich immer mehr zu Skizzen, die sich sehr gut für das Siebdrucken eigneten.

Umsetzung

Mit meinen ersten Skizzen ging ich ins Atelier und begann ohne festen Plan mit dem Belichten und Drucken. Dabei passierten auch Fehler, wie falsch belichtete Siebe, welche man nicht verwenden konnte. Dies war sehr ärgerlich, da viel Zeit investiert wurde und ich daraus nichts machen konnte. Der Prozess des Siebdruckens ist sehr aufwändig. Viel Zeit geht auch für das Reinigen der Siebe drauf, was mir anfangs nicht mehr bewusst war. Dennoch ging ich immer wieder ins Atelier, brachte neue Skizzen mit und druckte weitere Plakate.

Beim Siebdrucken ist das Tolle, dass  immer wieder übereinander drucken kann. Ich liess vieles einfach auf mich zukommen und druckte nicht sehr geplant, aber genau das machte mir Spass. Ich arbeitete an 40 Plakaten gleichzieht. Mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass die Plakate noch Wörter brauchen. Beim «Aperölen» sagt man oft «Salute» und «Prost», was ich dann sehr passend fand. Den gesamten Prozess habe ich filmisch festgehalten, da ich zeigen wollte was alles gemacht werden muss um Siebdrucken zu können und gleichzeitig meine Videoschnitt-Fähigkeiten verbessern wollte.

Fazit

Dieses Projekt hat mir grosse Freude bereitet. Es war spannend zu skizzieren und zu sehen, was man mit Siebdruck alles erreichen kann. Das Projekt war allerdings nicht ganz kostengünstig, da auch Raummiete und Materialkosten anfielen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und den Erfahrungen, die ich dabei sammeln konnte. Ich werde definitiv wieder einmal Siebdrucken!