Animatic «From Grey to Colour»

Was braucht es, um aus einem gleichgültigen Alltag auszubrechen? From Grey to Color erzählt in Form eines Animationsfilms von einem unscheinbaren Moment, der genügt, um wieder Sinn, Schönheit und Farbe im Leben zu entdecken.

Ausgangspunkt des Projekts ist ein von Christoph Pfister komponiertes Klavierstück, das ursprünglich für eine Contemporary-Dance-Performance gedacht war. Schnell entwickelten sich jedoch erste visuelle Bilder und eine narrative Idee, die sich besonders für das Medium Animation eignete.

Im Zentrum der Geschichte steht ein Protagonist, der sein Leben emotionslos und mechanisch durchläuft. Sein Alltag ist geprägt von Routinen: aufstehen, zur Arbeit gehen, in einem Büro sitzen, funktionieren. Um diesen Zustand visuell zu unterstreichen, ist die Welt, in der er sich bewegt, vollständig in Graustufen gehalten. Auch das Sounddesign verstärkt dieses Gefühl der Leere – laute Stadtgeräusche, Stress, Hektik und Anonymität dominieren die Tonspur.

Der Wendepunkt der Geschichte kündigt sich subtil an: Während der Protagonist im Büro sitzt, taucht erstmals ein Element von Farbe auf – ein blauer Schmetterling, der draussen vorbeifliegt. Gleichzeitig ist zum ersten Mal leise die Klaviermelodie zu hören. Er blickt auf, steht auf und folgt dem Schmetterling. Mit diesem Moment beginnt sich nicht nur seine Bewegung zu verändern, sondern auch die akustische und emotionale Ebene des Films: Die Musik rückt in den Vordergrund, die Stadtgeräusche treten zurück.

Der Schmetterling führt ihn schliesslich zu einem leuchtenden Torbogen – einem Übergang in eine andere Welt. Hinter diesem Tor öffnet sich eine farbige, lebendige Berglandschaft. Der Protagonist ist angekommen, glücklich und selbst nicht mehr grau. Die Geschichte endet mit einem letzten Bild des Schmetterlings und einem leisen Nachhall: In seiner Wohnung ist nun Farbe, auch wenn die Welt darum herum noch grau bleibt.

Umsetzung & Einschränkung

Aus zeitlichen Gründen wurde im Rahmen dieses Projekts nicht der vollständige Film, sondern ein Animatic mit den wichtigsten Szenen umgesetzt. Die Musik ist ebenfalls noch nicht vollständig eingebunden – dies wird erst im fertigen Film eingefügt.

Hier die Verlinkung zum Animatic:

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Bilder aus dem Prozess

(abb)

Wir haben den Aufwand für einen “kurzen” Animationsfilm nebst allen anderen Abgaben, Job und Privatleben deutlich unterschätzt. Auch wenn das erste Meeting bereits Mitte Juni 2025 stattfand, als Christoph Sina die Idee vorstellte und während der Semesterferien Ende Juli Muriel als Zeichnerin ins Boot geholt wurde, gab es immer mehr zu tun.
Entstanden ist nun dieses Animatic der Geschichte, dass einen guten Überblick gibt, wo die Reise hingehen soll. 

Herausforderungen gab es während dieser Zeit einige: Die Geschichte schreiben und finalisieren. Ein Storyboard zeichnen. Termine finden für Webex-Calls. Deadlines definieren. After Effects lernen. Procreate und Photoshop-Layer und so einsetzen, dass After Effects sie lesen kann. Design-Entwürfe besprechen, anpassen und finalisieren. Und nicht zuletzt den Überblick über alles behalten.

Wir haben viel über Animation, Illustration und Zusammenarbeit gelernt und wie wichtig es ist einen guten Plan zu haben und ihn bei Bedarf auch anpassen zu können. Nun ist es toll zu sehen, wie aus einer Vision ein erstes Animatic entstanden ist für einen Film, der hoffentlich bald das Licht der Welt erblickt.