SwissFoundations aka meine erste Animation

Kurz vorab: Feedback gerne erwünscht

Ich habe in meinem ganzen 25-jährigen Leben noch nie etwas 2D animiert. Aber im 4. Semester als Multimedia Production-Student kann ich mir das einfach nicht leisten. Also hab ich mich ein bisschen umgehört und habe eine gute Anlaufstelle namens «Studio Thom Pfister» gefunden, wo ich meine erste Animation gerade praktisch anwenden kann. 

Hintergrund: SwissFoundations

SwissFoundations feiert das 20. Jubiläum und deshalb wurde ein spezielles Podium gehalten. Logo und Grafiken wurden bereits entwickelt. Das Ganze musste lediglich noch animiert werden. Klingt einfacher als getan, denn Werbeagenturen stehen immer unter enormen Zeit- und Finanzdruck. Das spielte mir natürlich (nicht) in die Hand.

Die Animation

Kennt ihr das, wenn ihr einen Auftrag erhaltet und euer/eure Auftraggeber:in gibt euch Vorgaben, wobei ihr denkt: was stimmt bei dir nicht? Ich hatte mich genau so gefühlt. Mit wilden Handgesten wurde mir erklärt, wie die Animationen ablaufen sollen. „Dann geht es so «woosh» links und der Rest macht so «shumm» nach rechts. Aber alles soll so im «ziummm» Style animiert werden. Verständlich oder?

Die Logoanimation

..musste ähnlich animiert werden. Dort war die Vorgabe «zack, zack, zack und dudummm». Mit Handgesten, die aussehen wie die eines Dirigenten.

Hier darfst du mein fertiges Resultat bestaunen:

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(Wie gesagt, Feedback ist gerne gesehen!)

Und hier noch die Logoanimation:

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In Action sah das Ganze dann so aus:

(hil)

Idee

Die Idee kam mir, als ich mich mit meinen Klassenkameraden unterhalten habe. Die meisten probieren etwas aus, um neues zu lernen. Ich machte mir Gedanken was ich nicht kann und bin irgendeinmal auf die Idee mit dem Animieren gekommen. Die anderen waren ein bisschen schockiert, dass ich noch nie richtig etwas animiert habe. Aber so ist es halt. In meinem Auslandssemester kam mir auch nie die Gelegenheit und Digezz war die perfekte Möglichkeit, so etwas zu entwickeln.

Oftmals in der echten Berufswelt macht man „learning by doing“ und hofft, dass niemand dies merkt, um nicht unprofessionell zu wirken. Daher versuchte ich mich bei der „Agentur meines Vertrauens“ und bekam tatsächlich einen realen Auftrag.

Vorbereitung

Ich plante alles im After Effects zu erstellen. Ein Programm, welches auf meinem CV fast an letzter Stelle ist, da ich dies echt nicht beherrsche. Ich machte mit mir selber eine „BoostCamp“ Woche und nahm mir jeden Tag zumindest 1.5 Stunden Zeit, um Tutorials anzuschauen und mich auf den Auftrag vorzubereiten.

Umsetzung

Als ich dann anfing, merkte ich die fehlenden Praxiskenntnisse. Ich blieb bei soo vielen Momenten stecken und fiel immer wieder zwei Schritte zurück. Ich hatte 3 ganze Tage Zeit für die Umsetzung und musste am 3. Tag am morgen quasi neu starten. Mein grösstes Problem war das korrekte Positionieren. Ich versuchte so genau wie möglich zu arbeiten, aber ich fand nicht heraus, wie ich Objekte exakt positionieren und ausrichten konnte. Daher musste ich probieren, probieren und nochmals probieren.

Learnings und Selbstreflektion

Ich habe bei dieser Animation enorm viel gelernt und konnte extrem viel mitnehmen. Aber ich muss auch sehr kritisch sein und bin alles in allem nur so zu 80% zufrieden mit meinem Produkt. Wenn ich das mit dem ausrichten noch geschafft hätte, wäre ich evtl. mehr zufrieden. 

Bei der Logoanimation sieht man bei der Kurve in der Zahl 2 noch wie die Rotation ablauft, weil es nicht sauber konstruiert wurde. Auch die Hauptanimation war nicht so rund wie ich es gerne gewünscht hätte. 

Am besten hätte ich mit dem Wissen nach den 3 Tagen noch einmal von Vorne gestartet und es besser gemacht. Wenn ich aber vergleiche, was ich in dieser Zeit alles gelernt habe, bin ich alles in allem sehr zufrieden, mit dem geleisteten.