Goalie-Maskendesign HCD
Für dieses Projekt durfte ich zwei individuelle Goalie-Masken-Designs für den HCD entwickeln, welche anschliessend auch tatsächlich auf den Masken umgesetzt wurden. Das erste Design wurde zuerst umgesetzt. In diesem Semester beschäftigte ich mich nochmals intensiv mit dem Projekt, stellte die verschiedenen Grafiken und Gestaltungselemente zusammen, erstellte Bilder der fertigen Maske und reflektierte den gesamten Gestaltungsprozess. Gleichzeitig durfte ich eine zweite Maske gestalten, bei der ich auf meinen bisherigen Erfahrungen aufbauen und meine gestalterischen Ideen weiterentwickeln konnte.
Ausgangspunkt des ersten Projekts war der Wunsch nach einem individuellen Design für eine neue Goalie-Maske. Ziel war es, eine Gestaltung zu entwickeln, die zum Goalie passt, einen klaren Bezug zu Davos sowie zum HCD besitzt und gleichzeitig das bestehende CI/CD des Clubs berücksichtigt. Besonders wichtig waren dabei die typischen HCD-Farben sowie Gestaltungselemente mit einem hohen Wiedererkennungswert.



Zu Beginn recherchierte ich auf Instagram verschiedene bestehende Maskendesigns und sammelte Inspirationen für mögliche Gestaltungsrichtungen. Gleichzeitig fand ein regelmässiger Austausch mit dem Goalie statt, um herauszufinden, welche Elemente ihm gefallen und in welche Richtung sich das Design entwickeln sollte.
Da ich zuvor noch nie ein Goalie-Masken-Design erstellt hatte, war der Einstieg eine besondere Herausforderung. Anders als bei einer klassischen zweidimensionalen Gestaltung musste das Design auf einer Maskenvorlage entwickelt werden. Dabei musste ich berücksichtigen, wie die einzelnen Elemente später auf der dreidimensionalen Form der Maske wirken und an welchen Stellen sie platziert werden können.
Auf Basis der ersten Ideen entstand ein erster Entwurf, welcher sich im weiteren Verlauf jedoch stark veränderte. Durch verschiedene Absprachen und Rückmeldungen wurde das Design immer wieder angepasst und weiterentwickelt. Einzelne Elemente wurden neu gestaltet, verschoben oder komplett verworfen. Für den Schriftzug erstellte ich beispielsweise zunächst eine eigene Variante mit Procreate. Im weiteren Prozess entschied ich mich jedoch dazu, diesen Ansatz wieder zu verwerfen und mit einer heruntergeladenen Schrift weiterzuarbeiten, da diese besser zum Gesamtbild der Maske passte.
Nachdem das finale Design für die erste Maske feststand, bereitete ich sämtliche Gestaltungselemente einzeln für die externe Umsetzung auf. Die verschiedenen Elemente wurden separat exportiert, damit die Maske anhand meiner Vorlage möglichst genau umgesetzt werden konnte.
Für eine zweite Maske griff ich das Projekt nochmals auf. Ich stellte die verschiedenen Grafiken und Gestaltungselemente zusammen und erstellte Bilder der bereits umgesetzten Maske, um das fertige Ergebnis zu dokumentieren. Gleichzeitig setzte ich mich nochmals mit dem Gestaltungsprozess auseinander und reflektierte, welche Herausforderungen ich bewältigen musste und welche Erfahrungen ich daraus mitnehmen konnte.
Weiterentwicklung
Nach der ersten Maske konnte ich erneut eine Goalie-Maske gestalten. Dieses Mal bestand die Herausforderung darin, den Stil und Look der ersten Maske beizubehalten, da diese gut angekommen war, gleichzeitig aber ein neues und eigenständiges Design zu entwickeln.
Durch die Erfahrungen hatte ich bereits ein besseres Verständnis dafür, wie die Gestaltung auf einer Maskenvorlage funktioniert und welche Möglichkeiten sich dabei bieten. Gleichzeitig waren dadurch auch meine eigenen Ansprüche gestiegen. Ich wollte bei der zweiten Maske mehr ausprobieren, verschiedene Ideen umsetzen und das Design gestalterisch weiterentwickeln. Aus diesem Grund nahm die Gestaltung der zweiten Maske deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich erwartet.
Auch hier begann der Prozess mit einer Recherche und dem Sammeln verschiedener Ideen. Gemeinsam entschieden wir uns schliesslich dafür, einen Steinbock als zentrales Gestaltungselement einzusetzen. Dieser schafft einen direkten Bezug zu Graubünden und passt dadurch gut zum HCD und zu Davos.
Für den Steinbock entstanden mehrere Varianten, bei denen ich unterschiedliche Farben, Formen und Darstellungen ausprobierte. Schlussendlich entschieden wir uns für eine Version in den HCD-Farben, welche sich gut in den bestehenden Stil der Maske integrieren liess. Zusätzlich erhielt ich einen neuen Schriftzug, den ich selbstständig in das Design einbaute und gestalterisch an die Maske anpasste.
Für den oberen Bereich der Maske wollte ich einen weiteren Bezug zu Davos schaffen und integrierte deshalb eine Berglandschaft. Auch dafür entstanden verschiedene Versionen, bei denen ich mit der Anordnung und Darstellung der Berge experimentierte.
In der Prozessdokumentation sind die verschiedenen Vorlagen und Entwürfe der zweiten Maske zu sehen. Diese zeigen, wie sich das Design Schritt für Schritt verändert hat und welche unterschiedlichen Ideen ich ausprobierte, bevor das finale Ergebnis entstand. Dabei wird auch sichtbar, wie intensiv ich mich mit den einzelnen Gestaltungselementen auseinandergesetzt habe.
Wie bereits bei der ersten Maske bereitete ich anschliessend sämtliche Elemente einzeln auf und exportierte sie für die externe Umsetzung. Dadurch konnte die fertige Maske möglichst genau anhand meines Designs realisiert werden.
Link Instagram Maske 1:
Instagram HCD Maskendesing
Link Instagram Maske 2:
Instagram Maskenauftritt
Instagram HCD Maskenauftritt






(lst)
Projektumfang / Prozessdokumentation
Recherche & Konzeption
- Recherche bestehender Goalie-Masken-Designs auf Instagram
- Austausch mit dem Goalie zu Stil, Vorstellungen und gewünschten Elementen
- Auseinandersetzung mit dem CI/CD des HCD
- Recherche nach passenden Elementen mit Bezug zu Davos und zum HCD
- Entwicklung verschiedener Gestaltungsideen und erster Entwürfe
- Weiterentwicklung des bestehenden Looks für die zweite Maske
- Erneute Auseinandersetzung mit dem ersten Projekt und Reflexion der bisherigen Erfahrungen
Gestaltung & Umsetzung
- Gestaltung der ersten Maske
- Entwicklung und Anpassung verschiedener Designelemente
- Erstellung eines eigenen Schriftzugs mit Procreate
- Überarbeitung und spätere Anpassung des Schriftkonzepts
- Mehrfache Abstimmungen und Änderungen am Design
- Entwicklung verschiedener Varianten für den Steinbock der zweiten Maske
- Integration des Steinbocks in den HCD-Farben
- Anpassung und Integration des neuen Schriftzugs
- Gestaltung verschiedener Berglandschaften für den oberen Bereich
- Erstellung und Überarbeitung zahlreicher Entwürfe und Maskenvorlagen
- Finalisierung der beiden Maskendesigns
Technische Umsetzung & Dokumentation
- Anpassung der Gestaltung an die vorgegebene Maskenvorlage (mit Photoshop und Illustrator)
- Separate Aufbereitung aller Designelemente
- Export der einzelnen Elemente für die externe Produktion
- Übergabe der finalen Designs als Grundlage für die Umsetzung
- Kontrolle der umgesetzten Masken
- Zusammenstellung der Grafiken und Gestaltungselemente der ersten Maske in diesem Semester
- Erstellung von Bildern der fertigen ersten Maske
- Dokumentation der verschiedenen Entwürfe und Vorlagen der zweiten Maske
- Erneute Reflexion des ersten Projekts und Vergleich mit der zweiten Gestaltung
Die Konzeption und Gestaltung der beiden Maskendesigns erfolgte von mir. Durch die enge Abstimmung mit dem Goalie entwickelten sich die Designs während des gesamten Prozesses weiter. Die eigentliche Umsetzung auf den Masken erfolgte anschliessend extern auf Basis meiner Gestaltung und der einzeln aufbereiteten Elemente.
Reflexion
Gestaltung
Besonders spannend an diesem Projekt war für mich, dass ich vor der ersten Maske noch nie ein solches Design erstellt hatte. Zu Beginn war es deshalb schwierig einzuschätzen, wie ein zweidimensionales Design auf einer dreidimensionalen Maske wirken würde. Ich musste lernen, die einzelnen Elemente nicht nur für sich zu betrachten, sondern auch darauf zu achten, wie sie später auf der gesamten Maske zusammenspielen.
Gerade bei der ersten Maske veränderte sich das Design während des Prozesses stark. Der erste Entwurf hatte mit dem finalen Ergebnis nur noch wenig gemeinsam. Dadurch habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, erste Ideen nicht als endgültig zu betrachten und offen für Veränderungen zu bleiben.
Bei der zweiten Maske konnte ich bereits auf diesen Erfahrungen aufbauen. Gleichzeitig merkte ich, dass ich dadurch auch höhere Erwartungen an meine eigene Arbeit hatte. Ich wusste besser, was möglich ist, und wollte deshalb gestalterisch noch mehr herausholen. Das führte dazu, dass ich deutlich mehr Varianten erstellte und länger an einzelnen Elementen arbeitete.
Besonders bei der Gestaltung des Steinbocks und der Berglandschaft investierte ich viel Zeit, da ich verschiedene Ansätze ausprobieren wollte. Rückblickend war dieser zusätzliche Aufwand für mich sinnvoll, da ich dadurch neue Gestaltungsmöglichkeiten entdecken und das Design gezielter weiterentwickeln konnte.
Zusammenarbeit & Feedback
Ein wichtiger Bestandteil beider Projekte war der regelmässige Austausch mit dem Goalie. Während des Gestaltungsprozesses gab es immer wieder Rückmeldungen, neue Ideen und Änderungswünsche. Dadurch entwickelte sich das Design Schritt für Schritt weiter.
Bei der zweiten Maske konnte ich bereits auf den Erfahrungen aus dem ersten Projekt aufbauen. Gleichzeitig bestand die Herausforderung darin, den bekannten Stil weiterzuführen, ohne einfach das bestehende Design zu wiederholen. Der Steinbock und die Berglandschaft ermöglichten es, neue Elemente einzubringen und trotzdem einen Wiedererkennungswert zur ersten Maske zu schaffen.
Durch die vielen Entwürfe und Varianten wurde mir nochmals bewusst, wie wichtig es ist, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren und nicht direkt bei der ersten Idee zu bleiben. Die unterschiedlichen Vorlagen in meiner Dokumentation zeigen diesen Prozess und machen sichtbar, wie sich das Design bis zur finalen Version entwickelt hat.
Technische Umsetzung
Eine weitere Herausforderung war die Aufbereitung der Gestaltung für die tatsächliche Produktion. Da die Masken extern umgesetzt wurden, mussten die einzelnen Elemente so vorbereitet werden, dass sie unabhängig voneinander verwendet und möglichst genau nach meinem Entwurf platziert werden konnten.
Dadurch lernte ich, bereits während des Gestaltungsprozesses stärker an die spätere Umsetzung zu denken. Ein Design muss nicht nur auf der Vorlage funktionieren, sondern auch so aufgebaut sein, dass es technisch realisiert werden kann.
Bei der zweiten Maske fiel mir dieser Schritt bereits leichter, da ich wusste, worauf ich bei der Vorbereitung der einzelnen Elemente achten musste. Gleichzeitig konnte ich dadurch während der Gestaltung gezielter planen.
Dokumentation & erneute Auseinandersetzung
Da ich die erste Maske bereits im Vorhinein erstellt habe, war es für mich interessant, mich in diesem Semester nochmals mit dem abgeschlossenen Projekt auseinanderzusetzen.
Durch die Zusammenstellung der Grafiken, die Erstellung der Bilder der fertigen Maske und die erneute Reflexion konnte ich den damaligen Prozess nochmals genauer betrachten. Dabei wurde mir bewusst, wie viele einzelne Schritte und Anpassungen notwendig waren, bis das finale Design entstanden war.
Besonders spannend fand ich den Vergleich mit der zweiten Maske. Während ich bei der ersten Gestaltung noch vieles ausprobieren und kennenlernen musste, konnte ich bei der zweiten bereits bewusster Entscheidungen treffen. Gleichzeitig investierte ich mehr Zeit in die Entwicklung verschiedener Varianten, weil ich meine gestalterischen Möglichkeiten besser kannte und diese stärker ausschöpfen wollte.
Die Dokumentation der verschiedenen Entwürfe zeigt diese Entwicklung besonders gut.
Persönliche Entwicklung
Zwischen der ersten und der zweiten Maske konnte ich eine deutliche Entwicklung feststellen. Beim ersten Projekt musste ich mich zunächst an die Maskenvorlage und die besonderen Anforderungen gewöhnen. Beim zweiten Design konnte ich bereits auf diesen Erfahrungen aufbauen und gezielter mit den einzelnen Flächen und Elementen arbeiten.
Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass mehr Erfahrung nicht automatisch bedeutet, dass ein Projekt schneller abgeschlossen ist. Bei mir war sogar das Gegenteil der Fall. Da ich bereits wusste, welche gestalterischen Möglichkeiten bestehen, wollte ich mehr ausprobieren und war mit einzelnen Entwürfen weniger schnell zufrieden.
Dadurch nahm die zweite Maske mehr Zeit in Anspruch, gleichzeitig konnte ich mich aber intensiver mit der Gestaltung auseinandersetzen und neue Ideen entwickeln.
Besonders wertvoll war für mich, dass die Designs nicht nur als digitale Entwürfe bestehen bleiben, sondern tatsächlich umgesetzt und eingesetzt werden. Dadurch konnte ich den gesamten Prozess von der ersten Recherche über verschiedene Entwürfe bis zum fertigen Produkt miterleben.
Fazit
Insgesamt war die Gestaltung der beiden Goalie-Masken ein sehr spannender Prozess und eine besondere Erfahrung für mich. Vor allem die Verbindung zwischen kreativem Design, dem CI/CD des HCD, persönlichen Wünschen des Goalies und der späteren technischen Umsetzung machte das Projekt abwechslungsreich.
Besonders schön ist für mich, das fertige Design anschliessend tatsächlich auf dem Eis zu sehen. Bei jedem Match zu wissen, dass die Maske auf meinen Entwürfen basiert, macht das Projekt für mich zu etwas Besonderem.
Durch die zweite Maske konnte ich zudem zeigen, wie sich ein bestehender Stil weiterentwickeln lässt, ohne seinen Wiedererkennungswert zu verlieren. Gleichzeitig konnte ich meine Fähigkeiten im Bereich Illustration, Gestaltung, visuelle Konzeption und Produktionsvorbereitung weiterentwickeln.
Das Projekt hat mir gezeigt, wie spannend es ist, Designs nicht nur für digitale Anwendungen zu entwickeln, sondern sie auf einem realen Objekt umgesetzt zu sehen. Gerade deshalb würde ich solche Projekte auch in Zukunft sehr gerne wieder umsetzen.