swissolina – Produktshooting
Angefangen hat das Ganze eigentlich mit einem Kontakt und der Frage, ob wir eine Designerliege fotografisch und mit einem Video etwas in Szene setzen könnten. Da über einen anderen Kontakt bereits eine passende Wohnung am Thunersee vorhanden war, nahm das Ganze ziemlich schnell Form an.
Nach ersten Telefonaten und Abklärungen war klar, dass die «swissolina» für ihren Besitzer ein Herzensprojekt ist und dafür neues Bild- und Videomaterial für die Vermarktung entstehen sollte. Zusammen überlegten wir, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Die Bilder sollten edel und hochwertig wirken, gleichzeitig aber nicht zu steril sein und die bis jetzt verwendeten KI-Bilder ersetzen. Neben den klassischen Aufnahmen wollten wir deshalb auch mit Schatten, Pflanzen und anderen Elementen aus der Wohnung spielen.
Dann hiess es planen und organisieren. Wir suchten ein passendes Model, klärten die Wohnung ab und überlegten uns, welche Bilder und kurzen Reels entstehen sollen. Auch Licht, Material und die verschiedenen Möglichkeiten vor Ort wurden angeschaut und so einiges ausprobiert. Neben den klassischen Aufnahmen der Liege entstanden so auch verspieltere Bilder mit Schatten und natürlichen Elementen.









Die Zeit verflog und plötzlich war der Shootingtag auch schon vorbei. Danach ging es in die Postproduction. Wir sortierten die Bilder, bearbeiteten die Favoriten, suchten passende Musik und schnitten die verschiedenen Reels. Nach einem ersten Austausch mit dem Auftraggeber und sehr positivem Feedback folgten noch einige letzte Anpassungen.
Am Schluss entstanden rund 80 Fotos, sechs Reels, ein kleiner Instagram-Guide um die unterschiedlichen Bilder passend zu posten sowie ein zusätzliches Header-Video für die Webseite.
Alles in allem sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden und haben dabei gleichzeitig einen ersten richtigen Einblick in die Produktfotografie und -videografie bekommen.


Die entstandenen Bilder und Reels sollen nun fortlaufend auf dem Instagram-Kanal swissolina veröffentlicht werden.
Hier bereits einen kleinen Einblick zu den entstandenen Reels:
(mmi)
Für uns war das eines der ersten Projekte, bei denen wir uns wirklich mit Produktfotografie und Produktvideo auseinandergesetzt haben. Entsprechend gab es auch einiges, das wir vorher noch nicht einschätzen konnten.
Was gut funktioniert hat, war vor allem, dass wir trotz vieler offener Punkte am Anfang zu einem sehr stimmigen Ergebnis gekommen sind. Vieles kam über mehrere Kontakte und «über vier Ecken» zusammen. Wohnung, Liege, Model und die genauen Möglichkeiten vor Ort waren deshalb nicht von Anfang an komplett klar. Das hat uns gezeigt, dass man bei solchen Shootings zwar gut planen sollte, aber trotzdem offen bleiben muss. Vor Ort kann sich durch Licht, Wetter oder die räumlichen Möglichkeiten vieles noch verändern.
Für die Vorbereitung haben wir uns unter anderem um Licht, Stative, Kamera und verschiedene Materialien gekümmert. Pflanzen, Lampen und Dinge, mit denen wir Schatten erzeugen konnten, haben sich dabei als gute Ergänzungen erwiesen. Gleichzeitig würden wir beim nächsten Mal noch stärker unterscheiden, was unbedingt fotografiert werden muss und was eher als zusätzliche Idee gedacht ist. So hätte man auch bei schlechtem Wetter oder anderen Änderungen einen klareren Plan B.
Ein weiteres Learning war das Zeitmanagement. Vor einem solchen Shooting gibt es deutlich mehr Absprachen und Austausch, als man zuerst denkt. Auch ein ganzer Shootingtag ist plötzlich sehr schnell vorbei. Beim nächsten Mal würden wir deshalb noch etwas mehr Zeit für einzelne Setups und spontane Ideen einplanen.
Auch die Zusammenarbeit war ein wichtiger Punkt. Mathis Tobler unterstütze uns während des gesamten Produktionstags vor Ort. Während der Produktion konnten wir uns gut ergänzen und gerade bei den vielen kleinen Entscheidungen war es hilfreich, nicht alles alleine machen zu müssen. In der Postproduction haben wir allerdings teilweise doppelte Arbeit gemacht, da wir beide die Fotos sortiert und bearbeitet haben. Bei den Videos war die Aufteilung klarer, trotzdem waren wir ständig im Austausch. Das hat gut funktioniert, könnte beim nächsten Mal aber noch klarer aufgeteilt werden.
Besonders angenehm war die gesamte Umsetzung des Auftrags. Die Zusammenarbeit und die Absprachen haben gut funktioniert. Beim fertigen Material hatten wir zudem das Gefühl, dass die Bilder fast besser in ein Magazin oder auf eine Webseite als auf Instagram passen würden. Gerade für die Zielgruppe der «swissolina» könnte das spannend sein – weshalb wir uns gut vorstellen könnten, das Projekt noch etwas weiterzuziehen.
Alles in allem lief der Auftrag sehr gut und wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Gleichzeitig haben wir gemerkt, wie viel bei einem Produktshooting von den Umständen vor Ort abhängt. Genau dieses Improvisieren und Reagieren auf das, was gerade passiert, war für uns eines der wichtigsten Learnings. Beim nächsten Mal würden wir deshalb etwas genauer planen, aber bewusst genug Spielraum für alles lassen, was sich erst vor Ort ergibt.