Von der St. Moritzer Berglandschaft in den Instagram Feed
Was braucht es, damit ein Festival auf Instagram sichtbar wird und als Marke wächst? Meine Bachelorarbeit zeigt am Beispiel des SunIce Festivals, wie Content, Community und die einzigartige Location in St. Moritz gezielt für die digitale Markenbildung eingesetzt werden.
Die Thesis
In meiner Bachelorarbeit untersuche ich am Beispiel des SunIce Festivals, wie sich ein junges Schweizer Musikfestival mithilfe von Instagram etabliert und eine eigene Marke aufbaut. Dabei geht es nicht nur um einzelne Posts, sondern um die gesamte Kommunikation vor, während und nach dem Festival sowie um die Frage, welche Rolle Content-Formate, die Destination St. Moritz, Künstler, Creators, User Generated Content und Sponsoringpartner dabei spielen.
Um diese Fragen zu beantworten, habe ich einen Mixed-Methods-Ansatz gewählt. Fünf leitfadengestützte Experteninterviews mit Verantwortlichen aus unterschiedlichen Bereichen des SunIce Festivals wurden mit einer quantitativen Analyse von 60 Instagram Beiträgen ergänzt. Dabei wurden unter anderem Reichweite, Views, Followerwachstum und Engagement Rate untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass Instagram für das SunIce Festival weit mehr als ein Informationskanal ist. Die Plattform dient dazu, das Festivalerlebnis visuell zu inszenieren, eine Community aufzubauen und die Marke kontinuierlich weiterzuentwickeln. Besonders Reels sowie Inhalte, die Atmosphäre, Menschen und die Berglandschaft von St. Moritz zeigen, erzielen ein höheres Engagement als klassische Line Up Ankündigungen. Entscheidend für die Markenbildung ist damit weniger ein einzelner Künstlername als das Gesamtbild und das Erlebnis, welches das SunIce Festival vermittelt.
Das Lehrprojekt
Für mein Lehrprojekt «SunIce – Mehr als Musik» habe ich die Winteredition 2026 in St. Moritz eine komplette Woche lang begleitet. Vom Montag vor der Festivaleröffnung bis zum Abbau am Sonntag. Dabei war ich nicht nur während der eigentlichen Festivaltage vor Ort, sondern konnte auch dokumentieren, was normalerweise im Hintergrund bleibt. Ich begleitete Techniker, DJs, das Organisationskomitee und weitere Beteiligte und hielt fest, wie aus einem Festivalgelände Schritt für Schritt das SunIce Festival entsteht.
Gleichzeitig erzählt die rund 45-minütige Dokumentation auch die Geschichte des Festivals. Wie hat sich SunIce entwickelt , welche Entscheidungen und Strategien dahinterstehen und wie viel Arbeit notwendig war, damit am Ende für die Gäste ein einzigartiges Festivalerlebnis entsteht. Genau daher stammt auch der Titel Mehr als Musik.

Die Produktion war dabei selbst ein intensives Erlebnis. Als alleiniger Videograf war ich teilweise bis zu 16 Stunden pro Tag unterwegs und produzierte innerhalb einer Woche fast zwei Terabyte Footage. Eine der grössten Herausforderungen bestand darin, gleichzeitig an möglichst vielen Orten präsent zu sein. Auf einem Festival passieren ständig Situationen, die nicht planbar sind und manchmal fand der spannendste Moment genau dort statt, wo ich gerade nicht war. Im Schnitt zeigte sich deshalb schnell, wie wichtig nicht nur ein gutes Bild, sondern auch der richtige Kontext davor und danach ist.
Eine weitere Herausforderung war es, aus dem umfangreichen Material eine Geschichte zu entwickeln, die ohne klassische Off-Voice funktioniert. Durch die Auswahl und Anordnung der Gespräche, Bilder und Beobachtungen sowie durch gezieltes Sounddesign sollte sich ein natürlicher roter Faden ergeben und die Dokumentation für sich selbst sprechen. Der Schnitt war entsprechend aufwendig und hat viele lange Nächte gekostet inklusive dem einen oder anderen weniger erfreulichen Premiere Absturzes. Danke Adobe! Entstanden ist daraus jedoch ein Projekt, das einen sehr direkten Blick hinter die Kulissen des SunIce Festivals ermöglicht und zeigt, wie viel Arbeit, Planung und Leidenschaft hinter wenigen Festivaltagen steckt. Die Dokumentation soll im September 2026 im Rahmen der Promotion für SunIce Ascona auch offiziell über die offiziellen Kanäle des Festivals veröffentlicht werden.













Bachelor Extended: Filmische Zusammenfassung meiner Bachelor-Arbeit