Lernen als Erlebnis

Wie lassen sich analoge Lernumgebungen gestalten, so dass sie Kinder motivieren? In meiner Bachelorarbeit untersuche ich das Potenzial von eventpsychologisch begründeter Rauminszenierung für den schulischen Kontext. Am Beispiel von acht- bis zehnjährigen Schüler:innen zeigen die Ergebnisse, wie durchdachte Szenografie die Motivation stärkt – aber auch, wo ihre Grenzen liegen.

Aufmerksamkeit ist zu einer knappen Ressource geworden. In einer reizüberfluteten Kommunikationslandschaft wird täglich um sie gekämpft. Auch die Generation Alpha stellt Marketingprofis vor neue Herausforderungen. Da erlebnisorientierte Inszenierungen im Eventmarketing nachweislich Emotionen wecken und Aufmerksamkeit erzeugen, stellt sich die Frage, wie sich dieses Wissen für das Lernen in der Schule nutzbar machen könnte.

Um das herauszufinden, habe ich im Rahmen meines Lehrprojekts einen Lernevent entwickelt und durchgeführt. Dabei konnte ich eine klassische Lernumgebung direkt mit einer eventpsychologisch begründeten, inszenierten Lernumgebung vergleichen. In Zusammenarbeit mit einer Primarschule konnte das Experiment unter realen Bedingungen mit der Zielgruppe realisiert werden. Die Datensammlung erfolgte über eine Zielgruppenbeobachtung sowie Zielgruppenbefragungen während des Events und einen Fragebogen an die Teilnehmenden nach der Partizipation.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine gezielte Rauminszenierung das Erleben und Verhalten der Kinder massgeblich prägt. Eine durchdachte Gestaltung stärkt die Motivation primär auf emotionaler, immersiver und konstruktiver Ebene, was zu Höchstwerten bei Aufmerksamkeit, aktiver Mitarbeit und Unterhaltsamkeit führt. Erhöhte Motivation erleichtert dabei den Kompetenzerwerb, was die Motivation wiederum weiter stärkt. Gleichzeitig zeigt die Arbeit aber auch Grenzen auf: Inszenierung ist kein pauschaler Motivationsgarant. Eine zu hohe Reizdichte kann ablenken, während ein klassisches Setting ruhige Einzelleistungen weiterhin am besten begünstigt.

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Zur Aufarbeitung meines Lehrprojekts habe ich eine Dokumentation, ein Eventkonzept sowie einen Aftermovie erstellt, die nicht öffentlich zugänglich sind.