Die SRG-Initiative – Zwischen Medienpolitik und öffentlichem Auftrag

Die SRG-Initiative wirft grundlegende Fragen zur Zukunft des Schweizer Mediensystems auf. Welche Folgen hätte eine Halbierung der Medienabgabe für die SRG, die Medienvielfalt und die Bevölkerung? In unserer rund 25-minütigen Dokumentation gehen wir diesen Fragen nach und lassen verschiedene Stimmen aus Politik, Medien und Gesellschaft zu Wort kommen.

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Für dieses Projekt haben wir uns zum ersten Mal an die Produktion einer längeren Dokumentation gewagt. Uns war von Anfang an bewusst, dass die Thematik komplex ist und unterschiedliche Perspektiven verlangt. Gleichzeitig wollten wir eine journalistische Produktion schaffen, die nicht nur inhaltlich überzeugt, sondern auch visuell auf einem hohen Niveau umgesetzt wird. Dafür führten wir Interviews mit verschiedenen Gesprächspartnerinnen aus unterschiedlichen Regionen der Schweiz. Unsere Dreharbeiten führten uns unter anderem nach Freiburg, wodurch wir einen breiten Einblick in die Debatte rund um die SRG-Initiative gewinnen konnten. Jede Reise bedeutete jedoch auch einen erheblichen logistischen Aufwand. Für jeden Dreh transportierten wir eine Menge Kamera-, Ton- und Licht-Equipment mit dem Auto. Besonders das umfangreiche Licht-Setup erforderte eine sorgfältige Planung und viel Zeit beim Auf- und Abbau.

Ein besonderer Fokus lag auf der Bildgestaltung. Mit einem aufwendigen Lichtkonzept und grossen Diffusoren wollten wir eine hochwertige und konsistente Bildsprache schaffen. Die intensive Auseinandersetzung mit Lichtsetzung und Interviewgestaltung zahlte sich aus: Es entstanden atmosphärische Aufnahmen und professionelle Interviewsituationen, auf die wir besonders stolz sind. Rückblickend war der zusätzliche Aufwand absolut gerechtfertigt, denn die Qualität des Rohmaterials bildet heute die Grundlage für die weitere Fertigstellung der Dokumentation. Während der Produktion wurde uns jedoch bewusst, dass wir den Arbeitsaufwand einer 25-minütigen Dokumentation deutlich unterschätzt hatten. Wir investierten teils weit mehr als die vorgesehenen 120 Arbeitsstunden. Obwohl die Struktur der Dokumentation, die Interviews sowie der Voice-over-Aufbau bereits stehen, wurde schnell klar, dass ein Abschluss innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens nur auf Kosten der Qualität möglich wäre. Deshalb haben wir uns bewusst dazu entschieden, den Feinschnitt auf das nächste Digezz zu verschieben. Unser Ziel ist es nicht, die Dokumentation möglichst schnell fertigzustellen, sondern das vorhandene Material mit der Sorgfalt weiterzuentwickeln, die es verdient.

Für die finale Version möchten wir zusätzliche Animationen und Grafiken produzieren, die komplexe Zusammenhänge verständlich visualisieren und die Aussagen der Interviewpartnerinnen unterstützen. Darüber hinaus sollen weitere B-Roll-Sequenzen entstehen, beispielsweise Aufnahmen aus Bundesbern oder anschauliche, repräsentative Szenen rund um die Serafe-Abgabe, die Abstimmungen und die Mediennutzung. Solche Bilder können das Gesagte visuell unterstreichen und die Geschichte noch stärker erlebbar machen. Auch das Sounddesign, die Integration von Soundeffekten sowie ein umfassendes Color Grading werden im nächsten Produktionsschritt einen wichtigen Schwerpunkt bilden. Mit dem aktuellen Stand verfügen wir bereits über einen sehr soliden Rohschnitt mit vorhandenen Interviews, einer klaren Struktur und einem guten Voice-over. Viele Elemente im B-Roll dienen deshalb noch als Platzhalter und werden in den kommenden Monaten weiter verfeinert. Wir sind überzeugt, dass sich die zusätzliche Zeitinvestition lohnen wird und die Dokumentation dadurch deutlich an Qualität gewinnt.

(mbi)

Die Produktion dieser Dokumentation war für uns eine wertvolle Erfahrung, da es das erste Mal war, dass wir ein Projekt dieser Grössenordnung umgesetzt haben. Besonders die Länge des Films stellte uns vor neue Herausforderungen. Während kürzere Beiträge oft innerhalb weniger Drehtage und eines überschaubaren Schnittaufwands realisierbar sind, erfordert eine 25-minütige Dokumentation eine deutlich umfangreichere Planung, Organisation und Nachbearbeitung.

Technisch verliefen die Dreharbeiten grösstenteils erfolgreich. Dennoch traten vereinzelt Probleme auf. Durch die langen Aufnahmezeiten und die hohen Anforderungen an die Kamera kam es teilweise zu Überhitzungen, wodurch einzelne Drehsituationen unterbrochen werden mussten. Zusätzlich stellten Spiegelungen von Lichtquellen in Fenstern, Bildschirmen oder TV-Geräten eine wiederkehrende Herausforderung dar. Da wir mit leistungsstarken Lichtquellen arbeiteten, mussten wir häufig nachjustieren, um unerwünschte Reflexionen zu vermeiden. Zum Glück könnten einige solche Fälle in der Postproduktion durch eine saubere Maske gelöst werden.

Auch die Logistik erwies sich als aufwendiger als ursprünglich erwartet. Der Transport des umfangreichen Equipments durch verschiedene Regionen der Schweiz kostete viel Zeit und Energie. Gleichzeitig ermöglichte uns dieser Aufwand aber genau jene Bildqualität, die wir uns für das Projekt vorgestellt hatten.

Die grösste Erkenntnis aus diesem Projekt ist jedoch, dass hochwertige Dokumentationen deutlich mehr Zeit benötigen, als man zu Beginn vermutet. Insbesondere die Bereiche Animation, Sounddesign, Color Grading und die Produktion zusätzlicher B-Roll-Aufnahmen wurden von uns unterschätzt. Aus diesem Grund haben wir uns bewusst gegen einen überhasteten Abschluss entschieden und legen den Fokus auf eine qualitativ hochwertige Fertigstellung im nächsten Digezz.

Wir freuen uns darauf, die Dokumentation im kommenden Semester fertigzustellen und ihr den letzten Feinschliff zu geben.

Bis dahin könnt ihr bereits einen Einblick in unseren aktuellen Rohschnitt erhalten:
https://youtu.be/WQzK5GVfnGU

Die Grundstruktur, Interviews und das Voice-over sind bereits vorhanden – Sounddesign, Soundeffekte, Animationen, zusätzliche B-Roll-Sequenzen und das finale Color Grading folgen in der nächsten Produktionsphase.