Mein erster Imagefilm in der Industrie
Eine Anfrage für Mitarbeiter-Porträts wurde zu einem Imagefilm. Hardmorgen aus der Gebäudetechnik hat mir mein erstes Industrie-Projekt gegeben. Einen Film, der zeigt, wie Bauelemente in der Werkstatt entstehen, bevor sie auf der Baustelle landen.
Angefangen hat es mit einer Anfrage für Mitarbeiter-Porträts. Die Geschäftsführer von Hardmorgen wollten neue Bilder für ihr Team. Im Gespräch erwähnte ich, dass ich eigentlich vor allem auf Videos spezialisiert bin und prompt erzählten sie mir von einer Idee, die schon länger im Raum stand: einen Imagefilm, der zeigt, wie ihre Arbeit aussieht, bevor sie auf der Baustelle landet.
Hardmorgen produziert ihre Bauelemente komplett in der Werkstatt vor. Auf der Baustelle müssen die Teile später nur noch eingesetzt und befestigt werden. Das spart Zeit, reduziert Fehler und verändert das Bild, das man von klassischer Baustellenarbeit hat. Genau diesen Prozess durfte ich im Imagefilm festhalten: vom Schweissen über das Zusammensetzen bis zur Auslieferung.
Das Video läuft auf LinkedIn, auf der Homepage von Hardmorgen und im Eingangsbereich des Unternehmens als Loop auf einem Bildschirm damit jeder, der reinkommt, direkt einen Eindruck bekommt, was hier eigentlich passiert.
Für mich als Freelancer war dieser Auftrag persönlich wichtig: ein erster Schritt in eine Branche, die in Sachen Video noch viel Potenzial hat. Bauunternehmen, Gebäudetechnik, Handwerk – das sind Bereiche, in denen visuelles Storytelling noch wenig genutzt wird. Genau das macht es spannend, dort einzusteigen.
(mbi)
Den Aufwand der Vorplanung habe ich anfangs unterschätzt.
Ich dachte, wenn ich einfach einen Ablauf zeige, kann das nicht so schwierig sein. Doch als ich mich an die Arbeit gemacht habe, war ich verwirrt: Ich wusste nicht, wie es in der Firma genau aussieht und welche Arbeitsschritte gefilmt werden müssen. Hardmorgen konnte mir vorab zwar grob beschreiben, was passieren wird, aber weil ein Teil der Produktion von einer anderen Firma übernommen wird, fielen die Beschreibungen kurz aus. Ich musste weitläufig planen und viel Platz für Unerwartetes lassen.
Vor Ort verlief es dann viel besser als befürchtet.
Bevor ich mit dem Filmen begann, nahm ich mir eine Stunde Zeit, um mich zu orientieren und die Abläufe zu beobachten. Danach lief das Drehen fast von selbst, unter anderem auch, weil die Mitarbeiter sehr offen waren. Einige hatten richtig Lust, vor der Kamera zu stehen, und brachten eigene Ideen ein, die mir weitergeholfen haben.
Der Schnitt hat grundsätzlich gut geklappt. Da Hardmorgen das Video möglichst schnell brauchte, stand eine erste Version relativ zügig. Schwieriger war, was danach kam: viele Feedback-Schleifen mit kleinen Änderungen. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass die Geschäftsführung im Prozess selbst noch am Ausloten war, wie das Endprodukt aussehen soll. Das hat mich gelegentlich verwirrt.
Was ich mitnehme: Eine Stunde beobachten, bevor die Kamera angeht, lohnt sich fast immer. Und beim nächsten ähnlichen Auftrag werde ich vorab klären, wie das Endprodukt im Kopf des Kunden aussehen soll. Nicht nur grob, sondern konkret. Je klarer das Bild davor ist, desto weniger Verwirrung gibt’s später im Schnitt.