Moderation The Final Brunch
MAD LAND
Das MAD LAND war die Idee, ein Hotel für einen Tag komplett aus seiner normalen Funktion herauszulösen und in einen eigenen fiktiven Staat zu verwandeln. Es ging nicht um ein klassisches Jubiläum, sondern um eine überdrehte, freie und absurde Eventwelt. Die Gäste sollten das Gefühl haben, für ein paar Stunden in einem anderen Land zu sein, in dem andere Regeln gelten und alles wilder, offener und verspielter ist. Dazu wurden verschiedene Zimmer und Bereiche des Hotels in eigene Themenwelten verwandelt. Es gab unter anderem ein Bällebad, einen Sexshop, einen Jungle-Raum und weitere inszenierte Räume. Alle abgespact, überraschend und bewusst nicht ganz normal.
Showreel MAD LAND: https://www.instagram.com/p/DXj_WCZEZwp/

Foto: © LiveMountain GmbH, 19. April 2026
The Final Brunch
Der Mad Land Sunday Brunch war das Finale des Jubiläumswochenendes. Nach dem grossen Eventtag kam das MAD LAND am Sonntag noch einmal zusammen – nicht als klassischer Brunch, sondern als Mischung aus gemeinsamem Essen, Performance, Musik und lauter Eskalation.
Am Vorabend war ich mit MADLAND FM bereits die Stimme dieses fiktiven Landes. Am Sonntag durfte ich diese Rolle in anderer Form weiterführen und den Brunch hosten. Statt über Radio fand die Verbindung zwischen Inszenierung und Gästen nun direkt im Raum statt. Meine Aufgabe war es, den Rahmen zu halten, Übergänge zu schaffen und durch das Programm zu führen.
Der Ablauf war deutlich dichter, als man es von einem klassischen Brunch erwarten würde. Neben dem Buffet gab es spezielle Zwischengänge mit inszeniertem Service. Weiter teil des Brunchs waren auch Live-Bands, Vocal Artists und immer wieder sogenannte Rave-Breaks: kurze kollektive Ausbrüche zu elektronischer Musik, die jeweils etwa 30 Sekunden dauerten. Dadurch entstand ein ständiger Wechsel zwischen gemütlichem Zusammensitzen und plötzlichen energetischen Momenten.
Als Host musste ich diese Energie aufnehmen und durch den Mittag und Nachmittag führen. Ich kündigte Programmpunkte an, leitete Übergänge ein und reagierte auf die Stimmung im Raum. Dabei musste die Moderation flexibel bleiben, weil der Brunch nicht wie ein starrer Ablauf funktionierte. So war ich in ständigem Austausch mit der Regie bezüglich der folgenden Minuten.
Der Mad Land Sunday Brunch war dadurch weniger ein klassischer Abschluss als ein letzter gemeinsamer Ausnahmezustand. Das MAD LAND endete zwar am Tisch, aber ganz sicher nicht still.
MAD LAND – The Final Brunch Showreel: https://www.instagram.com/p/DYcnHeLFEdc/
(mbi)
Der Mad Land Sunday Brunch war für mich eine neue Moderationssituation. Besonders wichtig war Spontanität. Ein komplett ausformulierter Moderationstext hätte hier nicht funktioniert, weil sich die Situation im Raum ständig veränderte: Gäste waren noch am Buffet, Programmpunkte verschoben sich leicht, der DJ musste im richtigen Moment einsetzen, und der inszenierte Service brauchte ein gutes Timing. Für ein nächstes Mal würde ich deshalb noch stärker mit Stichpunkten, als mit fixem Text arbeiten.
Dazu kam die körperliche Seite des Wochenendes. Viele Beteiligte, mich eingeschlossen, waren bereits am Vortag bis am frühen Morgen im Einsatz und entsprechend müde. Das hat die Performance nicht sichtbar geschwächt, aber die Konzentration und Flexibilität zusätzlich gefordert. Gerade deshalb wurde mir bewusst, wie wichtig klare Absprachen und einfache Abläufe bei solchen Formaten sind.
Insgesamt bin ich mit meiner Moderation zufrieden, nehme aber mit, dass man in solchen hybriden Eventformaten mit jeder Durchführung sicherer wird. Beim nächsten Mal kann ich Übergänge noch präziser setzen und noch spontaner mit dem Publikum arbeiten.