How to (not) win a Digezz Award

Sechs MMP-Student*innen und der grosse Traum einen Digezz Award zu gewinnen. Aber wie erreichen sie ihr Ziel? Genau davon handelt unser Digezz-Projekt. In sechs Skits pitchen sich Alicia, Emilie, Enrico, Maya, Marina und Natacha gegenseitig Ideen für ihr gemeinsames Digezz-Projekt. Doch werden sie erfolgreich sein?

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Idee

Die Idee, gemeinsam einen Skit-Channel zu erstellen, bestand schon länger. Wir wussten jedoch nicht, wie wir sie umsetzen sollten. Nach einem langen Schultag kamen wir schliesslich ins Gespräch. Da entstand die glorreiche Idee: Was wäre, wenn wir MMP-Studierende spielen, die auf der Suche nach dem perfekten Digezz-Projekt sind?

In «How to (not) win a Digezz Award» verkörpern wir übertriebene Versionen von uns selbst. Gemeinsam suchen wir nach dem perfekten Digezz. Sechs Personen bedeuten sechs unterschiedliche Ideen, Geschichten und Formate. Die einzelnen Skits wurden zu einem grossen Video zusammengefügt, wobei jedes Kapitel von einem anderen Mitglied des Teams geleitet wurde. Somit konnte jede Person ihren Teil konzipieren, umsetzen und schneiden.

Vorbereitung

In zwei gemeinsamen Meetings konkretisierte sich die Grundidee des Projekts. Jedes Gruppenmitglied hatte die Möglichkeit, eine eigene Skit-Idee zu präsentieren. Anschliessend diskutierten wir die verschiedenen Vorschläge und entschieden gemeinsam, welche Konzepte sich am besten für die Umsetzung eigneten.

Schnell wurde deutlich, dass wir alle Interesse daran hatten, bekannte Formate zu parodieren und diese mit unserem eigenen Humor neu zu interpretieren. Daraus entstanden folgende Skit-Ideen:

  • Natacha: Ghost Hunting
  • Alicia: Gordon Ramsey (Kitchen Nightmares etc.)
  • Maya: Murder Mystery
  • Marina: Dating Show
  • Emilie: Survival Show
  • Enrico: Sitcom

Während der Meetings wurden zudem die geeigneten Drehorte besprochen und organisiert. Für den Ghost-Hunting-Skit fiel die Wahl auf die alte Kläranlage in Solothurn, da diese frei zugänglich ist und insbesondere nachts eine passende, unheimliche Atmosphäre bietet. Die Küche für den Kitchen-Nightmares-Skit konnte Alicia bei der BFH reservieren. Für den Dating-Show-Skit nahm Natacha Kontakt mit dem Beachtown in Biel auf und organisierte dort die Dreharbeiten. Dank Emilie erhielten wir die Möglichkeit, den Murder-Mystery-Skit im Progr aufzunehmen. Der Survival-Skit wurde im Wald gedreht. Für die Sitcom konnten wir schliesslich eine Bühne des Studiengangs Theater der HKB reservieren und nutzen.

Nachdem sämtliche Drehdaten festgelegt waren, begann die individuelle Arbeit an den Drehbüchern. Dieser Prozess nahm einige Zeit in Anspruch, da jede Geschichte an zwei unterschiedlichen Schauplätzen spielte: zum einen an der jeweiligen Hauptlocation des Skits und zum anderen im H8, wo die Gruppe innerhalb der Handlung gemeinsam die Ideen diskutierte. Dadurch mussten die Dialoge, Gags und Handlungsstränge übergreifend aufeinander abgestimmt werden, damit am Ende eine zusammenhängende und nachvollziehbare Geschichte entstand.

Die fertigen Skripte wurden jeweils eine Woche vor dem geplanten Drehtag mit der Gruppe geteilt, damit sich alle Beteiligten auf ihre Rollen vorbereiten konnten. Zusätzlich war jede Person selbst für die Organisation der benötigten Requisiten verantwortlich. Auch die Kostüme beziehungsweise Dresscodes wurden individuell für die jeweiligen Skits festgelegt, um die Charaktere und die Atmosphäre der einzelnen Formate bestmöglich zu unterstützen.

Für die Dreharbeiten wurde folgendes technische Equipment reserviert:

  • 1 × Sony ZV-1
  • Zoom H6
  • Tonangel
  • Richtmikrofon MKE 600
  • XLR-Audiokabel
  • Nanlite PavoTube II 15C
  • Aputure Headlight

Wichtig war uns bei der Produktion das es uns hier nicht darum geht das professionellste Bild zu erschaffen und das teuerste und beste Equipment einzusetzen. Es handelt sich um ein Comedy-Projekt und ein Low-Budget Look unterstützt unsere Idee besser.

Dreh

Wir hatten insgesamt 5 Drehtage eingeplant:

Tag 1: MMP’s cooked (BFH Gesundheit Küche) & Murder Mystery (PROGR Bern)

Tag 2: Basically Family (BFH Theater Probebühne)

Tag 3: Ghost Hunting (Alte Kläranlage Luterbach)

Tag 4: Alle Meeting Szenen Filmen (MMP Bern Standort)

Tag 5: Too hot for MMP (Beachtown Biel) & Survival / Bear Grills (Biel Wald)

Bei jedem Skit übernahm die Person, die das jeweilige Skript verfasst hatte, gleichzeitig die Regie. Die übrigen Aufgaben wurden innerhalb der Gruppe verteilt und wechselten von Projekt zu Projekt. Da der Drehablauf teilweise recht hektisch war, waren wir häufig auf spontane Improvisation angewiesen.

Besonders herausfordernd war, dass oft mehrere Teammitglieder gleichzeitig vor der Kamera standen. Dadurch fehlten uns teilweise Personen für Aufgaben wie Kamera, Ton, Licht oder Regie. In solchen Situationen mussten wir Szenen kurzfristig umorganisieren oder einzelne Personen mehrere Funktionen gleichzeitig übernehmen lassen.

Die Dialoge wurden an den Drehtagen mehrfach gemeinsam geprobt, jedoch nicht vollständig auswendig gelernt. Stattdessen bereiteten wir uns jeweils kurz vor den einzelnen Szenen auf unsere Texte vor. Um möglichst gute Resultate zu erzielen, wurden die meisten Szenen mehrfach aufgenommen, sodass wir im Schnitt den jeweils besten Take auswählen konnten.

Auch bei der Kleidung orientierten wir uns stets an den jeweiligen Charakteren und der Stimmung des Skits. Dadurch konnten die Charaktere glaubwürdiger dargestellt und die Atmosphäre der Szenen unterstützt werden.

Für einen Dreh benötigten wir durchschnittlich pro Location etwa vier Stunden. Anstrengend wurde es besonders an den beiden Tagen, wo wir zwei Locations in einem Tag abdrehten. Die Drehs für das Ghost Hunting und Murder Mystery mussten zudem auch in der Nacht stattfinden, was dann schnell auch bis zum frühen Morgen andauern konnte. Besonders zeitintensiv war auch der Dreh der Meeting-Szenen, deren Produktion insgesamt rund zehn Stunden in Anspruch nahm.

Hier ein paar BTS Bilder von den Drehs ◡̈

Hier ein paar Einblicke ein die Skripts der einzelnen Skits ◡̈

Post Production

In der Postproduktion war jede Person erneut für die Bearbeitung ihres eigenen Skits verantwortlich. Bereits zu Beginn des Schnittprozesses wurde klar, dass deutlich mehr Filmmaterial entstanden war als ursprünglich erwartet. Schnell zeigte sich, dass die geplante Länge von drei bis fünf Minuten pro Skit nicht realistisch war und die Beiträge schliesslich eher eine Laufzeit von sechs bis acht Minuten erreichten.

Für die Nachbearbeitung wurden verschiedene externe Medien eingesetzt. Stockbilder und Videomaterial bezogen wir von Adobe Stock und Pixabay. Auch die verwendete Musik stammt grösstenteils von Pixabay und wurde passend zu den jeweiligen Szenen ausgewählt.

In den Skits „MMP’s Cooked“, „Too Hot for MMP“ sowie „Survival / Bear Grills“ unterstützte uns Kalid Ahbri aus der Klasse mmp25b als Synchronsprecher. Für seinen spontanen Einsatz und die super Leistung möchten wir ihm an dieser Stelle herzlich danken! <3

Der Schnitt der einzelnen Skits erfolgte selbstständig durch die jeweils verantwortlichen Personen. Zum Abschluss traf sich die gesamte Gruppe, um die fertigen Beiträge gemeinsam anzusehen. Dabei überprüften wir, ob die Reihenfolge der Skits chronologisch sinnvoll war und ob trotz der unterschiedlichen Regiestile eine möglichst einheitliche und stimmige Gesamtwirkung entstand.

Stilistisch verfolgten wir einen bewusst humorvollen und leicht chaotischen Ansatz. Unser Ziel war es nicht, ein technisch perfektes Produkt zu schaffen, sondern den Charakter eines „nicht perfekten Digezz“ authentisch darzustellen. Aus diesem Grund stand Perfektion während des Schnitts nicht im Vordergrund.

Wir erlaubten uns bewusst ungenaue Schnitte, verwackelte Kameraaufnahmen oder stellenweise weniger sauberen Ton. Diese gestalterischen Entscheidungen waren kein Versehen, sondern Teil des Konzepts und sollten den improvisierten sowie selbstironischen Charakter der Skits unterstreichen.

Und so entstand unser finales Video mit 47 Minuten von abwechslungsreicher Unterhaltung ◡̈

Hier noch ein Trailer für unser Meisterwerk:

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(mbi)

Negativ

Rückblickend gibt es einige Punkte, die wir bei einem zukünftigen Projekt anders planen würden. Ein technisches Problem war, dass bei den Meeting-Szenen sowie den ersten vier Skits der Beauty-Filter der Kamera versehentlich aktiviert blieb. Wie stark dieser die Haut verwaschen und verschwommen aussehen lässt fiel uns erst auf, als wir die Aufnahmen zum ersten Mal auf einem grösseren Bildschirm sahen. Dies konnte leider auch nicht im Post korrigiert werden, jedoch wussten wir nun Bescheid, diesen für die letzten paar Drehs auszuschalten. 

Auch die zeitliche Planung erwies sich als herausfordernd. Die Drehtage lagen sehr nah beieinander und an zwei Tagen fanden jeweils sogar zwei Drehs statt. Dies war für alle Beteiligten körperlich und mental anstrengend. Die intensive Arbeitsphase wirkte sich teilweise auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus. Rückblickend würden wir mit der Planung und Produktion früher beginnen, um den Arbeitsaufwand besser über einen längeren Zeitraum verteilen zu können.

Zudem stellten wir fest, dass wir mehr Equipment ausgeliehen hatten, als tatsächlich benötigt wurde. Ursprünglich hatten wir geplant, mit sechs Lavaliermikrofonen zu arbeiten, entschieden uns während der Dreharbeiten jedoch hauptsächlich für die Tonangel. Einige ausgeliehene Geräte kamen deshalb kaum oder gar nicht zum Einsatz.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Organisation am Set. Die technischen Rollen und Zuständigkeiten wurden erst nach dem dritten Drehtag klar definiert. Hätten wir bereits zu Beginn festgelegt, wer bei welchen Szenen für Kamera, Ton, Licht oder Regie verantwortlich ist, hätten wir effizienter arbeiten können und weniger improvisieren müssen.

Zusätzlichen Zeitdruck verursachte die Tatsache, dass die Postproduktion kurz vor unserer Reise nach Rotterdam stattfand. Dadurch blieb nur wenig Zeit für Schnitt und Nachbearbeitung bis zur Digezz-Abgabe. Insbesondere das Color Grading kam deshalb zu kurz. Die Farbgestaltung der Skits blieb relativ schlicht und flach, da wir den Fokus auf den fertigen Schnitt legen mussten.

Positiv

Trotz der genannten Herausforderungen sind wir mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Die Skits konnten weitgehend so umgesetzt werden, wie wir sie uns vorgestellt hatten, und unser Humor kommt aus unserer Sicht gut zur Geltung, auch wenn einige Jokes wohl nur mit Insider-Wissen zu verstehen sind. Besonders positiv war, dass die Organisation der verschiedenen Drehorte reibungslos funktionierte und alle geplanten Locations genutzt werden konnten.

Auch die Dreharbeiten selbst machten viel Spass und stärkten die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe. Das Prinzip, jede Person einen Skit schreiben und Regie führen zu lassen hat auch extrem gut funktioniert. Auch mit der grossen Freiheit und Eigenverantwortung die dadurch für jede Person entstanden harmonieren die sechs Skits super zusammen als ein grosses Endprodukt.

Trotz des hohen Arbeitsaufwands und der kurzen Produktionszeit blicken wir positiv auf das Projekt zurück. Wir sind stolz darauf, dass ein vergleichsweise aufwändiges Digezz-Projekt innerhalb des gegebenen Zeitrahmens realisiert werden konnte.

Insgesamt betrachten wir das Projekt als gelungen. Obwohl nicht alles perfekt verlief, konnten wir viele kreative Ideen umsetzen, wertvolle Erfahrungen sammeln und ein Endprodukt schaffen, das uns gut gefällt, auch wenn viel Verbesserungspotenzial besteht.