Crowdfunding-Kampagne für Kanal K
Für den Radiosender Kanal K durfte ich ein Social-Media-Video für eine Crowdfunding-Kampagne produzieren. Ziel war es, auf die neuen Räumlichkeiten aufmerksam zu machen und die Community zur Unterstützung des Crowdfundings zu motivieren. Das Video habe ich sowohl im Hoch- als auch im Querformat produziert, damit es auf verschiedenen Plattformen eingesetzt werden kann. Ergänzend dazu produzierte und schnitt ich Instagram Stories, um das Reel in der Erscheinungswoche optimal zu pushen. Von der Konzeption über die Dreharbeiten bis hin zur Postproduktion war ich alleine für die Umsetzung verantwortlich.
Konzept
Zu Beginn entwickelte ich drei verschiedene Konzeptideen. Gemeinsam mit Kanal K entschieden wir uns für eine humorvolle Umsetzung im Vlog-Stil. Im Mittelpunkt stand Sämu, ein langjähriger Techniker von Kanal K, der mir die neuen Räumlichkeiten zeigt. Durch den Kontrast zwischen seiner humorvollen Art und meiner Rolle als Multimedia Production-Studentin entstand eine lockere und nahbare Atmosphäre.
Wichtige Anforderungen an das Video waren:
- Kurze und prägnante Umsetzung für Social Media
- Humorvolle und authentische Darstellung
- Klare Call-to-Action am Schluss
- Einbindung einer Crowdfunding-Grafik
- Nahbarer Vlog-Stil mit spontanen Interaktionen
Da die neuen Räumlichkeiten sich noch im Rohbau befanden, sollte gleichzeitig sichtbar werden, weshalb finanzielle Unterstützung für den Sender wichtig ist.
Equipment und Dreharbeiten
Da ich das gesamte Projekt alleine umsetzte, musste das Equipment möglichst kompakt und flexibel sein.
Verwendetes Equipment:
- Sony Alpha 7 III
- Sony Vlog-Kamera
- DJI Mic Mini Mikrofone
Die grösste Herausforderung bestand darin, gleichzeitig die Kamera zu bedienen, den Ton zu kontrollieren und selbst vor der Kamera zu stehen.
Zusätzlich wurden der Termin kurz vor dem Dreh um eine Woche vorverschoben. Dadurch blieb weniger Zeit, das Konzept weiterzuentwickeln und die Produktion detailliert vorzubereiten.
Dreharbeiten
Die Dreharbeiten fanden direkt in den neuen Räumlichkeiten von Kanal K statt. Da sich das Gebäude noch im Rohbau befand, mussten wir die Umgebung zunächst mit Gegenständen aus dem Radiostudio etwas aufwerten und für die Aufnahmen vorbereiten.
Innerhalb von rund drei Stunden entstanden sämtliche Aufnahmen für das Projekt.
Mit dem Drehtag war ich grundsätzlich zufrieden. Allerdings zeigte sich bereits während der Aufnahmen, dass einige Szenen weniger humorvoll wirkten als ursprünglich geplant. Zudem filmten wir teilweise ohne klar definierte Szenenabfolge, um möglichst viele spontane Momente einzufangen. Dadurch entstand sehr viel Rohmaterial, was den Aufwand in der Postproduktion deutlich erhöhte.



Postproduktion
Die Postproduktion erfolgte in Adobe Premiere Pro. Ein grosser Teil der Arbeit bestand darin, das Material zu sichten, zu sortieren und die besten Szenen auszuwählen.
Für den Einstieg wählte ich eine humorvolle Szene als Hook, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen zu gewinnen. Der Schnitt wurde bewusst schnell und dynamisch gestaltet, damit das Video den Sehgewohnheiten auf Social Media entspricht.
Gedreht wurde in S-Log, damit ich das Bildmaterial in der Nachbearbeitung farblich optimieren konnte.
Instagram Stories
Um das Reel in der Erscheinungswoche optimal zu pushen, produzierte und schnitt ich zusätzlich Instagram Stories. Diese dienten als begleitende Inhalte, die auf das Crowdfunding-Video aufmerksam machten und die Reichweite in dieser Woche gezielt erhöhten.
Musik
Die Musikauswahl stellte einen unerwartet grossen Aufwand dar. Da das Video möglicherweise als Werbung eingesetzt wird, mussten sämtliche Lizenzrechte geklärt werden.
Nach längerer Recherche war zunächst unklar, welche Lizenzmodelle für diesen Einsatzzweck geeignet wären. Um rechtliche Probleme und unnötige Kosten zu vermeiden, entschieden sich Kanal K und ich für einen alternativen Weg: Wir kontaktierten mehrere Musiker*innen, deren Musik bereits auf dem Sender gespielt wird. Dadurch fanden wir schliesslich einen passenden Song für das Projekt.
YT-Video Crowdfunding
Instagram Reel
(mmi)
Reflexion
Planung
Rückblickend hätte eine detailliertere Planung den Schnittprozess deutlich vereinfacht. Da während des Drehs viele spontane Aufnahmen entstanden, musste ich später sehr viel Zeit investieren, um eine passende Geschichte aus dem Material zusammenzustellen.
Dreharbeiten
Die grösste Herausforderung bestand darin, gleichzeitig hinter und vor der Kamera zu arbeiten. Für zukünftige Projekte würde ich nach Möglichkeit eine zusätzliche Person für die Kameraorganisation oder Assistenz einplanen.
Zudem stellte ich fest, dass einige Aufnahmen etwas zu dunkel aufgenommen wurden. Besonders bei S-Log-Aufnahmen ist eine korrekte Belichtung entscheidend, um in der Nachbearbeitung genügend Spielraum zu behalten.
Postproduktion
Die Musikrechte hätte ich idealerweise bereits vor dem Schnitt geklärt. Dadurch wären einige Unsicherheiten und zusätzliche Arbeitsschritte vermieden worden.
Ausserdem blieb durch den engen Zeitplan weniger Zeit für das Color Grading als ursprünglich vorgesehen. Hier würde ich künftig mehr Zeit für die finale Bildbearbeitung einplanen.
Zusammenarbeit und Feedback
Die Zusammenarbeit mit Kanal K verlief sehr angenehm. Trotz mehrerer Feedbackrunden war die Kommunikation unkompliziert und konstruktiv.
Das Projekt zog sich gegen Ende etwas länger hin als erwartet, da verschiedene Rückmeldungen eingearbeitet werden mussten. Das positive Feedback von Kanal K zeigte jedoch, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat. Der Sender war mit dem Endergebnis zufrieden und auch die Reichweite des Videos entsprach den Erwartungen.
Fazit
Insgesamt bin ich mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Besonders die Konzeptentwicklung und die Dreharbeiten haben mir grossen Spass gemacht. Gleichzeitig konnte ich viele Erfahrungen im Bereich Social-Media-Produktion, Projektplanung und Postproduktion sammeln.