Frames of Poetry

Wie lassen sich Gedichte in bewegte Bilder übersetzen? In diesem Projekt haben wir fünf queer-feministische Gedichte ausgewählt, interpretiert und filmisch dargestellt. Entstanden ist ein multimediales Projekt aus fünf Kurzfilmen und einer Begleitbroschüre.

Spat – Caroline Bird

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

Hope – Emily Dickinson

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

Fragment 34 – Sappho

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

The Sun and Her Flowers – Rupi Kaur

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

Childless Woman – Sylvia Plath

Bitte akzeptiere die statistik, Marketing Cookies um diesen Inhalt zu sehen.

Parallel zu den Kurzfilmen gestalteten wir eine Begleitbroschüre. Diese vereint die Gedichte, ausgewählte Filmstills sowie QR-Codes zu den Filmen. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen gedrucktem und digitalem Medium.

Die folgende Prozessdokumentation zeigt die verschiedenen Phasen unseres Projekts. Der grösste Teil der Arbeit entstand in enger Zusammenarbeit. Nach einer ersten Ideenfindungsphase sammelten wir Inspirationen für die Kurzfilme und recherchierten verschiedene visuelle Ansätze. Dabei liessen wir uns unter anderem von Kurzvideoformaten auf TikTok inspirieren.
Anschliessend entstanden Moodboards, Storylines und Storyboards für die einzelnen Gedichte. Auf dieser Grundlage planten wir die Dreharbeiten, suchten passende Drehorte, organisierten Requisiten und Kleidung und reservierten das benötigte Kameraequipment.
Die Drehs fanden an mehreren Orten statt, darunter Waldgebiete, Moorlandschaften, Aussichtspunkte sowie Innenräume mit Projektionen. Nach Abschluss der Dreharbeiten begann die Postproduktion, in der die Aufnahmen gesichtet, bearbeitet und zu den finalen Kurzfilmen zusammengesetzt wurden.
Nachdem die Filme weitgehend fertiggestellt waren, starteten wir mit der Gestaltung der Begleitbroschüre und der Umsetzung der Digezz-Seite. Die finale Aufbereitung und Veröffentlichung des Projekts erfolgte ebenfalls gemeinsam.

(mbi)

Kreativer Prozess
Rückblickend sind wir mit dem inhaltlichen Ergebnis unseres Projekts sehr zufrieden. Besonders positiv in Erinnerung bleibt uns der kreative Prozess. Zu Beginn fiel es uns schwer, eine passende Idee zu finden für das Projekt. Doch sobald die Grundidee feststand, konnten wir unsere gestalterischen Vorstellungen weiterentwickeln.

Technik und Produktion
Im Bereich der Technik sehen wir das grösste Verbesserungspotenzial. Bei zukünftigen Projekten würden wir mehr Zeit für das Location Scouting einplanen und einzelne Einstellungen vor den Dreharbeiten ausführlicher testen. Auch zusätzliche Akkus, mehr Speicherkarten und eine bessere Kameraausrüstung hätten den Produktionsprozess vereinfacht.
Wechselnde Lichtverhältnisse an einigen Drehorten erschwerten die Aufnahmen. Rückblickend würden wir Orte mit konstanteren Lichtbedingungen wählen oder die Einstellungen vor Ort besser aufeinander abstimmen. Zudem wurde der Ton ausschliesslich über die Kamera aufgenommen. Zusätzliche Atmosphärenaufnahmen hätten in der Postproduktion weitere gestalterische Möglichkeiten eröffnet.
Positiv hervorheben möchten wir unsere Planung und Organisation. Wir definierten frühzeitig, welches Material wir benötigten, und konnten die Dreharbeiten entsprechend vorbereiten. Obwohl wir in vielen Szenen selbst vor der Kamera standen und gleichzeitig für Kamera, Regie und Organisation verantwortlich waren, funktionierten die Aufnahmen dank eines zusätzlichen Monitors gut. Qualitativ weniger starke Aufnahmen konnten wir in der Postproduktion gezielt aufwerten.
Zudem zeigte sich während der Postproduktion, dass einige ursprünglich geplante Ideen deutlich aufwendiger waren als erwartet. In Zukunft würden wir einzelne Konzepte früher vereinfachen und stärker auf ihre Umsetzbarkeit achten.

Gestaltung der Begleitbroschüre
Auch bei der Begleitbroschüre sehen wir Entwicklungspotenzial. Für das Gestaltungskonzept hätten wir gerne mehr Zeit investiert und während der Dreharbeiten zusätzliches Fotomaterial produziert. Dadurch hätten wir die Weissräume der Broschüre vielfältiger gestalten können.

Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit verlief während des gesamten Projekts sehr konstruktiv. Durch regelmässige Absprachen und offene Kommunikation konnten wir effizient arbeiten und den Zeitplan weitgehend einhalten.
Insgesamt hat uns das Projekt technisch und gestalterisch weitergebracht und gezeigt, wie wichtig Flexibilität, Organisation und Zusammenarbeit in kreativen Produktionsprozessen sind.