GIFTS – Ein Song über die unvergesslichen Momente

Gifts ist der Songtitel der neuen Single von Enrico Bösch alias Moise Naker und Benita Gautschi. Nach der Produktion ihres Debütsongs Stone Cold Killa, der toxische Beziehungsverhältnisse umspielt, geht es bei Gifts um die schönen Momente im Leben, die sich wie Geschenke anfühlen. In Zusammenarbeit mit Flavia Burkart entstand zudem ein Musikvideo, welches den Song durch Bilder erlebbar macht. Mit atmosphärischen Klängen und vielen Vocal-Layers versinkt man förmlich in der Musik. 

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Von der Idee bis zum fertigen Song 

Von Anfang an war für Benita und Enrico klar, im Song einen gemeinsamen Nenner zu behandeln. Entscheidend für dieses Projekt war also die Ideenfindung, die aus Jam-Sessions und Brainstorming bestand. Gifts war ein Gedankenblitz. Danach kristallisierte sich die Vision sehr schnell heraus. 

Der Workflow war getaktet. Nach gemeinsamen Recording Sessions fand immer eine Reflexion statt. Ein ständiges Wiederhören des Erarbeiteten und Entscheiden, in welche Richtung die Idee sich weiterentwickeln soll. 

Challenge des Mixing and Masterings

Eine spezielle Charaktereigenschaft der neuen Single ist der Ambience bzw. Washed Sound, der bei der Produktion schwierig hinzukriegen war. Fast alle Tonspuren haben einen Reverb-Effekt. Dieser Effekt kann die Klarheit eines Songs sehr stark beeinträchtigen. 

Alle Elemente mussten durch bewusstes Einsetzen von Kompression und EQ hervor oder in den Hintergrund gerückt werden, damit ein klares Klangbild entstehen konnte. 

Beim Picknick in Erinnerungen schwelgen 

Das Konzept des Musikvideos stand schnell fest: Zwei Protagonistinnen, die bei einem Picknick in verschiedene gemeinsame Momente zurückversetzt werden. Kleine, grosse und vor allem unvergessliche Erinnerungen – Geschenke eben. 

Benita und Flavia besprachen, wie diese Erinnerungen dargestellt werden können und was realisierbar ist. Beide hatten ähnliche Vorstellungen dieser Memory-Szenen und entschieden sich, dass sich die Memories in Bild, Tempo und Vibe von der linearen Storyline abheben und besonders träumerisch wirken sollen. Den anderen Teil des Videos machen Performance-Aufnahmen des Songs aus. Diese unterscheiden sich durch Location, Stimmung und Protagonisten her stark und erschaffen so einen spannenden Kontrast. Benita erstellte ein Moodboard, welches an alle Beteiligten verschickt wurde, sodass alle dieselbe Vision teilten. 

Nachdem Benita und Flavia das Treatment ausgearbeitet hatten, stellten sie ein zehnköpfiges Team mit Schauspielerinnen und einer Filmcrew zusammen. An zwei Drehtagen wurden an zwei Locations – der Bärenhütte in Chur und dem TV-Studio an der FHGR – alle Aufnahmen gedreht. Dem Dreh gingen viele Stunden ausführlicher Vorbereitung und Planung voraus, denn das höchste Ziel war es, am Dreh gemeinsam Spass zu haben und eine unvergessliche Erinnerung zu schaffen. Darum geht’s schliesslich in Gifts und das soll auch das Video widerspiegeln. 

Verschmelzen von Bild und Ton 

In der letzten Phase des Projektes galt es, den Song mit dem Bildmaterial zu einem Ganzen zu vereinen. Das Fundament des Musikvideos bilden die Aufnahmen der Performance des Songs. Wie ein roter Faden zieht sich der Erzählstrang des Picknicks durch das Video. Die Erinnerungen der zwei Freundinnen sind jeweils im Chorus, dem musikalischen Höhepunkt des Songs, platziert. Das goldig-leuchtende Color Grading und Overlay-Ebenen erzielen dabei einen verträumten Look. 

Das Schönste für uns: Die Erfahrungen, die im Rahmen des Projekts Gifts entstanden, wurden zu einem wahren Geschenk. 

(mbi)

Produktion des Songs 

Der angestrebte «Washed Sound» mit umfassender Ambience-Behandlung stellte sich als technische Herausforderung heraus: Fast alle Tonspuren erhielten einen Reverb-Effekt, was zu massivem Klarheitsverlust führte. Wir mussten diese Entscheidung in der Nachbearbeitung durch aufwändige EQ- und Kompression-Arbeit korrigieren, um überhaupt ein klares Klangbild zu erreichen. 

Pre-production des Videos 

Flavia und Benita teilten alle Aufgaben strikt auf, sodass jederzeit klar war, wer worüber die Verantwortung trug. Während des gesamten Projekts legten sie viel Wert auf eine offene Kommunikation. 

Eine grosse Schwierigkeit in der Planung war die Terminfindung. Wir mussten zwei Drehtage so koordinieren, dass das zehnköpfige Team, die gewünschten Locations und das benötigte Equipment verfügbar und das Wetter optimal waren. Wichtig war es auch, an alle Details zu denken und genug Zeit dafür einzuplanen. Beispielsweise mussten vor dem Dreh Abklärungen mit dem Service-Team der Somedia aufgrund der Verwendung einer Rauchmaschine vorgenommen werden. 

Produktion des Videos 

Beim Dreh der Performance-Aufnahmen stellten wir fest, dass Singen im Studio nicht aussieht wie im Video. Das erforderte eine schauspielerische Darstellung, um aussagekräftige und passende Bilder zu schaffen. 

Unser grösstes Learning war: Jede Minute einer guten Vorbereitung lohnt sich vollkommen. Wir können überzeugt sagen, die Drehtage liefen dank unserer aufwendigen Planung reibungslos ab. Zudem war eine klare Rollenverteilung am Set ein Schlüssel. Flavia kümmerte sich in der Rolle als Regisseurin um die Instruktion der Protagonistinnen, während Benita die Funktion des DOPs übernahm. 

Post-production des Videos 

Obwohl wir vor dem Dreh eine klare Vision des Musikvideos hatten, haben wir uns beim Dreh viele Optionen offenlassen wollen und deshalb oft viele verschiedene Shots gedreht. Beim nächsten Mal würden wir versuchen, uns im Vorhinein noch klarer auf konkrete Shots zu einigen und diese ausführlicher, das heisst mit mehr verschiedenen Einstellungsgrössen und Perspektiven, zu filmen. So hat man beim Schnitt zwar weniger Optionen, dafür passen die Shots besser zusammen. 

Eine Herausforderung war das Color Grading. Es hat viel Ausprobieren gebraucht, um den gewünschten Dreamy Look zu erzielen. Zudem trat beim Export das Problem des Gamma Shifts auf Macs auf, was für zukünftige Projekte von Beginn an beachtet werden sollte.