slofa – nachhaltig, fair, einzigartig

slofa (slofa-slowfashion.com) ist ein von meinem Bruder Patrice und mir im September 2025 gegründetes Slow-Fashion-Label. Unsere Vision ist es, der Fast-Fashion-Industrie eine transparente, nachhaltige und farbenfrohe Alternative entgegenzusetzen.
Wir arbeiten mit fünf nachhaltigen Modelabels zusammen. Jede Brand hat seinen eigenen Stil. Dennoch verbindet sie alle etwas… ihre Philosophie «weniger ist mehr»

Unser Sortiment ist handverlesen: Futah, La Paz, Otherwise sind drei Brands aus Portugal, Twothirds aus Spanien und einzigartige Jacken, die aus vintage Teppichen genäht werden beziehen wir von der Marke Anouri aus Marokko. Seit dem 04.04.26 haben wir neben unserem Online-Shop (slofa-slowfashion.com) auch einen kleinen, feinen Pop-up-Store an der Barfüssergasse 7 in Solothurn, wo ich jeden zweiten Samstag selbst hinter der Theke stehe. Der ganze Weg von slofa habe ich seit Beginn stets auf unserem Instagram Kanal festgehalten: slofa.ch

Social Media Aufrtitt:

Als alleinige Content-Creatorin für unseren Kanal slofa.ch verantwortete ich Konzeption, Fotografie, Dreh, Videoschnitt und Bildbearbeitung. Seit Semesterbeginn im Februar habe ich insgesamt 24 Feed-Beiträge (Reels und Caroussels) sowie zahlreiche Stories produziert. Mein Workflow ist dabei auf folgende Tools ausgelegt:

Schnitt & Motion: Reels und Videos schneide ich in Adobe Premiere Pro oder verpasse ihnen den letzten schnellen Schliff direkt in CapCut.

Visuals & Aesthetics: Die Fotos bearbeite ich stets in Lightroom oder Photoshop. Für ein einheitliches branding benutze ich stets dieselbe Schrift: american typewriter wie auch dieselben drei Farben: Orange – C1583C, Schwarz – 000000, Crème – F7E9CD

Musik und Beat: Für meine Reels ist es mir wichtig, die richtige Musik auszuwählen, die auch zu unserer Brand passt. Ich setze meistens spanische oder portugiesische Klassiker ein, manchmal mit einem Hauch von Reggaeton, Salsa oder Bachata. Auch «englische oldies» sind auf unserem Feed zu finden, hauptsache locker, sommerlich und «good mood»-Musik. Zudem muss der Beat stimmig sein und zu den Cuts passen – das sorgt für den dynamischen, professionellen Flow, der die Leute beim Scrollen hängenbleiben lässt.

Musik besonders passend zu den Cuts: Anouri-Reel Marokko , Aufbau Reel-: Pop-up Store

Fotoshooting in Taghazout, Marokko

Da Bewegtbild-Content bei unserer Zielgruppe die höchste Resonanz erzielt, konzentriere ich mich auf dem Feed meistens auf Reels. Für den Launch von Anouri habe ich mich jedoch bewusst für ein digitales Fotoshooting direkt in Marokko entschieden. Die farbintensive Location passte ideal zu den farbenfrohen Jacken. Das Ergebnis hat nicht nur das Engagement auf Instagram gesteigert, sondern war auch bei unserer Kundschaft im Pop-up Store spürbar – die Menschen kamen, um die Anouri Jacken zu begutachten und Bestenfalls zu kaufen. Mittlerweile haben wir fünf von sechs Jacken erfolgreich verkauft. Von allen bisherigen Produktionen, die ich umgesetzt habe, ist dieses Shooting mein persönlicher Favorit. Fotoshooting Marokko

Marketing: Poster, Flyer, Banner, Beachflag

Um gezielt Werbung für unseren Pop-up-Store zu machen, habe ich auf klassische analoge Werbemassnahmen wie Poster, Flyer, ein Banner und eine Beachflag gesetzt.

  • Die Gestaltung des Posters nahm dabei die meiste Zeit in Anspruch. Mir war es besonders wichtig, die Markenfarben Orange und Beige aus unserem Corporate Design (CD) zu integrieren. Mit Adobe Illustrator habe ich ein Plakat kreiert, auf dem Caps, Hosen und Shirts als abstrakte Vektor-Grafiken zu sehen sind – sie repräsentieren reale Kleidungsstücke aus unserem Sortiment.
  • Der Flyer hingegen sollte primär Informationscharakter besitzen. Um der Marke ein Gesicht zu geben und Vertrauen aufzubauen, habe ich Fotos von uns integriert. So sehen die Kundinnen und Kunden sofort, wer hinter slofa steckt.
  • Für das Banner konnten wir eine ideale und zudem kostenlose Werbefläche nutzen: Es hängt an der Hauswand meines Bruders, die an einem stark belebten Ort in Solothurn liegt. Ein integrierter QR-Code ermöglicht es Passanten, direkt im Vorbeigehen auf alle weiteren Informationen zuzugreifen.
  • Die Beachflag nutzen wir schliesslich jeden Samstag direkt vor dem Pop-up-Store als visuellen Stopper, um kurz und knapp zu erklären, was slofa ist, und Laufkundschaft in den Laden zu locken.

Reels Werbung: Banner an Hauswand, Flyer und Poster verteilen in SO, Poster an Wänden

Zeitungsartikel

Neben unseren eigenen Werbemassnahmen spielte die Medienpräsenz in der Solothurner Zeitung eine entscheidende Rolle für unsere Reichweite. Nach einem ersten Interview im Oktober, das optimal für die Gründungsphase unseres Start-ups war, widmete sich der zweite Artikel gezielt der Eröffnung des Pop-up Stores. Im direkten Kundenkontakt konnten wir eine interessante Beobachtung machen: Auf die Frage, wie sie auf uns aufmerksam wurden, nannte vor allem die ältere Zielgruppe den Zeitungsartikel als primären Touchpoint. Artikel Solothurner Zeitung

Konzeption, Gestaltung und Realisierung des Pop-up-Stores

Von der ersten Vorbereitung und der sorgfältigen Einrichtung des Pop-up Raums bis hin zur finalen Aufbauphase – dem Aufstellen der Möbel, Auspacken, Bügeln und Präsentieren der Kleidung – war der gesamte Prozess zwar äusserst arbeitsintensiv, hat sich aber definitiv gelohnt.

Zur Vorgeschichte der Ladenfläche: Das Lokal gehört einer Immobilienfirma, die das Schaufenster primär als Werbeplattform mit einem fix installierten Bildschirm nutzt. Auf unsere Anfrage, ob wir die Fläche von April bis Juni für einen Pop-up Store zwischennutzen dürfen, erhielten wir von dem Geschwisterpaar, welches das Unternehmen führt, eine Zusage. Wir dürfen die Räumlichkeiten mietfrei nutzen, was für unser Start-up eine enorme finanzielle Entlastung darstellt.

Passend zu unserem nachhaltigen Konzept haben wir fast das gesamte Interieur – darunter Regale, Kleiderständer, eine Kaffeemaschine, Teppiche und Lampen – aus zweiter Hand über Ricardo bezogen. Die Ladenfläche ist zwar sehr klein, strahlt dadurch aber eine gemütliche, einladende Atmosphäre im «Beach Store»-Look aus. Ein besonderes Highlight für die Kundschaft ist die Ladentheke, die unser Grossvater aus einem alten Surfbrett von Ricardo gebaut hat. Ergänzt wird das Raumkonzept durch grossformatige Bilder unserer Kollektionen, diverse Pflanzen und eine Videoprojektion an der Wand, die Strandszenen, sommerliche Impressionen und unser Sortiment zeigt.

Ladetheke mit Surfbrett, Aufbau Pop-up Store

Eröffnungsfeier

Der Eröffnungsevent übertraf unsere Erwartungen. Neben unserem persönlichen Umfeld durften wir auch viele interessierte Passantinnen und Passanten zu einem Apéro begrüssen. Die lockere Atmosphäre lud zum Verweilen, Plaudern und Shoppen ein. Für unser Start-up war dieser Tag nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern auch ein wichtiger Meilenstein für die Community-Bildung und ein Highlight der noch jungen Unternehmensgeschichte von slofa. Slofa Pop-up Store Eröffnungsfeier

(mmi)

Videos schneiden:

Da ich anfangs keine externe Festplatte besass, speicherte ich meine Videodaten direkt auf dem Computer ab. Das führte dazu, dass ich Rohmaterial häufig zuerst zeitaufwendig aus der Cloud herunterladen musste, bevor der eigentliche Videoschnitt beginnen konnte – ein Prozess, der den Workflow oft stark verzögerte.

Zudem stellte ich fest, dass ich mich im Vorfeld intensiver mit den Effekten und Transitions in CapCut hätte auseinandersetzen können, um die Dynamik der Videos noch gezielter zu gestalten. Letztlich eignete ich mir dieses Wissen im Sinne des ‚Learning by Doing‘ während des laufenden Prozesses an, was mir für zukünftige Produktionen ein solides Fundament bietet.

Werbung:

Die Gestaltung des Posters nahm viel Zeit in Anspruch. Mit fundierteren Vorkenntnissen in Adobe Illustrator – insbesondere bezüglich effizienterer Werkzeuge und Funktionen – hätte ich die finale Umsetzung deutlich schneller realisieren können. Auch diese Optimierungspotenziale wurden mir erst im Nachhinein bewusst.

Ein technischer Fehler unterlief mir beim Druck der ersten Flyer-Auflage: Da ich den Anschnitt (Randabfall) nicht korrekt eingestellt hatte, wies das Druckergebnis unschöne Ränder auf; zudem fiel das Format für unsere Zwecke zu gross aus. Bei der Nachbestellung konnte ich diese Fehler jedoch korrigieren, sodass die Flyer nun exakt unserem Corporate Design entsprechen.

Im digitalen Bereich habe ich zudem ein bezahltes Werbe-Reel zur Store-Vorstellung geschaltet, dieses jedoch erst am 22. Mai veröffentlicht. Strategisch wäre ein Launch direkt zur Eröffnung des Pop-up-Stores sinnvoller gewesen, um das Kundschaftspotenzial über die gesamte Laufzeit bis Ende Juni maximal auszuschöpfen. Aufgrund der kurzen verbleibenden Zeitspanne war dieses Timing etwas zu knapp bemessen.

 

Entwicklung von Slofa

Die gesamte Entwicklung von slofa ist für mich ein fortlaufender Lernprozess. Ob beim Videoschnitt, im direkten Kundenkontakt im Laden oder beim Aussteuern von Werbemassnahmen in den verschiedenen Adobe-Programmen – die Praxis forderte und fördert mich täglich. Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und blicke zuversichtlich auf die Zukunft unseres Start-ups. Die Erkenntnis, dass man sich kontinuierlich verbessern kann, motiviert mich für alle kommenden Projekte.