Konzeptphase: Entwicklung eines Moodboards
Dieser Eintrag dokumentiert die konzeptionelle Vorarbeit für die neue Website des Theatervereins «mitwucht». Im Zentrum steht die Entwicklung eines Moodboards, dass als visuelle und gestalterische Grundlage für das spätere Webdesign dient.
Bereits früh wurde deutlich, dass dieses Projekt kein klar abgegrenztes Endprodukt ist, sondern ein Prozess, der sich über mehrere Phasen erstreckt. Obwohl das eigentliche Webdesign ursprünglich Teil dieses Projektabschnitts sein sollte, führten zeitliche Verzögerungen und organisatorische Abhängigkeiten dazu, dass der Fokus bewusst auf die konzeptionelle Arbeit gelegt wurde. Diese Phase bildet dennoch – oder gerade deshalb – einen zentralen Bestandteil des gesamten Gestaltungsprozesses.
Ausgangslage
Der Theaterverein «mitwucht» plante eine neue Website und befand sich zu Beginn des Projekts in einer Findungsphase. Fragen nach visueller Identität, Tonalität und Wirkung standen im Vordergrund. Der Wunsch war ein zeitgemässer, authentischer und klarer Webauftritt, der den Charakter des Vereins widerspiegelt.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde entschieden, nicht direkt mit der Gestaltung eines konkreten Layouts zu beginnen, sondern zuerst eine visuelle Grundlage zu schaffen. Das Moodboard sollte dabei helfen, gemeinsame Vorstellungen zu entwickeln und gestalterische Entscheidungen früh zu festigen.
Moodboard als Verdichtung des Prozesses
Das entstandene Moodboard fasst diesen Arbeitsprozess visuell zusammen. Es vereint Farbwelten, Kontraste, Bildstimmungen, Lichtverhältnisse und gestalterische Referenzen und gewährt erste Einblicke in die spätere Struktur und Wirkung der Website.
Dabei dient das Moodboard als Orientierungshilfe und ermöglicht Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen.

Verzögerungen und bewusste Fokussierung
Durch zeitliche Verschiebungen, Abstimmungen innerhalb des Vereins und die parallele Planung weiterer Inhalte kam es in dieser Projektphase noch nicht zur konkreten Umsetzung des Webdesigns. Statt diese Verzögerung als Mangel zu verstehen, wurde sie als Chance genutzt, die konzeptionelle Arbeit zu vertiefen und sauber abzuschliessen.
Das Moodboard zusammen mit mehreren Sitzungen bildet eine Basis, auf der im Herbstsemester aufgebaut werden kann. Farben, Bildsprache und Stimmung sind definiert und werden direkt in die weitere Gestaltung einfliessen. Ein grosser Teil der gestalterischen Entscheidungen wurde somit bereits in dieser frühen Phase getroffen.
(vha)
Die Arbeit an der Webkonzeption hat mir deutlich gezeigt, wie entscheidend eine gründliche Vorarbeit für gestalterische Projekte ist. Obwohl das Moodboard auf den ersten Blick ein einzelnes visuelles Ergebnis darstellt, steht dahinter ein intensiver Prozess aus Kommunikation, Recherche und bewussten Entscheidungen.
Im Verlauf des Projekts wurde mir bewusst, dass sich Zeitpläne in der Zusammenarbeit mit einem Verein nicht immer so umsetzen lassen wie ursprünglich geplant. Termine verschoben sich, Absprachen brauchten mehr Zeit. Diese Abhängigkeiten hatten direkten Einfluss auf den Projektverlauf und führten dazu, dass das eigentliche Webdesign in dieser Phase noch nicht umgesetzt werden konnte. Rückblickend habe ich gelernt, Zeitpuffer grosszügiger einzuplanen und frühzeitig mit Verzögerungen zu rechnen, besonders bei Projekten mit vielen Beteiligten.
Besonders wertvoll war die enge Zusammenarbeit mit den Personen aus dem Theatrverein sowie die Erfahrung, eine visuelle Identität gemeinsam zu entwickeln. Diese Phase hat meine Arbeitsweise im Bereich Webdesign nachhaltig geprägt und meinen Blick für konzeptionelles Arbeiten geschärft.