Mary und Dave – Anfang einer Geschichte

Reise in die Vergangenheit

Eine Begegnung im Februar 2021 in Bern verfolgt mich bis heute. Es war Corona-Zeit, ich befand mich gerade im letzten Monat einer fast ein halbes Jahr dauernden Arbeitslosigkeit und ich wollte etwas tun. Also fuhr ich in meine Lieblingsstadt.
Im Parkhaus angekommen ging ich rüber auf die Münsterplattform. Dort wollte ich eigentlich nur ganz kurz bleiben und dann zum Bundeshaus weiter. Doch es kam anders: Ich schaute über die Brüstung Richtung Rosengarten und als ich mich umdrehte, sah ich mich einer jungen Frau gegenüber. Ein physischer Schock fuhr durch meinen Körper und ich mag mich erinnern, dass es sich anfühlte, als hätte mir jemand kurz den Atem abgedreht. Mir blieb wortwörtlich die Luft weg. In einer RomCom wäre das jetzt die Begegnung gewesen, die den Film ins Rollen gebracht hätte. Doch leider war das kein Film, sondern die Realität und ich war blockiert und statt ein Gespräch zu beginnen – geschweige denn auch nur den Mund aufzumachen und irgendetwas zu sagen – lief ich einfach weg.
Wieso dieser Ausflug in meine Erinnerung? Dies war quasi die Geburtsstunde von «Mary und Dave».

Projekt

Nun, fünf Jahre später, älter aber immer noch verfolgt von diesem Moment, beschloss ich, eine Geschichte zu schreiben, die aus der Sicht der jungen Frau geschrieben ist. Sie begleitet sie durch ihren Alltag und ihre Sicht und Gedanken der Begegnung mit diesem Fremden, der einfach davon lief. Und auch durch ein fiktives «Was-wäre-gewesen-wenn» Szenario.
Für dieses Digezz sind die ersten drei Kapitel dieser Geschichte entstanden und können als PDF heruntergeladen werden.

https://drive.google.com/file/d/1z_AOl2R20R7tNT1riL6_pQRtpO86myxu/view?usp=sharing

(abb)

Vorgehen
Ich schreibe gerne direkt das, was mir in den Sinn kommt. Das heisst, ich habe mir im Voraus nicht grossartig Gedanken gemacht, zu den Figuren, den Namen etc, sondern einfach drauf losgeschrieben.

Gut Gelungen
Persönlich finde ich, habe ich die Stimmung bzw. das Gefühl von damals sehr gut eingefangen. Es dient für mich als Ventil diese Begegnung zu verarbeiten aber auch dazu, diesen Moment wieder zu erleben. Die Hauptperson «Mary» gefällt mir sehr gut und auch der Aufbau der Szenerien ist von mir aus gelungen.

Verbesserungspotenzial
Einfach drauf losschreiben ging am Anfang ganz gut, doch bei einem längeren Text verstrickt man sich irgendwann in Widersprüchen, da einem ständig neue Ideen in den Sinn kommen, die nicht mehr zu dem passen, was man bereits geschrieben hat. Daher werde ich mir zukünftig genauer aufschreiben, was meine Charaktere ausmacht, wie sie leben, wie sie denken und wie sie daher auch handeln werden. So kann ich endlose Überarbeitungen hoffentlich etwas eingrenzen.

Fazit
Ich werde definitiv weiterschreiben an dieser Geschichte und wer weiss – vielleicht lerne ich ja was daraus für ein nächstes Mal. Wenn es anderen auch gefällt, ist das ein super Bonus.