Big Dogs: ein Kunstprojekt
Dieses Projekt ist im Rahmen des Moduls Konvergent Produzieren entstanden. Ziel war es, auszuprobieren, wie es sich für mich persönlich anfühlt, einen eigenen kreativen Prozess filmisch zu begleiten und diesen als Video umzusetzen. Im Fokus stand dabei nicht das fertige Objekt, sondern das Beobachten, Festhalten und Strukturieren eines längeren Arbeitsprozesses in Bewegtbildform.
Von Beginn an war das Projekt multimedial gedacht. Ich entschied mich bewusst für ein ruhiges Videoformat mit unterlegter Musik und Untertiteln, ohne gesprochene Erklärungen oder Tutorials. Das gesamte Videomaterial wurde mit meinem Smartphone aufgenommen. Dadurch konnte ich mich auf die visuelle Ebene konzentrieren, ohne den Anspruch zu haben, den Prozess didaktisch zu erklären. Das Video wurde auf YouTube veröffentlicht, ergänzend dazu habe ich einen Instagram-Kanal erstellt, auf dem ich regelmässig Einblicke in laufende und zukünftige Projekte teilen möchte.
Der Entstehungsprozess des gefilmten Materials erstreckte sich über einen Zeitraum von rund drei Monaten. Das Projekt war von Anfang an als Experiment angelegt und sollte mir ermöglichen, erste Erfahrungen im Umgang mit der dokumentarischen Begleitung eines analogen, handwerklichen Prozesses zu sammeln.
(vha)
Rückblickend hat sich der Arbeitsaufwand als deutlich höher herausgestellt, als ich ursprünglich erwartet hatte. Besonders die Grösse der Leinwand sowie der zeitintensive Filzprozess wurden von mir unterschätzt. Zusätzlich stellte das Filmen selbst eine Herausforderung dar, da ich über einen längeren Zeitraum kein Stativ zur Verfügung hatte und viele Aufnahmen improvisiert umsetzen musste.
Gegen Ende des Projekts geriet ich zeitlich unter Druck. Dies wirkte sich sowohl auf das Finish der Leinwand als auch auf die Postproduktion des Videos aus. Das Endresultat konnte gestalterisch nicht mehr in dem Umfang ausgearbeitet werden, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Stattdessen entschied ich mich bewusst dafür, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das Video schlicht zu halten.
Trotz dieser Einschränkungen war das Projekt für mich sehr lehrreich. Einen längeren kreativen Prozess filmisch zu begleiten hat mir deutlich gezeigt, wie wichtig Planung, technische Vorbereitung und eine realistische Einschätzung des Zeitaufwands bei multimedialen Projekten sind. Für zukünftige Arbeiten habe ich nun eine bessere Vorstellung davon, worauf ich achten muss und wie ich ähnliche Projekte effizienter und strukturierter umsetzen kann.