Einladung – Familienfest
«Hey Tabea, kannst du eine Einladung für das nächste Familienfest gestalten?»
Meine Antwort liess nicht lange auf sich warten: «Na klar!» Also setzte ich mich an das Zeichenprogramm Fresco, das ich im Rahmen meines Studiums kennenlernen durfte, und begann zu skizzieren.
Entstehung
Am Familienfest feierten wir gleich mehrere Anlässe: das 25-jährige Hochzeitsjubiläum meiner Eltern sowie unsere Kindergeburtstage. Da das Fest als Gartenparty geplant war und mein Vater bereits in diesem Haus aufgewachsen ist, stand schnell fest, dass das Holzhaus eine zentrale Rolle in der Einladung einnehmen sollte.
Als Grundlage diente mir ein Foto unseres Hauses; auch vom Hochzeitspaar hatte ich ein Referenzbild. Für das Familien- beziehungsweise Geschwisterporträt auf der Vorder- und Rückseite liess ich meiner Fantasie freien Lauf und zeichnete direkt aus dem Kopf. Nachdem alle einzelnen Elemente ausgearbeitet waren, widmete ich mich der Komposition.
Die Einladung ist bewusst reduziert gehalten und arbeitet mit grossen Farbflächen. Diese gestalterische Zurückhaltung schafft Raum für die Illustration und verleiht dem Gesamtbild eine ruhige, harmonische Wirkung.


(vha)
Herausforderungen
Zu Beginn war für mich lange unklar, welche Elemente auf der Einladung Platz finden sollten. Diese Unsicherheit führte dazu, dass ich zahlreiche Skizzen anfertigte und versuchte, möglichst viele Motive zu integrieren. Schnell zeigte sich jedoch, dass dies zu einer überladenen Gestaltung geführt hätte. Bis ich zum Entschluss kam, dass weniger tatsächlich mehr ist, hatte ich bereits mehrere Stunden in Details investiert. Dieser Prozess machte mir erneut bewusst, wie zentral eine durchdachte Planung und klare gestalterische Entscheidungen sind.
Der eigentliche Zeichenprozess bereitete mir ansonsten viel Freude und verlief grösstenteils effizient. Grössere Herausforderungen traten jedoch bei der Illustration der Personen auf. Betrachtet man die Einladung, wirkt die Zeichnung auf den ersten Blick eher schlicht. In der Umsetzung erwies sich dies jedoch als trügerisch: Besonders die Haare des Hochzeitspaars wollten nicht überzeugend wirken.
Auch die Familien- und Geschwisterporträts stellten eine Schwierigkeit dar, da ich sie ohne Referenzbilder direkt aus dem Kopf zeichnete. Es dauerte entsprechend lange, bis Proportionen, Positionen und Bildwirkung stimmig und ausgewogen erschienen.
Das Holzhaus hingegen war vom Volumen her relativ einfach umzusetzen. Dennoch erwies sich das Motiv als vielschichtig: Zahlreiche Ebenen und Detailabstimmungen waren nötig, was den Arbeitsaufwand deutlich erhöhte und mehrere Stunden in Anspruch nahm.
Trotz dieser Herausforderungen waren meine Familie und ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Einladungen wurden anschliessend an die Gäste versendet und erhielten durchwegs positive Rückmeldungen – ein motivierender Abschluss des Projekts. 🙂