Pura Vida in Costa Rica
Affen, Schlangen, Tapire, mystische Nebelwälder und perfekte Wellen bei Sonnenaufgang – all das bietet Costa Rica mit seiner Vielfalt.
Meine Reise hat in La Fortuna begonnen, wo ich die ersten Faultiere gesehen haben. Auf Wanderungen durch die Nebelwälder bekamen wir einen ersten Eindruck der wunderschönen Flora und Fauna Costa Ricas zusehen. Weiter ging es zum Surfen nach Santa Teresa. Da war ich für 5 Tage in einem Surfcamp.
Dort verlief jeder Tag ziemlich ähnlich: Gegen fünf Uhr morgens wurden wir vom Lärm der Brüllaffen geweckt. Danach ging es zum Sonnenaufgang für die erste Surfsession an den Strand. Nach dem Frühstück kehrten wir zurück, beobachteten die Krebse und die anderen Surfer. Am späten Nachmittag surften wir nochmals bis zum Sonnenuntergang und genossen den Abend.
Am zweiten Abend wurden wir ausserdem von einer etwa 1,60 m langen Boa überrascht, die plötzlich an unserem Tisch vorbeischlängelte und anschliessend auf der Bank neben uns Platz nahm.
Mit einem klapprigen Buschflieger ging es in den Süden des Landes, um eine zweitägige Tour durch den Corcovado Nationalpark zu machen. Der Corcovado Nationalpark bietet eines der einzigartigsten Ökosysteme Mittelamerikas. In seinem weitläufigen Gebiet kann man rund 6.000 Insektenarten, 500 Baumarten, 367 Vogelarten, 140 Säugetiere sowie 117 Amphibien- und Reptilienarten beobachten. Der Zutritt ist nur in Begleitung eines autorisierten Guides gestattet.
Mit dem Boot wurden wir zum Eingang des Parks gebracht. Danach wurden wir und unser Gepäck kontrolliert, da zum Beispiel das Mitnehmen von Einwegplastik verboten ist. Anschliessend ging es zur Rangerstation, wo wir auch übernachteten. Dort haben wir unser Gepäck abgelegt und haben nur das Nötigste für die erste Wanderung mitgenommen.
Mit unserem Guide haben wir sehr schnell die ersten Nasenbären gefunden. Da der Wald gar nicht so dicht bewachsen war, konnten wir auch querfeldein gehen und uns einer Totenkopfäffchen-Gruppe nähern. Eines der Äffchen trug sogar ein Baby auf dem Rücken. Nach einigen Stunden Wandern und Tiere fotografieren erhielten wir von einer anderen Gruppe den Hinweis, wo sich ein Tapir aufhalten könnte. Tatsächlich haben wir es friedlich schlafend gefunden. Da wir uns sehr leise und mit genügend Abstand aufhielten, liess es sich nicht stören und hat einfach weiter geschlafen.
Auch für uns wurde es langsam Zeit, zur Rangerstation zurückzukehren und zu Abend zu essen – klassisch Reis und Bohnen. In einem grossen Saal mit etlichen Etagenbetten und Moskitonetzen konnten wir dann ein paar Stunden schlafen, bevor es noch vor Sonnenaufgang auf eine achtstündige Wanderung ging.
Noch in der Morgendämmerung mussten wir einen kleinen Fluss überqueren, in dem auch Krokodile leben. Wir haben sogar ein Babykrokodil gesehen. Danach ging es den ganzen Tag lang durch den Wald und am Strand entlang, bis wir den Nationalpark wieder verlassen hatten. Dabei entdeckten wir noch weitere Tiere wie Wildschweine, Ameisenbären und Aras.















(vha)
Fotografie
Vor dieser Reise hatte ich noch nicht so häufig Tiere fotografiert und hatte mein Teleobjektiv ziemlich neu. Im Regenwald war das Licht oft sehr schwach, sodass ich mit hohen ISO-Werten arbeiten musste. Zudem hielten sich viele Tiere in grösserer Entfernung auf oder bewegten sich schnell, was die Aufnahme erschwerte. Nach mehreren Stunden Wandern bei über 30 Grad und dem Gewicht des Objektivs war es zudem nicht immer einfach, die Kamera ruhig zu halten und scharfe Bilder zu erzeugen.
Video
Mit Videoaufnahmen hatte ich zuvor kaum Erfahrung und begann zunächst intuitiv ohne genaue Vorstellung von den notwendigen Einstellungen. Erst nach den ersten Aufnahmen habe ich mich mit Belichtungszeit, manuellen Kameraeinstellungen und anderen technischen Details beschäftigt. Dabei bemerkte ich einen Fleck auf der Linse hatte, der auch auf den Aufnahmen zu sehen war. Beim Schneiden speicherte ich versehentlich die Datei in einer Beta-Version von Premiere, wodurch sie beim zweiten Mal nicht mehr geöffnet werden konnte. Trotz intensiver Recherche und Versuch, die Datei zu retten, musste ich feststellen, dass dies nicht möglich war und ich die Bearbeitung erneut beginnen muss. Da ich kein Stativ dabei hatte, waren die Aufnahmen auch leicht verwackelt und durch die Stabilisierung in Premiere ist die Bildqualität massiv schlechter geworden.
Fazit
Ich habe ein besseres Verständnis dafür entwickelt, wie man unter schwierigen Lichtbedingungen arbeitet, und gelernt, geduldig auf den richtigen Moment zu warten. Ausserdem habe ich erfahren, wie wichtig die richtige Vorbereitung und das Wissen über die Ausrüstung sind, um trotz körperlicher Anstrengung gute Bilder zu machen. Ich habe gelernt, dass Experimentieren und Ausprobieren ein zentraler Teil des Lernprozesses sind und dass selbst Fehler wertvolle Erkenntnisse liefern.