Geschützt: Diversity Kampagne für die FHGR
Die grösste Herausforderung bei diesem Projekt war die Tonalität. Das Briefing forderte explizit, «keinen moralischen Zeigefinger» zu heben und «ohne Vorwürfe» zu kommunizieren. Wir haben uns dennoch bewusst für eine Strategie entschieden, die aneckt. Unser Ansatz ist riskant. Kritisch betrachtet könnte diese Direktheit bei manchen Zielpersonen zu einer Abwehrhaltung führen, statt zum gewünschten Dialog. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass ein zu weicher Kuschelkurs bei diesem Thema übersehen würde und zu wenig Aufmerksamkeit generiert. Die Provokation ist notwendig, um den «Stopp-Moment» zu erzeugen, muss aber durch die zweite Phase mit den «Danke-Statements» unbedingt emotional aufgefangen werden.
Design:
Gestalterisch haben wir uns weit aus dem Fenster gelehnt. Die riesige Typografie bricht bewusst mit der gewohnten FHGR-Ästhetik. Das sorgt für Aufmerksamkeit. In der Gruppe haben wir diskutiert, ob die Textmenge für Vorbeigehende zu schnell erfassbar ist. Das «Sternchen-Konzept» funktioniert nur, wenn man den zweiten Teil auch wirklich liest.
Teamprozess
Zu fünft an einer Kampagne zu arbeiten, heisst viele Meinungen unter einen Hut zu bekommen. Die Schwierigkeit lag darin, sich auf drei starke visuelle Klammer zu einigen, statt 20 gute Ideen zu vermischen. Insgesamt gestaltete sich die Zusammenarbeit aber als sehr produktiv und wir konnten in konstruktiven Sitzungen viele Ideen generieren. Wir haben uns gut abgesprochen und so den Workload über mehrere Personen aufgeteilt.