Laberlabor

Zucker ist nicht gut für uns, das ist mittlerweile bekannt. Wir haben das Selbstexperiment gewagt und drei Wochen lang darauf verzichtet. Daraus entstand die Pilotfolge von «Laberlabor» und ein Videotagebuch, das Einblicke hinter die Kulissen bietet.

Vorbereitung

Wir – das sind Jenny, Tabea und Vianne – wollten in diesem Semester einen Podcast ausprobieren. Wir alle hatten keine Erfahrungen in diesem Bereich. Zuerst einmal machten wir uns auf Themensuche und stellten uns die Frage: Worüber wollen wir überhaupt sprechen? Nach einem Brainstorming stand fest: Wir wollen Selbstexperimente durchführen, zu jedem Experiment eine Folge aufnehmen und gleichzeitig Videotagebuch führen. Die Selbstexperimente sollen vorwiegend im Gesundheitsbereich sein, beispielsweise regelmässig Yoga praktizieren, meditieren oder für eine gewisse Zeit die Ernährung umstellen.

Doch erstmals starten wir mit einem Konzept für unseren Podcast. Gemeinsam legten wir den Namen «Laberlabor» fest. Während sich Jenny um ein Sounddesign kümmerte, erstellte Vianne erste Logoentwürfe. Tabea überlegte sich, wie wir das Intro unseres Podcasts gestalten könnten.

Ausserdem legten wir fest, dass unser erstes Experiment für drei Wochen auf Zucker verzichten sein soll. Wir beschlossen, am 23. April 2025 mit dem Experiment zu starten. Zeitgleich suchten wir eine Person, die als Expertenstimme in unserem Podcast auftreten kann. Übers Internet stossen wir auf die Ernährungsberaterin Stephanie Gredig. Sie ist selbstständig und bietet persönliche Coachings, Kurse und vieles mehr an.

Das Experiment

Bei unserer Recherche zum Thema stellten wir fest: Zucker ist nicht gleich Zucker. Wir mussten also festlegen, wie streng wir es nehmen mit dem Verzicht. Schlussendlich einigten wir uns auf folgendes:

  • Kein industrieller Zucker (auch nicht in Passata beispielweise oder in Lebensmitteln, die nicht süss sind)
  • Keine Süssungsmittel
  • Natürliche Zuckerquellen (Honig, Datteln, Ahornsirup) in kleinen Mengen
  • Erlaubt sind Kohlenhydrate, Früchte und Milchprodukte

Während unserem Zuckerexperiment hat jede von uns drei kurze Videos von sich selbst aufgenommen. Darin berichteten wir über schwierige Momente, über Veränderungen, die wir bemerkt haben und über Herausforderungen beim Einkaufen.

Podcast & Videotagebuch produzieren

Am 13. Mai 2025, kurz bevor unser Zuckerexperiment endete, nahmen wir unsere Podcastfolge im Radiostudio der FHGR auf. Vianne hat dazu im Voraus ein Skript erstellt, welches den Ablauf der Folge definiert: ein Wechsel aus Infoteilen und persönlichen Erfahrungsberichten. Die Folge haben wir zweimal aufgenommen.

In der darauffolgenden Woche, am 19. Mai 2025, führten wir das Interview mit Stephanie Gredig durch. Sie erklärt im Podcast den Unterschied zwischen Einfach- und Mehrfachzucker, was Zucker in unserem Körper auslöst und ob sie Menschen grundsätzlich empfehlen würde, auf Zucker zu verzichten.

Nachdem wir alle unsere Aufnahmen im Kasten hatten, kümmerte sich Jenny um die Postproduction des Podcasts mit Adobe Audition. Zeitgleich begann Vianne damit, die persönlichen Videos für das Videotagebuch mit Premiere Pro zusammenzuschneiden.

Hier geht’s zum Podcast:

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Für Einblicke hinter die Kulissen:

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Vianne

Wir alle hatten keine Erfahrungen im Podcast produzieren. Trotzdem finde ich, dass sich das Ergebnis hören lassen kann. Was uns sehr geholfen hat, war unsere strukturierte Vorgehensweise. Wir haben im Voraus definiert, wie lange eine Podcastfolge dauern soll, wer zu unserer Zielgruppe gehört und auf welchen Plattformen wir posten wollen. Insbesondere das vorab erstellte Skript mit dem groben Ablauf der Folge ist uns zugutegekommen, denn es hat uns beim Aufnehmen viel Zeit erspart.

Während unserem Aufnahmetag hatten wir zu Beginn etwas Schwierigkeiten im Radiostudio. Zwar wurde uns die Infrastruktur mal erklärt, doch es dann selbst umzusetzen, war nochmals etwas anderes. Insgesamt haben wir die Folge zweimal aufgenommen, um beim Schnitt flexibler sein zu können.

In der Postproduction habe ich mich ums Videotagebuch gekümmert. Ich hatte von uns allen je drei Videos vorliegen, die ich zu einem zusammenschnitt. Ich versuchte etwas Humor beim Schnitt reinzubringen, etwa durch Reinzoomen bei manchen Stellen oder kleinen Textkommentaren. Für das Intro und Outro verwendete ich bewusst dieselbe Musik wie im Podcast, damit eine gewisse Kohärenz besteht.

Leider haben wir im Voraus nicht definiert, wie lange eine Aufnahme sein sollte, weshalb Tabea viel kürzere Videos gedreht hat als Jenny und ich. Die Länge der Videos müssen wir das nächste Mal im Voraus definieren. Das Videotagebuch zum Thema Zucker dauert 12 Minuten, was ich etwas zu lang finde. Ausserdem fände ich es toll, wenn wir beim der nächsten Folge noch mehr Aufnahmen von Situationen haben, also beispielsweise mehr Aufnahmen von Essen oder beim Kochen, und nicht nur Sprechvideos.

Jenny

Nach den ganzen Aufnahmen übernahm ich die Postproduction der Folge – eine Feuerprobe. Denn ich kannte mich weder mit der Audioproduktion noch mit Audition aus. Ich hörte mir jeweils beide Aufnahmen jeder einzelnen Passage an und entschied mich dann für diejenige, die sich besser eignete. Nach rund zwei Tagen hatte ich so eine strukturierte Folge geschnitten. Etwas Mühe bereiteten mir die Audioeffekte. Nach einigen Stunden fiel es mir schwer, überhaupt noch herauszuhören, was sich nun angepasst hat. Letzten Endes schoss ich etwas über das Ziel hinaus und reduzierte die Effekte wieder.

Mein grösstes Problem waren jedoch die LUFs. Ich hatte online gelesen, dass man am Ende der Prostproduction den Mixdown auf -16 LUFs pegeln soll, damit der Mix nicht zu leise für Spotify ist. Dies habe ich auch getan, und während sich auf dem Kopfhörer zunächst alles gut anhörte, waren die Lautstärken einzelner Clips und Passagen danach plötzlich sehr unterschiedlich. Nächstes Mal werde ich deshalb versuchen, die Supren manuell lauter zu stellen, bis ich auf die geeignete Zahl komme, um herauszufinden, inwiefern dies das Endprodukt beeinflusst. Zudem will ich mich nochmals genauer in das Thema einlesen, um weiteres Wissen zu erlangen.

Tabea

Wie bereits erwähnt, haben wir zum ersten Mal einen Podcast aufgenommen. Für mich war es auch das erste Mal, direkt in ein Mikrofon zu sprechen. Es war ungewohnt, die eigene Stimme im Ohr zu hören, und ich musste mich erst daran gewöhnen.

Im Radiostudio haben wir zwei Aufnahmen gemacht: Zunächst einen Probedurchlauf, um sicherzugehen, dass technisch alles funktioniert, und um die Übergänge zu üben. Dabei habe ich festgestellt, dass es für mich am besten funktioniert, wenn ich mir stichwortartige Notizen mache und frei darauf basierend erzähle. Zu Beginn hatte ich mein Skript noch vollständig ausformuliert, um sicherzugehen, dass ich nichts vergesse und alles gut klingt. Schnell wurde jedoch klar, dass das nicht besonders natürlich wirkt. Frei gesprochen kam deutlich besser rüber.

Mit dem Endergebnis der Folge bin ich sehr zufrieden, besonders wenn man bedenkt, dass es unser erster Versuch war. Für kommende Episoden wäre es spannend, das Sounddesign noch weiterzuentwickeln, da unsere Stimmen teils unterschiedlich klingen. Obwohl sich Jenny da mächtig ins Zeug gelegt hat, konnten wir das nicht beheben. Da ich bei der Postproduktion bisher nur am Rande beteiligt war, würde ich mich bei der nächsten Folge gern mehr einbringen, insbesondere indem ich die Adobe-Programme besser kennenlerne und mich selbst ans Schneiden wage.

Und zum Videotagebuch: Ich stehe nicht gern vor der Kamera. Das Filmen von den Clips war für mich definitiv ausserhalb meiner Komfortzone. Es hat auch ziemlich lange gedauert, bis ich mit einem Video wirklich zufrieden war. Insgesamt habe ich bestimmt an die 20 Versuche gebraucht, bis ich eine Version hatte, mit der ich leben konnte. Im Nachhinein finde ich das Ergebnis aber gar nicht so schlimm. Ich glaube auch das ist etwas, an das man sich gewöhnt.